Homepage |  | Comics |  | zurück  


 

 


331 Die Erde bebt Juli 2003



Toru sitzt mit seinem alten Kriegskameraden Ibuse in dessen Amtsstube bei einem Kübel Sake, den sie gerade umweltfreundlich zu entsorgen suchen. Beide plaudern über alte Zeiten.
Toru wird in schwarz-weiß erklärt, warum der heutige Ortsvorsteher Ibuse Yasonari nicht mehr auf Seiten des Shogunats steht. So brühen sie wacker bis in die tiefe Nacht.

Die Abrafaxe und Toshiko hatten keine Gelegenheit, dem schönsten Reis-Produkt der Welt zu verfallen, sie wachen vor der Fischerhütte auf. Irgendwie müffelt es in der näheren Umgebung, der Grund liegt in den am vorigen Abend nicht mehr verputzten Fischen. Wahrscheinlich muss ein Sprichwort neu geschrieben werden: "Gäste und Fisch stinken nach einer Nacht."
Mit einem Trick gelingt es Califax, sich vor der Kadaverentsorgung zu drücken, er geht mit Toshiko ins Dorf.

Abrax gräbt den toten Fischen eine Grube und Brabax packt derweil Torus Habseligkeiten aufs Pferd.
Als plötzlich alle Tiere wunderlich werden, fällt auch Abrax und Brabax das Herz in die Hosen. Torus Gaul gibt mit ihrer Ausrüstung und der wertvollen Dose Fersengeld, der Lasso-Fang misslingt.
Plötzlich tut sich die Erde auf und verschlingt die beiden Faxe. Statt sich eine Liane zu greifen, packt Abrax nur eine Schlange am Schwanz. Die kann den Absturz auch nicht bremsen.

Auch Ori und Gami, gerade in der Nähe, sind nicht ganz gleichgültig geblieben. Bevor sie die Erdspalte erreichen, erblicken sie das von Abrax so schön hergerichtete Grab mit einem für alten Fisch untypischen Kreuz. Die vorgefundene Jacke deutet anhand ihrer Konfektionsgröße auf das Ableben eines Abrafaxes hin. Leider ist die Dose nicht zu finden, sie vermuten, dass der Samurai sich damit verkrümelt hat.
Da hören sie die Hilferufe aus den Tiefen der Spalte.
Abrax und Brabax werden nicht ganz uneigennützig gerettet und gleich darauf einer Ganzkörpervisitation unterzogen. Auch hier ist die Dose nicht zu finden. Brabax und Abrax lügen, was das Zeug hält; natürlich hat Toru die Dose, und der ist auf dem Weg zurück nach Nikko. Ori und Gami glauben die Geschichte sogar und machen sich an die Verfolgung Torus. Vorher versetzten sie Abrax und Brabax noch in Angst um Califax, den Ori und Gami ja für tot halten müssen.

Abrax und Brabax wollen sich nun in Richtung Dorf durchschlagen.
Dort sieht's auch nicht zum besten aus, vieles ist kaputt.
Toru hirscht in seinen Sumo-Schlüpfern ungestylt durchs Gelände und verrichtet seine Morgentoilette. Nachdem er seine Matte ordentlich zur Antenne hochgezwirbelt hat, kann man ihn auch wieder erkennen.
Ibuse hält Califax für Toshikos Macker und macht erneut Anspielungen auf den Charakter einer "Feuerpferd-Frau". Die Auflösung dieses Problems bleibt uns vorerst verschlossen. Ich habe nur mal gelesen, dass ein Ratten-Mann auf gar keinen Fall eine Feuerpferd-Frau heiraten sollte.
Als Toru erfährt, dass das Epizentrum des Bebens am Bergsee lag, treibt ihn die Sorge um die beiden abgängigen Faxe und natürlich auch um seine Rüstung ins Katastrophengebiet.

Abrax und Brabax haben sich inzwischen in der Wildnis hoffnungslos verfranzt und wetteifern mit ihren Pfadfinderkenntnissen. Fragwürdig ist, ob ihre europäischen Orientierungsregeln auch in Fernost zutreffen.

Die Suche nach der richtigen Himmelsrichtung gerät ins Hintertreffen, als die beiden Stimmen vernehmen. Was sie da zu hören bekommen, deutet auf brutale Handlungen hin. Da ist von gefundenen Augen die Rede und von gebrochenen Extremitäten. Es stellt sich aber alles als völlig harmlos heraus, die Körperteile gehören nur den Puppen einer Gauklertruppe.
Es ist die japanische Ausgabe der Muppet-Show, geleitet von einem gewissen Ji Mhensen. Durch das Erdbeben haben auch diese Leute stark gelitten. Mit Abrax und Brabax Hilfe gelingt es, den Theaterkarren wieder flott zu machen.
Zur Überbrückung der Reparaturzeit folgt für den Leser eine Einführung in die japanische Puppenspielkunst.
Abrax und Brabax ziehen mit den Spielern weiter nach Kamakura, wo das nächste Spiegelstück zu finden sein soll. Califax weiß schließlich davon und wird sich hoffentlich auch dorthin begeben.

Als Califax, Toru und Toshiko am Bergsee ankommen, erschrecken sie vor dem frisch geschaufelten Hügel. Califax muss Gewissheit haben und beginnt mit der Exhumierung des Vergrabenen. Doch ein Nachbeben macht seine Absicht zunichte. Beinahe wäre es auch sein Grab geworden, wenn nicht Toru geistesgegenwärtig beigesprungen wäre. Da hat Califax ja noch mal Glück gehabt. Bei diesem Bergrutsch hätte nicht mal mehr Rosmarinextrakt geholfen.

Ori und Gami haben mittlerweile auch geschnallt, dass sie betrogen wurden. Sie machen sich an die Verfolgung von Abrax und Brabax.
Wieder einmal sind die drei Abrafaxe in zwei Gruppen unterwegs.
 


Fazit:
 
Ein gelungenes Heft mit hervorragendem Wortwitz und einer gehörigen Portion Spannung. Lustig auch der running gag mit dem Karpfengrab. Als Zugabe gibt es ein pupsendes Eichhörnchen und einen Karateschlag durch die Bildumrandung. Endlich auch wieder mal eine randlose Seite 42.

 

 © Copyright 2000-2017 Orlando Seitenanfang | HomepageeMail | Impressum