Homepage |  | Comics |  | zurück  


 

 


347 Unter falscher Anklage November 2004



Wegen widerlicher Südwinde sind Umberto Mobile und Mario immerhin schon in der Gegend von Archangelsk angelangt. Ok, nicht ganz in Bombay, aber nah dran.
Der Auftrieb wird langsam knapp, obwohl sie sich selbst als Ballast abwerfen, geht auch der Ballon im Eis nieder. Ein einheimischer Bär fühlt sich aufgefordert, den beiden ordentlich zuzusetzen. In letzter Sekunde wird der Eisbär allerdings hinterrücks abgeknallt. Sein brechender Blick verrät Erstaunen. Auch die Ballonfahrer sind erstaunt, mitten im Eis ein Schiff vorzufinden. Und auch die Schiffer sind erstaunt, dass das Duo Mobile hier notlandet, schließlich kennt man sich gut.

Weitere Abenteurer sind allerdings schon in Bombay angekommen. Hier liegt zwar kein Schnee, aber auch ihre Aussichten sind nicht besonders rosig.
Madame de Beauteville wird gerade von einem Offizier des britischen MI6 peinlich verhört. Beim gestrigen Essen einiger Reisender mit dem Gouverneur Lord Sandhurst im "Taj-Mahal" sind diverse Geheimdokumente verschwunden.

Die kleptomanischen Neigungen der jungen Frau sind uns ja schon hinreichend bekannt. Doch die aalglatte Angelique kann sich aus der Umklammerung von 00Caine schnell befreien. Sie bezichtigt mit Unschuldsmine alle anderen Mitesser. Der Colonel tappt in die Falle und schickt seine Häscher nach den Abrafaxen, Hummingford und Ribbeck aus. Lord Hummingford als Ex-Oberhäusler ist über die Festnahme not really amused, das hilft ihm aber auch nicht.
Während Califax mit einem Gewürzhändler fachsimpelt, werden Abrax und Brabax ebenfalls aufgegriffen. Califax kann's nur zur Kenntnis nehmen. Da der Gewürzhändler auch ein Verehrer der Ratte an sich ist, beschließt er, Califax beizustehen. Mit Betel-Farbe ist aus Califax schnell ein Sarotti-Mohr gezaubert, orientalische Kleidung vollbringt den Rest. Califaxens Odyssee durch Bombays Gassen endet vor dem Geheimdienstquartier. Die örtliche Affenplage macht nicht nur dem schottischen Wachregiment zu schaffen, auch Califax wird stark bei der Aufklärung der Örtlichkeit behindert.
Des Colonels Verhör von Abrax, Brabax, Hummingford, James und Ribbeck wird gekrönt durch die Leibesvisitation. Und siehe, bei allen finden sich einzelne Seiten des Geheimdokumentes an. Nun entlässt der Colonel Angelique katzbuckelnd in die Freiheit. Als Haftentschädigung gibt es eine Schiffspassage auf der "Queen Mary". Bald stellt der Colonel fest, dass noch eine Seite fehlt: logisch, dass die nur Califax haben kann.
Im Verhörzimmer berichtet Ribbeck von seiner bisherigen Reise mit Rock E. Feller. Bei der Querung des Kaspisees reizt Ribbeck einen Schmugglerkahn derart, dass ihr eigenes Schiff notstranden muss.

Weiter geht's auf dem Rücken der Pferde. Sie gehen kurzzeitig vor den Karamasows in Führung, werden aber als Spione von den Russen an der persischen Grenze festgenommen. Karamasow haut sie wieder heraus. Dafür haben Russen auf einem englischen Schiff keine guten Karten. Sie müssen am Ufer zurückbleiben.
Mit List und Eisensäge lässt Ribbeck seinen Gönner Feller über Bord gehen. Dabei nimmt er dessen nassen Tod leichtfertig in Kauf.

Califax hat mittlerweile im Handstreich seine Mitreisenden befreit. Nach Outfitwechsel beim Gewürzhändler begeben sie sich zum Bahnhof. Bei den Fahrkarten reicht es gerade für die dritte Klasse, James muss zu seinem Bedauern ins Frauenabteil, aber für eine Braut ganz ok.

Auf der "Queen Victoria" (komisch, vorher war's noch die "Queen Mary") gibt sich Angelique ihrem Gatten als große Intrigantin zu erkennen. Aber der scheint's immer noch nicht zu schnallen, der Gute.
 
Einen Oberhalunken braucht die Story gar nicht, jeder tut was er kann.
Auf der nach oben offenen Fiesheits-Skala haben schon einige Platz genommen:
1. Erich Ribbeck (schon echt schurkisch)
2. Angelique de Beauteville
3. Lord Hummingford
Der Rest verhält sich noch relativ unauffällig.
Louis de Beauteville ist fast zu schade für diese Welt.

Es gibt wieder viele lustige zeichnerischen Einlagen und einige alte Bekannte aus Comic und Film.

 

 © Copyright 2000-2017 Orlando Seitenanfang | HomepageeMail | Impressum