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333 Der seltsame Passagier September 2003



Es ist das Heft der Überraschungen.
Der bedrohliche Schatten gehörte also doch nicht dem alten japanischen Hausgötzen Kakerlaki. Nein, erste Überraschung, den Schatten warf Freund Blase mit seinem großen Löffel.
Doch der Reihe nach.
Als sich Califax die erste Schaufel Pilze in seinen Suppenschlitz schiebt, kringelt sich sofort die Zunge des Gourmands voller Pein und er spuckt zurück in den Kessel, so was täte nicht mal Bio. Eigentlich sind ihm nur zwei Personen bekannt, die derart miserabel kochen: Abrax und Brabax.
Und schon erscheinen sie im Bild. Die Ratte unterstützt Califaxens Vorwürfe und mimt den schwer Vergifteten. Das Gelächter der drei lockt dann auch die Hasenfüße Toru und Toshiko ins Haus. Letzten Endes stammte die Geisterwarnung doch nur von Abrax und Brabax.
Da Toru an den Abrafaxen noch seine Schuld abarbeiten will, verspricht er, die drei nach Kamakura zu begleiten.

Im unweit gelegenen Hafen von Chiba hat Kapitän Hiroshi Zoff mit einem Passagier, welcher sich van Orten nennt (japanisch klingt das lustiger: Fanoten).
Der Kerl tyrannisiert auch die Schauerleute, die seinen Kram aufs Schiff bringen. Doch der Kapitän kann's auch nicht ändern, wenn der Dampfantrieb der "Fujiferry" defekt ist.
Und hier kommt die zweite Überraschung, die beiden preußischen Ingenieure Heinrich und Ludwig haben ihren (immerhin erwarteten) Auftritt. Sie sollen eigentlich der japanischen Eisenbahn zum Durchbruch verhelfen, packen aber auch hier gern mit an. Van Orten macht den beiden Stress und wird sogleich vom Gott des Dampfes bestraft, er bekommt von der Maschine einen fetten Bolzen ans Haupt geknallt.

Das schickt ihn umgehend auf die Planken. Er soll bis zum nächsten Morgen erst mal ordentlich abhängen, dann will ihm Hiroshi einen Arzt besorgen. Schließlich ist "Fanoten" ein bestens zahlender Kunde, angeblich handelt er mit Seidenraupen.

Auch die Abrafaxe sind am Morgen mit Toru und Toshiko im Hafen angelangt. Da nur Fähren nach Tokyo oder Yokohama ablegen, müssen sie die Reise nach Kamakura über eine dieser Städte fortführen. Der gute Heinrich, mutmaßlich in Toshiko verliebt, hat die Unterhaltung von Bord der "Fujiferry" aus mitbekommen und ruft die Gesellschaft zur Mitfahrt an Bord. Die Abrafaxe sagen sofort zu, Toru muss seiner Ehre folgend, natürlich ebenfalls mit. Einziger Hinderungsgrund ist noch van Orten, der auf den Arzt wartet. Doch wo Califax mit seinem Extrakt ist, dort hat ein Arzt nichts mehr zu vermelden. Gehirnerschütterung ist für ihn eine der leichtesten Übungen. Als erste Diagnose stellt er fest, dass die gesamte Kopfbehaarung des Deliquenten gefälscht ist.
Dann verabfolgt er dem Patienten sein Wundermittel.
Nun kann das Schiff endlich ablegen. Doch noch ein weiterer Passagier will mitkommen. Das Einschiffen gelingt nur mit erheblichen Anstrengungen. Es ist ein gewisser Jiiji Omichi.

Die beiden Schattenkrieger Ori und Gami haben die Gegend um Kamakura längst erreicht. Doch dem zeitlichen Vorteil steht entgegen, dass hier eine Unzahl Schreine und Tempel vorhanden sind, die erst mal durchsucht sein wollen. So nah vor dem Ziel baut sich zwischen Ori und Gami ein gesundes Misstrauensverhältnis auf. Dann beobachten sie einige zwielichtige Gestalten beim illegalen Entwenden einer Jizo-Figur.
Die dritte Überraschung: der Jizo hält eine Blechdose in der Hand. Ori und Gami greifen ein, mit ihren knitterfreien Reisstrohhüten setzen sie zwei Räuber außer Gefecht. Den dritten, Harua mit Namen, versuchen sie einzuschüchtern, doch in ihm haben sie ihren Meister gefunden. Fettbacke arbeitet ebenfalls mit Geheimdienstmitteln, er schläfert die Ninjas mit indischem Hanfgas ein. Aus seinem Selbstgespräch ist zu schließen, dass er für van Orten malocht, seine Kumpane lässt er links liegen.

Auf der "Fujiferry" ist gegen Abend alles im grünen Bereich. Van Orten ruht noch, die anderen frönen ihren Hobbies.

Das heißt auch, Himmelgut macht Toshiko den Hof. Dies missfällt natürlich unserem Toru, und er entzieht seine Feuerpferdtochter dem schädlichen Einfluss des Preußen.
Doch die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da ...
Das sagt sich auch Omichi, der einer konspirativen Tätigkeit nachzugehen scheint. Er durchsucht das Zimmer von van Orten, doch dieser wacht auf und schlägt Omichi zu Boden. Da sich der demaskierte van Orten entdeckt glaubt, muss er das Schiff verlassen um seine unfeinen Geschäfte abzuschließen. Zu diesem Zweck kapert er ein Fischerboot und wird nie mehr gesehen.
Im Hafen von Tokyo angekommen, erwartet schon die Hafenpolizei das Fährschiff. Die Polizisten suchen van Orten, doch der ist längst über alle Berge. In seinem Bett liegt ein gut verschnürtes Bündel, das als Kommissar Omichi identifiziert wird.
Der Polizist klärt uns auf: van Orten ist ein berüchtigter tomb raider, der als Handelsvertreter getarnt seinen finsteren Machenschaften nachgeht. Erst kürzlich ließ er einen Jizo rauben. Wenigstens wurde die Diebesbande geschnappt, leider ohne Beute. Und der Halunke tritt unter verschiedenen Namen auf: Caspar van Orten, Sam Ironside, John Ferrando, Simon Black und ...
Die Abrafaxe sind sich sicher: der richtige Name ist Ferrando. Und das ist die vierte Überraschung: es ist der Verblichene von Mrs. Ferrando aus der Amerika-Serie. Er hat gerade die Büchse gestohlen, die die Abrafaxe schon lange bei sich tragen und die sie aus der Zukunft mitgebracht haben.
Nach der Kamakura-Dose können also Ori und Gami suchen bis sie schwarz werden.
Weiter gehts nach Nara und Kyoto.
 


Fazit:
 
Rund um gelungen, das Ganze.
Ein herrliches Doppelwimmellbild auf den Seiten 10/11, hier die Kuriositäten aufzuzählen, wäre zu umfangreich.
Um wenigstens zwei Crossies zu erwähnen:
Im Hafen von Chiba schlendert der spinach-eating sailor man und in Tokyo lümmelt das Lieblingstier vom Kleinen-Arschloch-Erfinder, Hein Blöd ist allerdings nicht zu entdecken.
Oder ist es der Taucher?

 

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