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323 Feuer und Eis November 2002



Auf dem Cover empfängt uns Abrax als sehender, schwertschwingender Mann im lustigen Samurai-Kostüm.
Das Cover ziert aus aktuellem Anlass ein zweisprachiger Titel, die fernöstlichen Krakel bedeuten vermutlich auch "Feuer und Eis".
Die zweite Umschlagseite bietet die Abrafaxe noch in der Pasda-Form der Nummer 322 an, wenig später in der Winterlandschaft von Japan sind sie wieder ganz die alten.
 


Aus der Diffusität eines Schneesturmes nähern sich 3 windige Gestalten. Die Abrafaxe können es nicht sein, denn die Konversation der Verschwommenen passt nicht zu den derzeitigen Problemen der Abrafaxe. Die Gestalten entpuppen sich als ein suspekter Samurai namens Takeshi und zwei Ninjas in winterlichen Tarnanzügen, die namentlich der berühmten japanischen Papierfaltkunst huldigen. Dass die drei nichts Gutes im Schilde führen, wird bald klar. Die beiden Ninjas verlassen ihren Vorgesetzten nach der Befehlsausgabe und begeben sich auf eine regelrechte Schussfahrt zu einer rituellen Opferstätte, dem Ziel ihrer Aktion.
Beim Überspringen eines hohlen Hügels treffen wir endlich wieder auf unsere Abrafaxe, noch immer in ihr New Yorker Städter-Outfit gekleidet.

Die drei teilen sich gerade brüderlich ein gebratenes Schneehuhn (25% Abrax, 25% Brabax und 50% Califax).
Die Abrafaxe versuchen anhand der vorbei fliegenden Typen zu deuten, in welcher Zeit und an welchem Ort sie gerade niedergekommen sind. Brabax liegt mit seiner Vermutung am nächsten, irgendwo im fernen Osten. Um sich letzte Gewissheit zu verschaffen, beschließen sie, den Fährten der beiden Ninjas zu folgen. Auf einer Lichtung entdecken sie endlich ein Gebäude, aus dem Rauch aufsteigt. Es ist jedoch kein einladendes Herdfeuer, wie es Califax gern hätte, sondern Ergebnis einer handfesten Brandstiftung. Die drei beobachten, wie sich Ori und Gami nach getaner Arbeit wieder vom Tempel entfernen. Brabax und Califax widmen sich ersten Rettungsarbeiten, während Abrax die Verfolgung der mutmaßlichen Täter aufnimmt. Im Tempel interessiert sich der intellektuelle Brabax natürlich zuerst für eine Schrifttafel mit seltsamen Zeichen, während der ständig hilfsbereite und praktisch handelnde Califax einen bärtigen Bewusstlosen entdeckt, der von Brabax als Ainu identifiziert wird. Kaum haben sie ihn ins Freie gezerrt, da bricht der brennende Schuppen auseinander.
In einem unweit des abgebrannten Tempels gelegenen Dorf beobachtet eine Ainu-Gemeinschaft die Rauchschwaden. Friseure wären bei diesem Stamm auf verlorenem Posten. Sofort bricht eine Abordnung der Bärte auf und erwischt Brabax und Califax in einer kompromittierenden Situation: abgebrannte Hütte und lebloser Ainu. Doch bevor die beiden einer Massakrierung anheim fallen, werden sie vom wieder erwachten Osuke, so heißt der Gerettete, vollständig rehabilitiert.
Die beiden Brandschatzer sind inzwischen gut gelaunt an den Ufern eines vereisten Gewässers angelangt. Ihre Arbeit wird von lustigen Reimen begleitet. Sie bereiten gerade ein Kanu als Eissegler vor, um endgültig die Kurve zu kratzen.

Ihr Verfolger Abrax will mit Hilfe der Ratte dieses Vorhaben vereiteln. Doch die Ratte hat nicht richtig hingehört. Statt das Ende einer Kette zu Abrax zu tragen, bringt sie eine Signalrakete aus dem Sturmgepäck eines Ninjas mit.
Abrax fällt nicht anderes ein, als das Projektil zu starten. Durch das Dach des Bootshauses erfährt die Rakete eine Richtungsänderung und setzt das viel gepriesene Segel von Meister Fet-Zen in Brand. Das war's dann für die Papierfalter. Die mittlerweile eingetroffenen Ainu schnappen sich die beiden Ninjas mit Hilfe eines Fischernetzes. Im Dorf des Ainu-Stammes werden die Abrafaxe gerade der Gastfreundschaft des Stammes unterworfen als eine Patrouille des Provinzgouverneurs gemeldet wird. Sie wird angeführt von "Herrn Takeshi". Ihm hatte eigentlich die Rettungsrakete gegolten und nun kann Takeshi seine Vasallen wieder aus den Händen der Dorfbewohner befreien. Die Abrafaxe werden vom Stammes-Häuptling zum Bleiben überredet, um am "Eisfest" des nächsten Tages teilzunehmen, sicher ein erfrischendes Vergnügen.



Fazit:

 
 Den Anfang der neuen Serie macht ein lustiges und spannendes Heft, welches auch überzeugend gezeichnet ist.
Es gibt wieder reichlich witzige Namenskonventionen, die verschiedenem Wintersportzubehör entlehnt sind. Nicht einmal der berühmte 007-Equipment-Maker Seiner Majestät wird verschont und auch der Stolz der Japaner, die berühmte Erfindung Hideo Shimas, bleibt von der Verballhornung nicht ausgeschlossen.
Ob es mit dem neuen Handlungsort gelingt, die japanophilen Mangaleser auch fürs Mosaik zu interessieren, wird die Zukunft zeigen.

 

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