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335 In den Straßen von Tokyo November 2003



Abrax und Brabax befinden sich im Hause des japanischen Gelehrten Fukuzawa Yurichi. Doch wie es scheint, profitiert Fukuzawa vom Gespräch mehr als die Abrafaxe. Immerhin erklärt er den beiden die Zusammenhänge der Holztafeln, Dosen und Spiegelstücken.
Und er lüftet den Schleier über der Leuchtkraft der Scherben. Im Inneren der Scherben
scheint sich unirdisches Material zu befinden. Abrax mutmaßt Zusammenhänge von Sahara und Meteoriten. Da war doch schon mal was vor etwa 45 Jahren ?!
Fukuzawas Angebot zum Lunch lehnen die Abrafaxe dankend ab, schließlich haben sie noch einen Termin am Kohlehafen.
Mit gegenseitigen guten Ratschlägen verabschiedet man sich voneinander.

In der Ringer-Schule bekommt man die elementaren Regeln der Sumo-Kunst vermittelt. Doch so harmlos wie Mitsuo Glauben machen will, ist das Geschäft scheintbar doch nicht. Gar schröckliche Hilferufe schallen aus der Küche heraus. Während Mitsuo in die Kombüse stürmt, um Schlimmeres zu verhindern, erfährt Toshiko von ihrem Vater, dass die Reise nach Kyushu doch bald weiter geht. Sehr seltsam, das Ganze!
Der Chef de Cuisine wird gerade in seiner eigenen Suppe ersäuft, denn die Ringer sind mit dem Gebräu nicht zufrieden. Der arme Kerl erinnert fatal an Mr. Mugridge. Gut, dass man an Land ist. Auf einem Schiff wie der "Ghost" wäre ihm Kielholen sicher gewesen. Califax wittert seine Chance, sich einen Namen zu machen. Außerdem ist es immer vorteilhaft, sich ein paar Sumos zu Freunden zu machen.

Er hat auch schon eine Idee, wie man die Suppe mit wenigen Schweinen und Hühnern auf Vordermann bringen könnte.
 Califax bittet Mitsumo nur, seine Freunde am Kohlehafen zu informieren. Dies soll ein leicht stotternder Ringer namens Ko-Ko-Shima übernehmen. Er findet die beiden auch sofort und Brabax beweist, dass man aus drei gestotterten Silben ganze Sätze rekonstruieren kann.
Für den Rückweg zur Sumo-Schule wird die Pferde-Tram genommen. Dank Ko-Ko-Shima lässt sich der Inhalt der vollen Tram nochmals gut verdichten. Leider kommt man nicht weit, denn auf den selben Gleisen naht der Gegenzug.
Im Wagen gegenüber sitzen auch zwei alte Bekannte, Hagira und Takeshi.
Die Abrafaxe versuchen zwischen den Kutschern zu schlichten. Ein anwesender Pressefotograf, Fujii Nikon, will die possierlichen Kerlchen auf die Platte bannen. Er weiht die beiden auch gleich in die Anfänge der japanischen Telekommunikation ein, Prototypen dampfbetriebener Mobiltelefone der Firmen Toshiba, Fujitsu und Sony. Durch die unerwartete Publicity werden die Abrafaxe auch von Takeshi wahrgenommen. Dieser bestellt sogleich ein paar Abzüge beim Fotografen.

Im Zentralgefängnis von Tokyo ist man eben dabei, Ori und Gami, die auf unglückliche Weise in Staatsgewahrsam geraten sind, wegen Diebstahl und schwerer Tempelschändung abzuurteilen.
Wir erleben hier, dass es neben Sushi noch andere japanische Schnellgerichte gibt.
Oris vorlaute Zunge verschärft die Strafe von leichter Zwangsarbeit bis zur drastischerenTodesstrafe. Das sofort einberufene Standgericht verfehlt die beiden ausweichenden Deliquenten. Warum aber sechs Schützen elf Kugeln abdrücken können, bleibt ein Geheimnis.
Der Richter, der dummerweise in der Schussbahn sitzt, kriegt einen Treffer, glücklicherweise nur Theater-Blut. Die Gunst der entladenen Gewehre nutzen Ori und Gami zur Flucht. Ihr Ziel ist das Haus einer weiteren Top-Agentin namens O-Kiko. Das Mädchen kann so gefährlich nicht sein, denn es spielt gerade mit einer Holzeisenbahn.

In der Ringer-Schule läuft die letzte Trainingsrunde. Rechtzeitig zum Boxen-Stop tafeln Califax und der gestürzte Koch die Kalorienbombe auf. Bei der Gelegenheit erfährt Califax aus gewichtiger Quelle, was es mit der Feuerpferdfrau auf sich hat.
Da Califax sämtliche Vorräte der Schulküche aufgebraucht hat, muss Nachschub besorgt werden. Und ordentlich Schwein gibt's nur im Interhotel "Hoterukan". Das ist die Absteige der ausländischen Gäste von Tokyo.
Califax überredet Toshiko zu dieser Aufgabe. Er hat es nicht sonderlich schwer, denn schließlich logiert da auch ein interessanter preußischer Ingenieur. Toshiko putzt sich für dieses Geschäft ordentlich heraus, mit einem neuen Kimono von Fer-Rutschi.
Die Doppelseite mit dem Ausländerwohnheim bietet allerhand Überraschungen. Da wohnen unter anderem Joszef Eötvös und Spirou mit Fantasio. Auf der Straße lungert ein bedröhnter Seemann, der sich laut Tätowierung zum anderen Ufer begeben hat.
Und dann stimmt es einen froh, ein Lebenszeichen der abgängigen Ratte zu entdecken.

Im Hotel wird Toshiko vom Portier an Monsieur Ranvie verwiesen. Und richtig, es ist der alte Bekannte aus dem Orient-Expreß. Kein Wunder, denn man hält sich in etwa der gleichen Zeit auf. Ob wohl die Abrafaxe mit ihm zusammentreffen werden? Nachdem Toshiko ihre Bestellung losgeworden ist, begibt sie sich zum Zimmer des Preußen, eine Love-Story scheint ihren Anfang zu nehmen.
Recht unschicklich für eine Tochter aus besseren Kreisen, aber letztlich ist es ja eine Feuerpferdfrau. Und die sollen mitunter auch egozentrisch sein ...

Ori und Gami haben vor ihrem Abteilungsleiter abgekniet, sie erwartet auf Grund ihres Versagen nichts besonders Gutes.
Aber, wer die Firma liebt, der wird auch an Harakiri seine Freude haben.


Fazit:
 
Hab' nix zu meckern, die Geschichte ist nach wie vor spannend und lustig.

 

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