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324 Auf dem Weg nach Hakodate Dezember 2002



Ein lustiges Titelbild. In der Handlung stellt sich die Situation jedoch etwas anders dar. In Wirklichkeit sind die Abrafaxe gar nicht so schadenfroh.
Mit einem ähnlichen Sänften-Unfall hatte auch schon Julius Gallus vor etwa 44 Jahren seine Probleme.
 


Als sich Califax am Morgen aus den Federn schraubt, sind Abrax und Brabax schon voll in Aktion. Nach einem leichten, ersten Imbiss findet Califax seine Gefährten mit der Vorbereitung des Festes beschäftigt. Die beiden betätigen sich als Eisbildhauer und werkeln an einem Schwan, der von Califax leichtsinnigerweise als Ente bezeichnet wird. Abrax ist etwas inkommodiert und teilt Califax für die groben Dinge des Lebens ein. Er soll mit Hoinu und Kanu-Kite Eiswürfel besorgen. Enttäuscht zieht er von dannen. Nach einer Weile kommen seine beiden Ainu-Begleiter allein zurück. Angeblich haben sie Califax unterwegs verloren. Ihre Besorgnis um Califax' Schicksal bringen sie sehr bildhaft mit tiefen Eislöchern und gefräßigen Wölfen zum Ausdruck. Abrax und Brabax schwärmen aus, ihren Kameraden zu retten.
Als sie einen tiefgefrorenen Califax vor einem Wasserloch stehen sehen, vereisen auch ihre Gesichtszüge. Hoinu und Kanu-Kite übernehmen die Bergung des Ausgekühlten, um ihn am Feuer aufzutauen. Dummerweise stürzen sie und der arme Califax zerspringt in tausend Stücke.

Die beiden anderen sind entsetzt, doch Brabax stutzt über dem Scherbenhaufen.
Hoinu und Kanu-Kite schütten sich vor Lachen aus und Califax tritt unversehrt hinter einem Eisblock hervor.
Hereingefallen! Das war die Rache des Califax für die schnöde Behandlung. Die drei einigen sich, dass sie jetzt quitt sind und wenden sich wieder ihren Aufgaben zu.
Die schon messerwetzenden Wölfe im Hintergrund sind allerdings verärgert. Aber ihre Sprache ist äußerst komplex, mit den einfachen Lauten "GRRRAO" und "HRRAAR" könne sie richtige Geschichten erzählen.

Auf einer gigantischen Doppelseite werden die Eis-Festlichkeiten dargeboten. Wie zum Possen der Slapstick-Gegner haben die Zeichner gleich ein Trio aus Wido, Charlie und Homer an eine Hausecke geklebt.
Die Kinder der Ainu sind sehr ausgelassen. Ein Smiley-in-den-Schnee-Pinkler, ein Zunge-ans-Eis-Kleber und ein Mosaik-Leser lockern die Szene auf. Käpt'n Blackbeard ist mit von der Partie, ein Mitglied der Hells Bears und Buddy, der Spencer. Sogar die Ratte hat ein gigantisches Ebenbild ins Eis gemeißelt.
Endlich lädt der Häuptling die Abrafaxe zum Festschmaus ein. Brabax erwähnt nebenbei die Schrifttafel aus dem Tempel und der Häuptling erzählt, wie die Tafel in ihren Besitz gelangte.
Brabax präsentiert auch die Bronzedose, die in Richtung Süden gedreht, aufleuchtet.
Der Häuptling rät ihnen, die Lösung des Geheimnisses auf den südlichen Inseln zu suchen.
Hoinu und Kanu-Kite bringen die drei samt Ratte am nächsten Morgen mit einem Rentier-Schlitten zur nächstgelegenen Sänften-Abtragstation. Unterwegs erklärt man den Faxen noch die einschlägigen japanesischen Reisegewohnheiten.
An der Wegestation finden die Abrafaxe einen jammernden Vermieter von Sänften sowie einen mittellosen Samurai mit Tochter nebst ihren zwei Sänftenträgern vor.
Der Samurai wird Papa genannt, die Tochter heißt Toshiko.
 

Da der Samurai infolge leichten Übergewichts schon die Luxus-Sänfte geerdet hat, können die Abrafaxe nur noch eine leichte Mittelklasse-Ausführung mieten.
Töchterchen Toshiko schleimt sich bei den Faxen als den neuen Sänftenbesitzern ein, um bequem mitreisen zu können und die zarten Füßlein zu schonen.
Papa ist zwar gestandener Ausländerfeind, sieht aber auch die Vorteile, seine nörgelnde Tochter ruhigzustellen.
Immerhin darf Califax seinen schweren Bärenschinken mit in die Sänfte legen, da wandert es sich leichter.
Kurz darauf steht man vor einer Schlucht mit zerstörter Brücke. Brabax konstruiert eine Seilbahn und alle Leichtgewichtigen sind bald übergesetzt. Nun kommt der Samurai an die Reihe. Auch bei ihm hält die Sänfte wider Erwarten, leider ist der Ast des einen Trägerbaumes die Schwachstelle. Samt Bärenschinken stürzt er in die Schlucht, kann aber im Gegensatz zum Schinken gerettet werden.
Von nun an ist Schluss mit lustig, ab jetzt wird er es den elenden Gai-jin zeigen, wer auf Hokkaido die Hosen anhat.
Die Reise in Richtung Küste geht ziemlich verkniffen weiter. Da haben sich die Abrafaxe etwas Schönes eingehandelt.



Fazit:

 
Alles in allem ein recht ordentliches Heft.
Bis auf das herrliche Wimmelbild kommt zwar die Schilderung des Eisfestes ein wenig zu kurz, aber dafür geht die Reise zügig weiter. Die Figuren sind wieder sehr homogen gezeichnet, nur die Abrafaxe wirken etwas zu brav, irgendwie edelgard-mäßig. Ein besonders charakteristisches Outfit haben die beiden lustigen Sänftenträger. Angenehm macht sich auch die randlose Seite 48 bemerkbar, davon könnten ruhig mehrere vorhanden sein.

Und, es wird wieder ein Internet-Preisrätsel geben, HURRA!

 

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