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312 Um Haaresbreite Dezember 2001

Das letzte Cover hat mir besser gefallen, dieses wirkt perspektivistisch irgendwie seltsam.
 


Hauptgeschichte:
Um Haaresbreite

Mit dem Motorboot auf dem Weg zur Civic Opera in Chicago. Califax und Mr Smith werden von Bugsys Leuten, die gleichzeitig für Califax als Leibgarde jobben, verfolgt. Da sich Ivy und Frank vorher das Boot der Capone-Mannschaft ausleihen mussten, hat diese jetzt das Nachsehen. Zu deren Glück kommt aber gerade das altbekannte "Froschmaul" mit seiner Daphne des Weges getuckert. Es gelingt Osgood nicht, seinen Kahn gegen Giovanni und Salvatore zu verteidigen, er wird über Bord geschickt und das Boot gekapert. Nun hat Califax zwei Verfolger im Rücken. Daphne, die falsche Schlange, läuft sofort zu Capones Männern über. Califax deutet die Wink-Zeichen von Frank falsch und vermutet eine Aufforderung zum Wettrennen, er behält weiterhin die Spitzenposition. Bei einem Ausweichmanöver bleibt das dritte Negerlein auf der Strecke. Giovanni und sein Kumpan rasen mit ihrem Flugboot geradewegs in eine Limousine der Polizei. Mr Smith erkältet sich beim Rennen und zeigt, dass ein Chinese auch chinesisch niest. Beim Franks Versuch, den Chinamann vom Schneuzen ins Heiligtum abzubringen, bekommt Mamas Taschentuch dummerweise ein Loch. Frank und Ivy melden Bugsy das Malheur, dieser muss sich mit einer Notlüge Capones Wutausbruch entziehen.
Da Califax die Theaterkarten ohnehin im Hotel vergessen hat, trifft er sich gleich mit dem Zweck seiner Reise, dem Bahnmagnaten Pinky Eisenkopp.

Auch Stan und Olli sind auf einen "Tee" im Restaurant. Von Pinky erfährt Califax, dass seine letzte
Errungenschaft, Kaudisiis' Schlachthäuser, leider ein Flop sind. Califax bestellt in seiner Unschuld einen "Pfefferminztee", der sich als hochwertiger Bourbon entpuppt. Daher kommt sicher auch der Ausruck "im Tee sein".
In der Toilette des Operncafés wird unterdessen wacker an der Reproduktion von Mamas Taschentuch gearbeitet. Gut, dass Ivy in Nadelarbeit so hervorragend aufgepasst hat, er verziert einen Teil von Franks verschwitztem Hemd mit der filigranen Stickerei. Capone merkt nichts, er verwechselt sogar Franks Ausdünstungen mit Mamas Parfüm und schließt Frank und Ivy selig in seine Arme.
Davon wird natürlich auch unser Califax gerührt und erinnert sich sofort an seine alten Kameraden Abrax und Brabax. Das Geschäft ist ihm plötzlich gleichgültig und er versucht, Brabax im "Jewel of Miami" telefonisch zu erreichen. Statt Brabax findet er dort Abrax vor, der noch auf seinem Helium-Trip ist. Califax' nächstes Reiseziel ist Wyoming, was will er dort?
Schließlich liegt dort irgendwo die Lost Area. Das Interesse von Abrax gilt der Gasförderstätte von "Swampy Hollow" und dies lässt auch unseren alten Bekannten Fitzgerald hellhörig werden. J.F.S.F. erzählt, dass sein alter Trinkkumpel Phil Tucker eben dort als Alligatorenfutter geendet ist. Auch die M.-F.-Diamond-Stiftung hat überall ihre Spuren hinterlassen.
Mannings, der Rollstuhlpilot, ist entweder der Verbindungsmann zu Brabax oder ein ganz schlimmer Finger?
Als Abrax und Fitzgerald über Alligatorenabwehr fachsimpeln, erscheint plötzlich ein arg abgewirtschafteter Brabax an der Rezeption. Er bekommt sein reserviertes Zimmer und die Nachricht von Califax, leider bekommt er aber nichts von Abrax' Gegenwart mit. Auch der merkt nichts mehr und begibt sich auf Hotelsuche.
Brabax geht zur wohlverdienten Nachtruhe über und findet am Morgen weitere Anweisungen für seinen Geheimauftrag.
Zwangsläufig muss Brabax doch irgendwann mit Abrax zusammentreffen, denn beider Ziel ist die Schlammkuhle.
Hoffentlich gibt es hier keine Interessenkonflikte.
Ein schönes Wimmelbild mit vielen Gags, witzige Dialoge (z.B. Herings-Thema), Story auch ganz ok und nach wie vor nicht vorhersehbar, aber sicher auch etwas verwirrend, wenn man nicht alle Fäden fest in der Hand behält.

Nebengeschichte:
Schöne Bescherung

Aus aktuellem Anlass ein Jahresend-Thema. Abrax hat eine Schneekanone erfunden und verpasst der Landschaft ein weihnachtliches Kleid. Brabax und Califax schwingen auf der gleichen Wellenlänge. Nur Max ist wieder mal unleidlich, sie hat null Bock auf das Fest der Liebe. Ein letzter Schuß aus der Schneekanone geht nach hinten los und macht die gut vorbereitete Beschehrung zunichte. Max zeigt gewisse Anzeichen von Schadenfreude, als von der Straße grässliches Quietschen ertönt. Die italienische Variante des Weihnachtsmanns ist auf Brabax' künstlichem Schnee verunfallt. Max hilft bereitwillig beim Reifenwechsel, da sich Santa Claus auf seine Engel nicht verlassen kann, die sind nur zu dümmlichen Lachanfällen (HA-HA-HA, hauptamtlich arbeiten sie wahrscheinlich als Background-Lacher in Comedy-Serien) fähig. Jedenfalls bekehrt der Weihnachtsmann nebenbei noch Max zu einer positiveren Einstellung. Die Abrafaxe sind Max auch entgegengekommen, sie haben ihrer Anregung folgend, die zerstörten Weihnachtsdevotionalien durch österliche ersetzt. Alle sind wieder versöhnt.
 

Die Zusatzgeschichte ist handwerklich einwandfrei gemacht, an dieser Homogenität der Zeichnungen sollte sich die Hauptgeschichte mal ein Beispiel nehmen.
Auch inhaltsmäßig ist sie gehaltvoller als die letzte, was aber nicht sonderlich schwer gewesen sein kann. Es mag zwar Geschmackssache sein, aber mit solchen "Mutantenfaxen" kann man ganz gut leben.
 

Fazit:

Insgesamt betrachtet ein recht schönes Heft, weiter so.

 

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