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364 In der ewigen Stadt April 2006



Brabax und Josephas werden von der päpstlichen Garde, die damals vermutlich noch keine Schweizer waren, zum Lateran, dem Sitz des Papstes gebracht. Für den Gelehrten Josephas scheint die Welt noch in Ordnung, denn hier ist Malachias, einer seinen besten Schüler, der Bibliotheksvorsteher. Zu diesem wollte er ja schließlich. Brabax wundert sich immerhin, dass die Bücherei vermutlich im Keller liegt. Die beiden sollen sich bei einer gewissen Guardiana melden. Die Gute ist ein echtes Rasseweib - scheint aus der Produktion der Frankensteinschen Werkstätten zu stammen. Dass sie ein gutes Deo verwendet, erkennt man an den sie umschwärmenden Fliegen. Sie hat den Teint eines Grottenolms.
Hier - tief unter der Erde - trifft Josephas auch auf seinen alten Kumpel Malachias wieder. Aber Josephas schnallt die neuerlich eingetretenen Umstände irgendwie nicht. Die Wandmalereien des Kerkers zeugen von der früheren Anwesenheit äußerst gebildeter Personen. Josephas bekommt einen Tiefen-Koller und nippelt langsam in die Bewusstlosigkeit hinüber.
Die unkenhafte Kerkermeisterin ist mächtig auf Entzug, sie steigt nach oben, um sich ihre Dosis Vino abzuholen. Gelegenheit für Brabax und Malachias, an Flucht zu denken. Josephas wird in geistiger Abwesenheit entkleidet, auch Malachias gibt widerwillig seinen Kaftan her. Abrax stopft die Gewänder mit Stroh aus.
Guardiana ist mittlerweile mit ihrer Dröhnung wieder in den Tiefen angelangt. Das macht die Flucht bestimmt nicht einfacher.

Guardiana hat am Spieltisch Platz genommen und würfelt gegen einen ziemlich ungesund aussehenden Kerl namens Scheletto. Der Gute scheint unter akutem Zahnfleischschwund zu leiden. Gerade als sich Brabax und Malachias mit dem bewusstlosen Josephas vorbeischleichen wollen, meldet sich Josephas vorlaut zu Wort. Dumm gelaufen, nun heißt es gute Mine zum Würfelspiel zu machen.

Andreas de Montbard ist wieder in der Abtei Cîteaux eingetroffen, dem Ursprung des geheimnisvollen Buches, das nun zu Delfinfutter verkommen ist. Wäre ja schlimm geworden, das Tier irgendwann aufzuschlitzen. Das täte mir leid, ich mag Delfine - ich schaff nur keinen ganzen.
Die Mönche sind völlig von der Rolle, dass das geheime Buch für immer verloren sein soll. Josephas versucht, sie zu beschwichtigen. Der Mönch Baudillon, ein fähiger Duplikator vor dem Herrn, hat sich vom Buch glücklicherweise eine private Sicherheitskopie angefertigt. Durchaus legitim bei nicht mit Kopierschutz versehenem Schriftgut.
Eine Express-Brieftaube bringt Nachricht über Hugos Schicksal und Josephas Reise nach Rom. Das ändert die Pläne von Montbard. Nun will er mit der Kopie des heiligen Buches ebenfalls nach Rom reisen.

Im Kerker wird weiter gezockt. Die Grünbauchunke nimmt es beim Augenzählen nicht so genau, da kann mit 2 Würfeln schon einmal 13 herauskommen. Abrax' vorsichtiger Einwurf wird von der Königin der Katakomben übel aufgenommen. Dabei geht Scheletto zu Bruch. Doch Josephas reanimiert das Ding mit Hilfe seiner anatomischen Kenntnisse.
Die Guardiana ist undankbar und kerkert ihre Spielkameraden wieder ein. Eine ägyptische Anleitung auf einem Mauerstein lässt Josephas auf einen geheimen Ausgang stoßen. Die drei Gefangenen starten sofort den Ausbruch. Bei der Verfolgung verklemmt sich die große Grüne mit ihrem überdimensionalen Sitzfleisch in der zu schmalen Öffnung.

Nun ist auch die Galeere mit Hugo, Abrax, Califax und den beiden Zwergen in Rom angelandet.

Nach dem herzlichen Abschied von Mngbogu beratschlagt man über die Stadtbesichtigung. Man einigt sich, erst einmal eine bekannte Pizzeria aufzusuchen.

Die Ausbrecher sind beim ersten Auftauchen auf dem Kerkerhof gelandet, nun müssen sie wieder hinunter.

Während sich Hugo einen Teigfladen hineinzieht, wollen Abrax und Califax erst nach ihrem Gefährten suchen. Der Zustand der ewigen Stadt erweist sich als ein ziemlich verlotterter.

Im Untergrund von Rom verstecken sich eine Menge archäologischer Kleinodien. Doch dafür haben die Flüchtigen momentan kein Auge. Gleich geht es auch wieder nach oben.

Abrax und Califax haben die Ruinen des Kolosseums erreicht. Califax will erst noch sein Nachtmahl einnehmen. Neben lecker Dörrfisch hat er in seiner Tasche auch noch den ominösen Bohneneintopf des Lords. Plötzlich ertönen Stimmen aus dem Off. Nur noch einen Stein weggeschoben und schon tauchen die Ex-Knackis aus dem Loch auf. Das Wiedersehen ist nicht direkt überschwenglich - schnell tauscht man gegenseitig die Informationen aus. Malachias schlägt vor, sich zunächst bei einer guten Bekannten zu verbergen.
 
Alles in allem ein recht spaßiges Heft. Leider gibt es aber auch wieder einen Schnitt durch die Abrafaxe.
Ein großer Teil der Handlung spielt im Reich der Finsternis, das spart Arbeit beim Kolorieren.
Und "Der Name der Rose" lässt offensichtlich grüßen, besonders mit einschlägigen Namen.
Die vielen Inschriften im Kerker verlangen einem wirklich die lang verschollenen Kenntnisse des Latrinischen ab.
Der Graupnersche Grabowski und Detektiv Knatterton eröffnen Tore zu Parallelwelten.

Steinchen sollte für die Provinz-Leser andere Zusteller als die PIN-AG einsetzen. Mein Abo-Heft kam am 31. März. >>Heul !<<

 

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