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320 Funkelnde Falle August 2002



Als ich das Cover auf der Steinchen-Website das erste Mal erblickte, schien es mir etwas sehr bonbonhaft.
Aber das Original sieht nicht schlecht aus. Besonders die Figuren sind gut gelungen.
Warum Florence so beeindruckt guckt, verstehe ich aber nicht, sie kennt doch alles schon.
Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum, liebe Ratte!
 


In den Rockies

Von oben ähnelt Maledict Foylers Bergfestung etwas dem ausgehöhlten "devils tower".
Der Wasserfahrstuhl ist endlich im Obergeschoß angekommen und den Sieben ( Ich zähle auch Tiere! ) wird die Luft langsam knapp. Auch die Kopffreiheit ist stark eingeschränkt, aber keine Panik, das Wasser reicht für alle. Im allerletzten Moment jedoch öffnet jemand den Schieber, das musste ja erfahrungsgemäß so kommen.
Als sich die Wassermassen wieder verzogen haben, sitzen plötzlich alle auf dem Trockenen, allerdings im Keller.
Niemand anderes als Sean und Florence haben die armen Gewässerten aus ihrer fatalen Lage befreit. Nach der allgemeinen Wiedersehensfreude sowie Neuabschluss und Auffrischung von Bekanntschaften geht man zur Tagesordnung über.
Florence und Sean machen jedoch keinen Höflichkeitsbesuch bei Foyler, denn der Vater hat seinem Töchterchen die finanzielle Grundlage entzogen.

Das ist so nicht hinzunehmen, denn seit Sean ehrlich geworden ist, hat auch er kein Einkommen mehr.
Während des Aufstiegs zur Schaltzentrale des Imperiums fachsimpeln Brabax und Florence über die maximale Größe von Diamanten.
Oben angekommen, entpuppt sich die Glaskuppel zur Überraschung aller als riesenhafter Diamant, eine Meisterleistung der Schleifkunst. Der Rest des Raumes hingegen scheint verlassen und ausgeräumt. Nach Rekapitulation aller Umstände kommt der Schlaumeier Brabax zum Schluss, dass Foyler vorhat, den Diamanten in Kohlendioxid umzuwandeln.
Welch Blasphemie, wo sich doch seit langem ganze Heere von Wissenschaftlern  bemühen, auf rekursivem Wege Diamanten herzustellen.
Da neben Foyler, der die frühere oder spätere Entdeckung befürchtet, auch die Diamantenhändler Interesse an der Zerstörung haben müssen, hat Foyler ihnen einen Vertrag abgepresst.
Nun nähert sich auch endlich das Luftschiff der Festung mit Abrax on top. Der eigentlich wenig gewalttätige Johnson greift zur Kanone, um sich das Geschäft nicht vermasseln zu lassen. Beide Faxe samt Ratte, die beiden Iren und Florence werden in den Fahrstuhl gezwungen. Doch der ist der Last nicht gewachsen, die Ratte hätte lieber draußen bleiben sollen.
Das Gegengewicht hat der Masse des Fahrstuhls nichts entgegenzusetzen und so rauscht das Gefährt ab in die Tiefe. Gut, dass für solche Fälle eine Spiralfeder den Fall etwas dämpft. Trotzdem scheinen unsere Freunde kaltgestellt zu sein.
Oben macht gerade das Luftschiff an der Docking-Station fest. Nun glaubt auch Abrax, dass er seine Hosenträger wieder ihrem ursprünglichen Zweck zuführen kann. Mittlerweile haben Johnson und Spengler gemeinsam mit Foyler die Sauerstoffflaschen (sieht idiotisch aus mit neuer Rächtschreipunk) installiert, somit steht einem lustigen Feuerchen nichts mehr im Wege. Dass Abrax nachtragend wäre, kann man ja nun wirklich nicht behaupten, will er doch tatsächlich Foyler vor dem Leitwerksdefekt warnen.

Im Keller gelingt es den Abgeschobenen, den Handbetrieb des Fahrstuhls in Gang zusetzen. Als Passagiere qualifizieren sich aber nur Brabax und Florence. Die Mannschaft an der Winde schraubt mit letzter Kraft die Kabine in die luftige Höhe. Florence und Brabax platzen gleich darauf in den Vertragsabschluss zwischen Foyler und den DeBeers-Leuten. Der übliche Austausch von Höflichkeiten ist schnell überstanden, nun zieht Foyler seine Kanone und dreht das Sauerstoffventil auf.
Jetzt bleiben noch drei Minuten bis zur Unendlichkeit, denn die Uhr läuft. Endlich ist auch Abrax zu ihnen gestoßen, aber Foyler lässt ihn nicht zu Wort kommen, selber schuld!
Der Halunke macht sich aus dem Staub in Richtung Luftschiff und überlässt alle, einschließlich seiner Tochter, ihrem wärmenden Schicksal.
Der Not gehorchend sitzen plötzlich wieder alle in einem Boot, fraglich ist, ob das ein Rettungsboot ist.
Nur eins kann sie alle in Kuppel und Keller noch retten: den Zeitzünder zu deaktivieren.

Wie war das doch gleich? Muss nun zuerst der rote oder der blaue Draht ... ?

Doch auch Foylers Schicksal steht unter keinem guten Stern, hätte er mal auf Abrax gehört!



Fazit:

 
Wieder einmal spannend erzählt. Jedoch die Hintergründe sind, zumindest, was den Kuppelbau betrifft, für meine Begriffe zu spartanisch geraten. Aber vielleicht liegt dies an der Urlaubszeit und man wollte schnell fertig werden. Dafür strotzen die Dialoge geradezu vor Komik und Hintergründigkeit.

Irgendetwas hat mir aber die ganze Serie lang gefehlt: die edlen Söhne und TöchterInnen der Prärie und des Waldes. Bis auf spaßige Randfiguren nichts von Indianern, oder sind die nur so gut getarnt?

 

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