Homepage |  | Comics |  | zurück  


 

 


325 Ein fast perfekter Plan Januar 2003



Ein lustiges Titelbild, direkt aus der Handlung entlehnt. Wenn das mit der Colorierung der Cover so weiter geht, wird es wohl bald als Sonderdruck ein "Weißes Album" geben.
 


Geduldig hinter ihrer eigenen Sänfte hertrabend, haben die Abrafaxe die Hafenstadt Hakodate erreicht. Sieht etwas lumpig aus da, erinnert irgendwo an den russischen Untersee-Schrott-Hafen bei Murmansk.
Meister Toru wird schon von einem einäugigen Steuermann erwartet. Da die Faxe für die Passage keine Barschaft nachweisen können, sieht's braun aus. Ein Walfänger mit Captain Ahab läuft nur in Richtung Beringsee aus und von einem französischen Segler erfahren sie, dass Staatenlose nicht transportiert werden dürfen.
Es wird Zeit, dass sich die Abrafaxe endlich mal zu einer geografischen Herkunft bekennen. Sie sind zwar überall zuhause, aber irgendwo müssen sie doch ihre Wurzeln haben. Sollte es doch nur das "Koboldland" sein?
Jedenfalls bleibt ihnen als letzte Hoffnung der chinesische Kapitän Wan-Ten (Vorname: "ab in die").

Zuvörderst muss Califax aber seinen Magen besänftigen. Die Angeltour bringt nur einen alten Goldhelm ans Licht, leider wird das zu spät bemerkt. Für den Deckel gibt's in der nächstgelegenen Lokalität wenigstens eine Mahlzeit. Der Wirt ist ein Kenner und ordnet den Kopfputz der "Schlacht von Hakodate" zu, einer recht ordentlichen Rauferei, deren historisch korrekter Beschreibung zwei Seiten des Heftes geopfert werden.
Als ein Gast aufbricht, werden die Abrafaxe wieder in die Realität zurückgeholt. Es ist Wan-Ten, der Kapitän des Roten Drachen, der sich auf den Weg macht. Die Abrafaxe heften sich an seine Fersen. Noch während man grübelt, wer denn den Kapitän ansprechen soll, werden der und sein Begleiter von zwei Ninjas überfallen und außer Gefecht gesetzt. Die Abrafaxe identifizieren sie als die beiden Halunken Ori und Gami, welche wieder mal nach einer ihrer beliebten Brandstiftungen das Weite suchen. Brabax stellt fest, dass die beiden Schiffer noch lange unpässlich sein werden und Ersatz notwendig wird. Sie eignen sich deren Kleider an und paddeln auf einem Fass zur Dschunke.
Dank ihrer Verkleidung und der Finsternis werden sie von der Mannschaft akzeptiert und dürfen an Bord kommen. Toshiko, die Tochter des Samurai fällt auf den Schwindel nicht herein. Zur besseren Tarnung malt sie Brabax noch einen Bart an. Am nächsten Morgen irrt das Schiff durch einen Schneesturm. Dank der richtungsweisenden Schatulle können Brabax und sein Untermann die einem Kapitän zukommende Kompetenz an den Tag legen und die Südrichtung vorgeben. Es funktioniert sogar, bald kommt die Küste von Honshu in Sicht. Califax geht in seiner Rolle als Koch total auf und serviert den Passagieren ein abendländisches Nationalgericht.

Das wird leider nicht so gut angenommen, aber der Hunger treibt's den Japanern rein.
Nun kommt wieder der Erklär-Bär zu Wort und macht uns mit den Gepflogenheiten der japanischen Küche vertraut.
In der Zwischenzeit haben sich die Abrafaxe bei der Besatzung irgendwie doch verdächtig gemacht.
Califax ist wieder an den Herd zurückgekehrt und versucht nun auf japanisch zu köcheln. Auch auf einer Salz-Dschunke kann in der Küche selbiges mal knapp werden. Im Laderaum begegnen ihm viele Fässer. Während er versucht, mit einem Schiffshaken den Deckel einzustoßen, ragt das andere Ende durch die Gräting auf Deck und bringt das Wan-Ten-Duo zu Fall. Abrax entgleitet die Schatulle und rollt dem Ober-Ninja direkt vor die Nase.
Jetzt ist große Abrechnung angesagt. Califax will seinen Gefährten zu Hilfe eilen und gibt nun den dritten Deliquenten.
Immer auf die Kleinen!
Nur Toshiko setzt sich für die drei ein, sie wird immer sympathischer. Die Ratte rettet die Situation, ob nun absichtlich oder nicht, indem sie Califax' Kellerlicht in ein offenes Fass wirft.
Schießpulver brennt scheinbar besser als Salz.
Da die Abrafaxe aber sowieso über Bord geworfen werden sollten, haben sie bei der Schiffsexplosion nicht viel Miese gemacht.



Fazit:

 
An dem Heft gibt's nichts auszusetzen, im Gegenteil.
Alles perfekt zu Papier gebracht und spannend verpackt.
Als einzigen Fremdkörper unter den Darstellern konnte ich Gregory Peck identifizieren.

 

 © Copyright 2000-2017 Orlando Seitenanfang | HomepageeMail | Impressum