Homepage |  | Comics |  | zurück  


 

 


349 Unter Piraten Januar 2005



Im Golf von Bengalen

Man denkt an nichts Böses, aber da kommt's schon knüppeldick. Der Don ist da - der begnadetste Apokalyptiker aller Zeiten. Wen wundert es, er kommt mit einem Piratenschiff daher, das jede Bundesmarine-Fregatte vor Neid erblassen lassen würde. Wie man hört, befindet er sich auf Abrafaxe-Jagd. Dass er ihnen auf der Spur ist, hat er seinen beiden Gefangenen Angelique und Louis zu verdanken. Konkreter gesagt, den unsäglichen Journalisten, die über alles tratschen müssen.
Don Ferrando ist sich sicher, durch diesen hohlen Golf müssen sie kommen.
Ist der Don wirklich so schlimm? Ist er natürlich nicht. Er ist viel schlimmer.

Ein paar Tage vorher ...

Califax versucht - anscheinend vergeblich - mit seinen gepriesenen Kochkünsten einen Schiffer zu überreden, die Drei über den Golf von Bengalen nach Ayutthaya zu bringen.
Das Gespräch mit einem Kaufmann lässt sich da wesentlich erfolgreicher an. Als der erfährt, dass die Reisenden aus Isfahan kommen, fällt dem Kaufmann die Vergangenheit auf den Kopf. Und als Califax dann auch noch das Amulett von Omid und Fatima aus dem Ärmel zieht, outet sich der Krämer als leiblicher Vater der beiden Kinder.

Die Familienbande sind größer als seine Raffgier und er beschließt, nach Hause zurückzukehren.
Aus Dankbarkeit kauft er dem Schiffer den Kahn ab und schenkt ihn den Faxen. Die hoffen nun, dass sie mit Hilfe des Segelbootes noch vor Ribbeck, Feller und den Karamasows bei den Siamesen ankommen. Die läppischen drei Tage Überfahrt könnten eigentlich nur durch Sturm oder Piraten erschwert werden.
Und da ist er schon, der Sturm - mit den Piraten im Schlepptau.
Califax wird als erster seekrank und geht über Bord. Abrax will ihn aus den Fluten ziehen, dabei haut er aber Brabax das Paddel vor die Kauleiste, dass auch dieser baden gehen muss. Damit auch Abrax endlich ins Wasser kommt, trennt der Don mit seinem Schlachtschiff das Boot in zwei Teile.
Ferrando lässt die drei aus dem Meer fischen, um sie seiner Rache zu erhalten. Abrax bemerkt als erster, wem sie ihr vorläufiges Leben zu verdanken haben.
Wenig später finden sich die Drei nebst Ratte im Kohlebunker wieder. Damit sie sich ihre Passage auch abarbeiten können, tauscht sie der Don gegen das bisherigen Heizerpärchen Beauteville aus. Louis und Angelique werden zum Dank für ihre Hilfe mit einem Boot ausgesetzt.

In Kalkutta

Im Hafen treffen wir auf die eben angekommenen Karamasows und Feller. Um nichts anbrennen zu lassen, wollen sie sich sofort um die Weiterfahrt ins Siamesische Königreich bemühen.
Tenka spielt im Hafen derweil mit einem possierlichen Mungo. Nach Shir Khan im letzten Heft eine weitere Anleihe bei Kipling. Tenka und Riki-Tiki-Tavi retten sich gegenseitig vor der bösen Nag. Wobei man Tenkas wenig artgerechten Umgang mit der Kobra stark bemängeln muss.
Durch sorglose Hafenarbeiter wird Tenka mit einem Bündel Baumwolle auf einen Frachter verladen. Das kann wegen der Bockigkeit von Hafenarbeitern und Bootsmann nicht rückgängig gemacht werden.

Feller bleibt nichts anderes übrig, als den Frachter zu kaufen. Das hat auch ein Gutes, man kann einen Tag früher nach Ayutthaya ablegen. Finanziell gesehen, scheint Feller der "Phileas Fogg" der Truppe zu sein.

Auf dem Don'schen Piratenschiff

Bei Don Ferrando war eben noch die Freude groß über den herrlichen Dampfdruck, ebenso die Verachtung für die schuftenden Faxe, da verschnauft sich der Kahn plötzlich.
Nun kommen schlimme Ahnungen in ihm hoch, er hätte seine ärgsten Feinde doch nicht mit dem sensiblen Herzstück seines Schiffes alleine lassen sollen.
Der Countdown läuft aber schon. Die Explosion ist nicht zu verhindern. Auf Grund ihrer Nähe zum Epizentrum, fliegen die Abrafaxe am höchsten.
Ob das Schicksal des Dons wieder mal besiegelt ist, bleibt vorerst abzuwarten.
Die Karamasows und Beautevilles beobachten die Katastrophe aus der sicheren Ferne.
Die Abrafaxe werden bald darauf ohne jegliche Kratzer von einem in der Nähe herumlungernden Kahn aufgefischt.
Die Bootsbesatzung freut sich anscheinend über den Untergang des Don. Wie's aussieht, aber mehr aus Schadenfreude, denn ihre Physiognomien wirken nicht sehr vertrauenserweckend. Sie gehören vermutlich zur gleichen Bruderschaft wie der Don - nur mehrere Klassen tiefer.
Daher erscheint es auch sehr fraglich, ob sie die Abrafaxe nun nach Ayutthaya bringen werden.

Erich Ribbeck, der hinterlistige Sack, ist jedenfalls schon dort angekommen.
 
Dank PIN AG kommt das Mosaik immer später in die Provinz, diesmal war es noch nicht mal am Kiosk-Tag im Kasten.
Da lob' ich mir doch die gelbe Schneckenpost!
Aber das Heft ist wieder ganz nett gemacht.

 

 © Copyright 2000-2017 Orlando Seitenanfang | HomepageeMail | Impressum