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498 König der Narren Juni 2017

Mosaik 498

Während der arme Luther, seiner flatulenten Unpäßlichkeit wegen, wieder einmal die Nacht auf dem Abtritt verbringt, hat Katharina Califax bereits den Küchendienst stibitzt und die Frühstückstafel aufgebaut.

Auch Adrian ist frühmorgens schon recht aktiv und arbeitet an seiner Ernennung zum Kaiser. Die notwendige königliche Blutgruppe vermeint er von seinem Ahn Günther geerbt zu haben. Um die sieben stimmgewaltigen Kurfürsten für sich einzunehmen, erfindet er die ersten Parteispenden. Leider fehlt ihm noch die entsprechende Solvenz. Der Kaufmann Reiche soll ihm den nötigen Kredit geben.

Nach dem reichhaltigen Frühstück bei den Cranachs werden die nötigen Aufgaben verteilt.
Brabax verdrückt sich zu Luther, der noch vom nächtlichen Geschäft geschwächt ist. Obendrein hat er auch Ärger mit seinem alten Widersacher Eck.
Brabax bekommt wiedermal  einen Botengang aufs Auge gedrückt.

Adrian hat sich bei Reiche wegen der 50 Gulden bis über die Ohren verschuldet. Vermeintlich gut angelegts Geld.
Als erster soll Friedrich bestochen werden. Auf dem Weg zu Spalatin treffen die drei Studiosi auf Brabax und kegeln ihn die Treppe hinab. Ohne große Probleme kann Adrian bis zum Kurfürsten vordringen, der soeben mit Spalatin disputiert. Es dauert eine Weile, bis der Herzog Adrians Ansinnen begriffen hat. Die sieben Gulden werden bereitwillig eingesackt, aber der Friedrich fordert noch einen Gefallen ein. Kurze Zeit später vertraut Adrian seinen Kumpanen an, daß er als Vertrauensbeweis sogar den kurfürstlichen Buckel schubbern durfte. Alles scheint gut zu laufen, so glaubt Adrian wenigstens. Spalatin sieht das etwas anders und hätte gern Näheres über den königlichen Vorfahren in Erfahrung gebracht. Brabax bietet sich an, auf der Rudolstädter Heidecksburg Ermittlungen vorzunehmen.
Der dortige Bücherwurm bietet ihm seine volle Unterstützung an.

Adrian läßt sich als zukünftiger Kaiser von zwei Sänftenknechten durch Wittenberg schaukeln. Die normalen Leute sind darob reichlich amüsiert. Michael hat seine Katharina soeben zu den Cranach-Stuben geleitet, als Adrian hoch zu Stuhle auftaucht.
Den "Cranachknecht" kontert Michael souverän mit "Plattfuß und Schneckenpost".

Brabax hat derweil seine Studien über Adrians Vorfahren beendet und reist auf einem Wägelchen nach Wittenberg zurück. Hier trifft er auf einen grüngesichtigen Luther.

Die angebotene Vertretung einer Vorlesung nimmt er begeistert an und er bringt den kränklichen Mönch in Califaxens Obhut. Dieser hat wohl dem Rosmarin abgeschworen und praktiziert nun mit Rizinus. Das wird die Rohre schon putzen. Brabax bereitet seine Vorlesung über die Schwarzenberger Ahnengeschichte vor. Vermittels Anschlagzettel macht er das Thema seiner Vorlesung in der Stadt bekannt. Noch meint ein jeder, Luther hielte die Veranstaltung ab. Als dann Brabax vor dem Auditorium aufschlägt, ist die Überraschung groß. König Günthers Geschichte erweist sich indessen als wenig ruhmreich. Im Prinzip hat er sich lediglich zum Obst gemacht. Adrian tobt vor Wut, das Publikum vor Vergnügen. Damit ist das Thema "Kaiser Adrian" wohl endgültig gegessen. In seinem Weltschmerz läuft Adrian geradewegs in Cranachs Weinstube, um sich die Kante zu geben. Dummerweise entdeckt er hier Katharina und will die entflohene Nonne denunzieren. Die Cranachsche befördert den renitenten Kaiseranwärter mit einem Fußtritt vor die Tür.
Nun muß Katharina erst mal abtauchen. Cranach rastet bei der Geschichte wie immer aus, läßt sich aber besänftigen und will Michael in drei Monaten zum Meister schlagen.
Adrian versucht noch kurz, seine Kumpels zu mobilisieren, jedoch gibt ein Herold bekannt, daß der Habsburger Karl als neuer Kaiser berufen wurde. Adrian bekommt eine wunderbare Depression. Nun bleibt nur noch die schamhafte Rückkehr auf die väterliche Burg.

 

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