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363 Die verlassene Burg März 2006



Das Handelsschiff mit Brabax, Josephas und den Wandervögeln Gwendolyn und Pascal sieht in der Ferne schon die Tibermündung winken, also ist es nicht mehr weit bis nach Rom. Gwendolyn nörgelt natürlich wie immer und Josephas' Fehlinterpretationen bringen den Kahn zum überlaufen. Zutiefst gekränkt, verlässt die Herzogin von Biscuit in spe das ignorante  Schiff. Der arme Pascal muss wohl oder übel mit. Der Kerl ist von bewunderungswürdiger Gleichmut und Ergebenheit. Dass Gwendolyn gut daran tat, sich schleunigst abzusetzen, wird gleich darauf deutlich. Ein Schiff der römischen Küstenwache bringt das Handels-schiff auf, Brabax und Josephas geraten in missliche Lage.

Odos Galeere hat mittlerweile Odos Festung erreicht, allerdings ohne Odo, Sein Schicksal ist zur Zeit weitgehend unklar.
Der fettleibige französische König liegt schon eine ganze Weile im Hinterhalt.
Auch Abrax, Califax sowie die beiden Normalwüchsigen nähern sich berittenerweise der Zitadelle. Der Zossen der Faxe trägt gewisse Zuchtmerkmale eines Rübensteiner Gestüts.
Gutfried, als bodenständiger Typ, denkt ständig an seinen Auftrag, die Faxe in den Wald der Zwerge zurückzubringen. Gundomar sieht die Sache jedoch etwas anders - anscheinend zieht es ihn nicht besonders eilig zurück unter die Fuchtel seines Hauptmanns.

Er hat seinen kurzen Hals schon zu weit über den Tellerrand gestreckt und den Duft der weiten Welt geschnuppert.

Mngbogu - als amtierender Kapitän - legt ein sauberes Anlegemanöver vor, das selbst dem König ein wenig Ehrfurcht abverlangt. Sein Bruder eilt sofort in die Zitadelle, den Nachschlüssel sicherzustellen. Die Mitglieder des Galeerenantriebs sind allesamt von schlichtem Gemüt. Es gelingt ihnen vortrefflich, dies auch mit Würde zum Ausdruck zu bringen.
Der König lässt das Schiff entern, um Odo zu verhaften. Dass die Ruderer nach ihrer Aussage Odo schon entfernt haben, bringt ihnen keine Punkte beim König. Auf Meuterei steht nun mal Strafe. Der König nimmt die Suche nach dem Buch nun selbst in die Hand. An Bord trifft er auf Hugo, die beiden haben wenig Sympathie füreinander. Dass das Buch nicht gefunden werden kann, ist wohl klar. Dafür hat Mngbogus Bruder den Schlüssel an sich bringen können. Da er aber nun wirklich etwas dämlich ist - hier muss man Odo Recht geben - sitzt er bald selber angeschlossen auf der Strafbank. Unter Abgabe einer salbungsvollen Ansprache wirft der König auch den letzten Schlüssel zur Freiheit über die Reling. Aus purem Frust lässt er schließlich noch die Ruder zerkloppen, damit sich die Sklaven auf ihrer Fahrt in den Orkus nicht mehr selbst helfen können.
Der König zieht sich nach seiner erfolglosen Aktion, aber dafür diesmal kognito, in sein Hauptquartier nach Paris zurück.

Jetzt haben auch die Faxe und die Zwerge die Zitadelle erreicht. Bis auf Kleingetier ist die Burg total verlassen. Califax' Erkundung des Objekts stürzt ihn in tiefe Verzweiflung, bis auf eine einsame Zwiebel ist die Großküche völlig ausgeräumt. Doch auf dem Turm macht er die entscheidende Entdeckung. Er erblickt die im Wasser trudelnde Galeere. Auch Hugo ist an Bord auszumachen. Mit Hilfe der Turmschleuder und einem Kochtopf wird ein Tauende an Bord der Galeere geschleudert.

Dabei entweicht Abrax eine bisher unveröffentlichte Schützenregel: "Beim Zielen sollst du Obacht geben, sonst geht dir jeder Schuss daneben!".
Leider findet der Topf keinen Halt und droht, wieder ins Wasser abzurutschen.
Die Ratte erkennt das Brisante der Situation und rast über das Tau auf die Galeere, um zu retten, was zu retten ist. Aber die Zugkraft von vier Zwergen reicht natürlich nicht aus, das Schiff an Land zu ziehen. Da muss schon mal als Gegengewicht die alte Knödelschleuder herhalten. Gleich darauf knallt das Schiff ans Ufer. Sogar für die zwei verspittelten Schlüssel findet sich schnell eine Lösung.
Es ist für Gundomar, der einst sein  Gesellenstück als Feinmechaniker an der Gräfin von Aquitanien vollbringen durfte, eine leichte Übung, die primitiven Fußfesseln aufzuschließen. Muss übrigens ein ganz schönes Kaliber gewesen sein, diese Gräfin - wenn 47 Schlösser nötig waren, um ihre Treue sicherzustellen!?
Nun kann auch etwas gegen den Hunger getan werden. Mngbogu kennt noch geheime Speisekammern in der Festung. Es ist noch Suppe da.
Nach dieser Stärkung denken die Ruderer im Rahmen ihrer Möglichkeiten über die Zukunft nach. Auf alle Fälle wollen sie ihr langbewährtes Schiffs-Kollektiv zusammenhalten. Der Vorschlag, Piraten zu werden, wird erst mal verworfen. Dafür entschließt man sich, Handel zu treiben. Mngbogu kennt da noch die geheimen Weinkeller von Herzog Odo ...
Neue Paddel sind bald gefunden. Zunächst soll die Galeere die Faxe und die Zwerge nach Rom bringen.

Brabax und Josephas befinden sich im Gewahrsam bärbeißiger Typen, ihnen droht dunkles Verlies.
 
Die Gesellschaft für deutsche Sprache hat "Kichererbsensuppe" zum Wort des Monats erklärt.
Wenn es auch stellenweise etwas kalauert, so ist es doch das witzigste Heft seit langem.

 

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