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302 U.S.A - Wir sind da! Wo ist die Bowery Street? Februar 2001
 

Beim Betrachten des bonbonsüßen Covers denkt man unwillkürlich: Die Boys haben es geschafft und sind endlich Millionäre. Leider belehrt uns die letzte Seite des Heftes eines Schlechteren. Die Abrafaxe haben nicht mal den Tellerwäscherstatus halten können, sie sind gar zu Kellerasseln abgestiegen.


DER GROSSE DRAHTZIEHER (sitzt noch unerkannt in seinem Kristallpalast) instruiert den Ober-BI-Agenten in Washington, nach Eloise Stapleton (der unbekannten Helferin und Hutinteressentin der Faxe) zu suchen. Dieser wiederum, ein gewisser Bribe, delegiert die Aufgabe an den uns bekannten Detective Bludd in New York ab, welcher gerade die Abrafaxe einem hochnotpeinlichen Verhör unterworfen hat.

Nachdem auch die Abrafaxe den Namen der Lady zur Sprache bringen, entweicht Bludds vollem Mund eine größere Ladung Kaffee (inklusive der darin enthaltenen Fuselprobe vom Schmugglerschiff) von etwa 10 Litern und nässt die armen Faxe von oben bis unten ein.
Diese tragen es mit Fassung, reagieren aber im weiteren Verlauf etwas konfus. Einzig Brabax behält bei der Befragung einen klaren Kopf und hindert seine beiden Gefährten an der Preisgabe verschiedener Geheimnisse des Hutes. 
Mit der böswilligen Entwertung ihrer Einreisepapiere durch Bludds Zigarre verlieren die Abrafaxe auch wieder ihre kürzlich erhaltenen Namen Alex, Brant und Cal.
Mangels Beweisen werden sie erst einmal freigelassen.

An Brutalität kaum zu übertreffen ist dieses Mal die Ratte, welche eine arme einheimische Katze gefesselt ans Treppengeländer des B.I.-Büros gehängt hat. 
Außerdem macht sie den Abrafaxen nichts als Scherereien.

Undertaker sind in Prohibitionszeiten im Zweitberuf meist als Alkoholschmuggler tätig ("Manche mögens heiß" und Mr. Candle in Mosaik Nr. 188 ) so auch hier die Firma Coffins & Co.

Da die Abrafaxe sich aus unverständlichen Gründen keinen Stadtplan zulegen, geraten sie beim "nach-dem-Weg-fragen" in verschiedene Schwierigkeiten mit Eis- und Gemüsehändlern und werden sogar als Gesindel beschimpft.

Im Chinesenviertel trifft man auf alte Bekannte. Nebenbei haben sich wieder mal die 3 Amigos auf einem Hotdog verewigt. 
Übelhaupt scheint man in diesem Stadtvieltel die Tiele zum Flessen geln zu haben.

Ein freundlicher gelber Mann mit dem traditionellen chinesischen Namen Smith weist ihnen den endgültigen Weg zur Bowery 31, wo sie den Alteigentümer des grünen Hutes treffen. Nach dem ersten Schreck versucht der Rotschopf die Abrafaxe bis auf weiteres unter Kontrolle zu bringen. O'Meany wird von der entzückenden, axtschwingenden Amazone Elszbieta Ferrando (sieht dem Don gar nicht ähnlich und ist vermutlich polnischer Abstammung) verehrt, die den Abrafaxen eine luxuriöse Suite im Souterrain vermietet. Nachdem sich Brabaxens verhörgeschwächte Kameraden auf die verwanzte Matratze zurückgezogen haben, entdeckt er auf dem Hutzettel eine mit Geheimtinte gezeichnete Schatzkarte mit Hinweisen auf einen indianischen Friedhof.
Man hört schon deutlich den Ruf " Go west! ".


Als äußerst klugen Schachzug des Verlages betrachte ich den im Mittelteil angeordneten Zeichenkursus für abrafaxische Physiognomie. Nun sollte es nach Entgleisungen der Gesichtszüge immer wieder möglich sein, das alte Aussehen der Abrafaxe zu rekonstruieren und dies auch neuen Zeichnern zu vermitteln.

 

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