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332 Falsches Spiel August 2003



Abrax und Brabax haben sich der wandernden Puppenbühne angeschlossen. Es geht in Richtung Kamakura, dort hoffen die beiden auf ihren Califax zu treffen.
Der Veranstalter des Theaterstücks (kurioserweise im Theater "Mosaik") wartet schon ungeduldig. Da durch das Erdbeben Bunraku-Kens Puppen ramponiert wurden, versucht sich der Künstler in Ausflüchten und unattraktiven Vorschlägen. Kibeshi, der Theaterdirektor, droht mit Harakiri, hat aber angesichts der Abrafaxe eine gute Idee. Sie scheinen anatomisch ausgezeichnet in seine Vorstellung von interessanten Theaterpuppen zu passen. Abrax und Brabax lehnen dieses Ansinnen strikt ab, sie sind schließlich keine Kasper. Nicht einmal eine erhöhte Gage lässt sie einlenken. Doch kurz darauf laufen die Beiden ihren Verfolgern Ori und Gami vor die Füße. Das verleiht der Angelegenheit ein völlig neues Gesäß. Aber erst mal gilt es, die beiden Geheimdienstler abzuhängen. Die Flucht führt leider in eine Sackgasse. Letzte Rettung bringt ein Sänftendach als Trampolin. Der eine Sänftenträger ist, scheint's, passionierter Mosaik-Fan (blaues Variant-Cover). Jedoch Oris und Gamis Leibesfüllen durchschlagen das Dach, was die Verfolgung erst mal unterbricht.
Abrax und Brabax erinnern sich an Buraku-Kens Offerte.
Zwar sind sie wirklich keine Kasper, aber sie sind früher immerhin Mitglieder der Italienischen Komödie gewesen.

Also schnellstens ins Theater, wo Kibeshi schon dem Wurf einer Hühnerfrucht ausgesetzt ist. Da es pressiert, lehnen Abrax und Brabax eine Einführung zum Stück ab, sie wollen einfach das tun, was ihnen aufgetragen wird.
Mit einem netten Gedicht gibt der Manager die Bretter frei. Es ist ein Stück für recht einfache Gemüter. Heute würde das auf irgendeinem nicht nennenswerten Privatsender als "Doku-Soap" laufen. Immerhin liefert es den Beweis, dass Abrax und Brabax hetero sind, oder etwa doch nicht, denn Abrax macht beim Bruderkuss die Augen zu ?!
Ori und Gami haben die Spur ins Theater verfolgt und schnüffeln durch den Zuschauerraum. Da Abrax und Brabax so gut in das Bühnenbild integriert sind, müssen sie unverrichteter Dinge wieder abziehen. Aber auf der Straße erleben sie eine große Überraschung. Dort kommen Toru, Toshiko und Califax angetrottet. Toru ist nach wie vor der Ansicht, dass Abrax und Brabax ein paar Fuß tiefer liegen.
Doch zuerst rückt die hungrige Wandertruppe in ein Wirtshaus ein. Ori und Gami folgen den Dreien, um Neuigkeiten von der Dosenfront zu erhaschen.
Oris großer Lauschangriff entpuppt sich als Griff in die Mottenkiste von Alfons Zitterbacke. Nicht jeder ist in der Lage, einen echten McGyver zu geben. Von einem Bindfaden, einer Laterne und einem Mund voll Milchreis kann man keine Wunder erwarten. Trotzdem funktioniert es wenigstens in der Theorie.
Ori und Gami erfahren nun, wo die restlichen Dosen (hier noch pfandfrei) zu finden sind.
Dummerweise unterbrechen zwei Vögel auf der langen Leitung die Informationsübertragung. Gerade in dem Moment, in dem man die Bedienungsanleitung zum Öffnen der Büchsen empfangen will. Das kann zu einer schweren Fehlfunktion der Dosen führen, aber warten wir es ab.
Abrax und Brabax verabschieden sich von Buraku-Ken, um ihren Weg nach Kamakura fortzusetzen.
Reisegeld dürfte aufgrund der hohen Gage ausreichend vorhanden sein.

Kurz darauf passiert Torus Reisegesellschaft den gleichen Punkt mit gleichem Ziel.
Zwei berittene kaiserlich-deutsche Entwicklungshelfer überholen die Drei und bespritzen Toshiko mit Straßenkot. Toru erwartet eine angemessene und unterwürfige Entschuldigung von den gai-jin. Heinrich von Himmelgut, so des einen Name, tut das auch sehr artig und überreicht seine Karte. Toru ist aber gar nicht besänftigt, er zerreißt das gute Stück.
Vom heutigen japanischen Visitenkarten-Ritual ist hier noch nichts zu erahnen.
Califax hat sich inzwischen in die Büsche geschlagen und stopft sich den Hals mit Beeren voll. Toru und Toshiko sind entsetzt. Bei schwülem Wetter treibens angeblich Gespenster im Gebüsch, so genannte Rokuro-kubi. Das sind Gestalten, die Kopf und Rückenmark vom restlichen Körper trennen können. Califax wird weiter mit derartigen Gespenstergeschichten voll gestopft, vergisst aber darüber seinen gesegneten Appetit nicht. Bei Einbruch der Dämmerung kommen sie an ein altes Haus mit einer geheimnisvollen Warnung. Ein hungriger Califax ist wie immer unbelehrbar und so betritt er die finstere Spelunke. Über dem Feuer hängt ein Kessel mit lecker Pfifferlingsragout. Doch der bedrohliche Schatten an der Wand wirkt weniger einladend. Das könnte die separierte Rübe eines Rokuro-kubi sein.
 


Fazit:
 
Im Laufe der Handlung werden wir an viele Hits der Neuen Japanischen Welle erinnert.
Die Besudelung von Toshikos Kleid hätte zum Anlass des Wäschetauschs genommen werden können. Bei der Gelegenheit wäre ein anders Muster vorteilhafter, durch die Fill-Funktion wirkt der Stoff zu gleichmäßig geringelt.
Die Gesichter der Nebenfiguren sind wie immer recht ausdrucksstark.
Wieder mal ein nettes Heft.

 

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