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355 Pleiten, Blech und Pannen Juli 2005



Die Abrafaxe sind die ersten Reisenden, die im Land der Baguettes eintreffen. Da es beim Abheuern in Le Havre etwas pressierte, ist nun kein Geld für die Eisenbahn nach Paris da, sie sind aber nicht wählerisch. Während sie hoch auf dem gelben Wagen über die Piste tuckern, nahen von hinten zwei Vertreter eines noch jungen Vergnügens. Fernand und Etienne liefern sich ein Rennen auf dem Weg zum Grand Prix der Benzinverschwender.
Die Stute Marianne scheut darob und der Kutscher schüttet seinen Wagen samt Anhalter um.
Auch eine der Benzindroschken bleibt auf der Strecke. Nun hat das Pferd zwei Wagen zu buckeln, ab geht's in Richtung der nächsten Dorf-MTS.
So wie ein Barbier medizinischer Eingriffe mächtig ist, hat auch ein Dorfschmied allerhand Ahnung von Kraftwagen. Bei dieser günstigen Gelegenheit kann Brabax einen Neuerervorschlag anbringen, der die Laufleistung des Motors entscheidend verbessern wird.

Die "Bella Luna" schippert unterdessen über den Atlantik. Gut für das italienische Team, denn die Haftreibung zwischen den Händen der Ballonfahrer und ihren Tauen geht gegen Null. Die beiden werfen sich in die Arme von Kapitän und Steuermann. Mario leidet ab jetzt unter unheilbarer Ballon-Phobie. Auch irgendwas mit der Ladung ist oberfaul, vermutlich handelt es sich um spezielle textile Objekte.

Bei Sonnenuntergang verstummt plötzlich das "Töff-töff" unter den Abrafaxen. Fernand findet den Fehler sofort, der Tank ist vollständig gelenzt. Treibstoff gibt's in Anbetracht der geringen Nachfrage nur in der Apotheke. Eine gute Parallele zu den heutigen Benzinpreisen.
Während sich Fernand mit seinem Ölkännchen ins nächste Dorf aufmacht, schieben ihm die Abrafaxe das Auto hinterher.

Der Dorfapotheker Elf Aquitaine ist der legitime Vorfahre des späteren Minol-Pirols.
Abrax und Califax, den beiden Autoschiebern, entgleitet der Wagen auf einer Bergkuppe. Und da Brabax mit den kleinen Beinchen die Bremse nicht erreicht, bringt erst ein Baum die Karre zum Stillstand. Der Schaden hält sich in Grenzen, außerdem ist auch Fernand mit dem Petroleum schon zur Stelle.
Für die neuerliche Abdichtung der Kühlleitung spendiert Brabax sein Halstuch und weiter geht's.

Erich Ribbeck hat auf dem Bremer Bahnhof soeben erfahren, dass sein Zug nach Paris zehn Tage brauchen wird. Die Deutsche Reichsbahn war zwar damals noch nicht gegründet, trotzdem hätte er 17 mal umsteigen müssen. Sein daraus resultierender Tobsuchtsanfall wird von einer älteren Dame aufs Schärfste kritisiert. Die Gute hat aber das Recht zum Schimpfen, denn es ist zufällig des Erichs Großmutter.
Mit wenigen Worten gelingt es Ribbeck, ihr seine Misere darzulegen, nämlich dass er aus Paris ein bestimmtes Tuch bbenötigt. Doch eine Omma weiß immer Rat, sie nötigt ihren Enkel zur Rückfahrt nach Bremerhaven. Vermutlich arbeitet sie nebenberuflich als Serviettenfälscherin, denn es ist kaum anzunehmen, dass alte Leutchen aus dem Arzgebirg gelegentlich in Paris speisen.

Die Abrafaxe folgen auf dem Weg nach Paris der Spur des Vorfahrers Etienne, einer breiten Schneise in der Landschaft und in den Köpfen der betroffenen Anwohner.

Ein besonders nachtragender Bauer, der den herben Verlust seines besten Hahns nicht verwinden kann, hetzt dem Auto kaltblütig seine Rinderherde hinterher. Nun ist es an Abrax, seine rote Halszier zur Abwehr der Rindviecher zu opfern. Jedenfalls gut, dass ihm der Lappen beizeiten entgleitet. Doch Rettung bringt letztendlich das von Professor Fate entliehene "Knöpfchen". Weniger Glück hat der unweit am Wegesrand picknickende Etienne, der sich schon in Siegerpose sieht. Die Tiere halten sich nun an seinem Automobil schadlos, der Stier tut sein Bestes.
Da Etienne nun nicht mehr vor ihnen fährt, kommen sie bald in Paris an. Fernand will die Abrafaxe zum "Chez Christian" fahren. Der gestrenge Oberkellner mag die staubigen Gestalten natürlich nicht. Brabax schnallt es als erster, dass der "Du-kummst-hier-net-rein" sie nicht ins Lokal lassen wird. Mit einem fingierten Anfall von Rüsselpest schneuzt er in die Oberkellner-Serviette. Damit gehört sie nun den Abrafaxen, wenn auch leicht kontaminiert.
"Christian" persönlich möchte die Faxe ebenfalls nicht unter seinen illustren Gästen wissen, zeigt sich aber recht spendabel. Das Geldgeschenk reicht für Fahrkarten nach Berlin.

In Le Havre wird Angelique mit ihrem Kind aus dem Krankenhaus entlassen. Noch scheint sie den Sand nicht in den Kopf zu stecken, auch ein Schiff wartet schon zum Auslaufen in Richtung Nordsee.

Die Abrafaxe sind bereits in Berlin angekommen. Das "Hotel du Rome" hat allerdings einen vorübergehenden Servietten-Engpass (Bitte beachten Sie - Bei diesem Artikel besteht die Möglichkeit, dass er trotz sorgfältiger Bevorratung kurzfristig ausverkauft ist.).
Aber das Hotel soll ja angeblich eine Badewanne besitzen, da können sich die Abrafaxe die Wartezeit etwas verkürzen.
Es sei denn, dieser Nante ...

 

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