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311 In bester Gesellschaft November 2001

Ein sehr schönes Titelbild, welches allerdings die heile Welt der Abrafaxe nur vorgaukelt. Werden sie sich jemals wieder sehen?
 


Hauptgeschichte:
In bester Gesellschaft

Brabax im Gelände:
Nach seinem Sprung in den Fluss hat Brabax die beiden flüchtigen Sträflinge Gillian und Thompson fast eingeholt. Wie man sich erinnert, waren diese beiden von zwei Mitgliedern der Addams-Family gekidnappt worden. Diese beiden, Mack und Fatty mit Namen, haben eigentlich gar keine Bewaffnung nötig. Schon eine Berührung ihrerseits scheint eine tödliche Waffe zu sein. Brabax wird auf seinem Spähtrupp leider aufgebracht und mit den beiden Sträflingen zusammen gefesselt.
Mack und Fatty aus dem Halloween-Umfeld sind gerade dabei, die drei einer seelischen Folter zu unterziehen, als das grausame Spiel durch die Ankunft einer weiteren persona non grata beendet wird. Es ist niemand anders als Gillians Bruderherz Jack. Für den ausgestandenen Schrecken werden alle mit einer herzhaften Mahlzeit entschädigt und Brabax bekommt seine ersehnte Story bezüglich des ehrenwerten Sam Pryer. Jacks Lieblingsschnaps ist von der Marke "Sascha Desertfield". Jedenfalls ist Jack davon überzeugt, dass Pryer noch lebt. Als sich Brabax zum nächsten Bahnhof aufmacht, um seine Fahrt nach Florida fortzusetzen, erlebt er noch eine positive Überraschung:

Gillian gibt ihm einen Teil seiner Barschaft zurück.
Auch die anderen Halunken erweisen sich bei Licht betrachtet als relativ liebe Kerle.

Califax in Chikago:
Califax und sein bookkeeper Mr Smith treffen mit dem Motorboot vor dem Navy Club ein, um sich hier mit Matt Kaudisiis ( oder Kaujeniis? ) zu treffen. Der Clubmanager ist über Califax' Begleitung nicht sehr erfreut, lässt aber beide ein. Im Restaurant sitzen schon Prof. Bienlein, Kapitän Haddock und Al Capone mit seiner Crew. Auch Bugsy, Frank und Ivvy sind zum Rapport einbestellt. In der Küche des Clubs werkelt Michel Ranvie, ein alter Bekannter aus dem Orient-Express. Als er erfährt, dass Califax in der Fastfood-Branche tätig ist, bezeichnet er ihn als Verräter. Ranvie selbst hat seine Küche dicht neben der Klotür, was auch nicht gerade für seinen Geschmack spricht.
 
Al Capones Aussehen ist mit den Erbsen in den Backentaschen etwas unvorteilhaft, hat ihm aber immerhin den Spitznamen "Scarface" eingebracht.

Hier das historische Vorbild:

Trotzdem hat er seine Leute fest im Griff, Bugsy und Frank schwitzen was das Zeug hält. Als Krönung des Abendprogramms treten die "Hot Five" aus L.A. auf. Da Capone von Satchmos Bläserei nicht sonderlich angetan ist, kauft er Kaudisiis kurzerhand den Club ab und entlässt die Musiker. Al Capone hat wie alle großen Männer auch seine Macke, er leidet unter "Mutters Taschentuch"-Komplex. Gerade solche Komplexe machen große Männer zu diesen gefährlichen, unberechenbaren Typen.

Was Califax nicht hätte tun sollen: Er borgt sich Mamas Taschentuch aus, um Mr Smith fürs Opernhaus auszustaffieren. Califax hat nun zwar Kaudisiis die Schlachthäuser in Chikago abgekauft, hat sich aber auch gleichzeitig den mächtigsten Mann der Stadt zum Feind gemacht. Leider bemerkt er seinen Lapsus nicht, er ahnt auch nicht, dass er bereits von Capones Männern verfolgt wird. Verdammt, jetzt ist die Geschichte schon wieder zu Ende und das halbe Heft liegt noch vor mir!
Die Reklamefront der Rückseite erinnert etwas an den Neos, jedenfalls mich.

Über Abrax Schicksal werden wir erst mal im Dunkeln gelassen.

Nebengeschichte:
Topfschlagen

Ein aufgeblähter Onepager ohne Tiefgang. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

Die beiden Andreasse hätten ihr Potential lieber für "Setz die Segel, Robin" verwenden sollen, um die schrecklichen Italofaxe zu substituieren.


 

Fazit:

Das Heft ist gottlob nicht schlechter als das vorige.
Die Story wird locker weitergesponnen.
Auf Seite zwei wieder eine Zusammenfassung nach der "was bisher geschah"-Manier großer Fernsehserien. Es ist zu hoffen, dass diese Einleitung auf die Seite zwei beschränkt bleibt.

Aber ich werde mich nie daran gewöhnen, dass der Platz des halben Heftes glatt verschenkt wurde.

Die Kurzgeschichte ist diesmal das Papier nicht wert, schade drum. Ein Fünftel des Heftes für Werbung zu ver(sch)wenden trifft ebenfalls nicht meinen Geschmack.

 

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