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369 Chaos auf dem Canal Grande September 2006



Die Vorbereitungen für das große Schiffsrennen, den "Corso Grande", rund um die Lagunen-Stadt laufen auf Hochtouren.
Auch Signore di Scarfatti, der Rennschiffer mit dem langen Kinn, fiebert dem Großereignis entgegen. Da das Anwesen derer von Foscari nun in Schutt und Asche liegt - und somit auch deren Geldbeutel, wähnt sich Scarfatti ohne ernsthafte Konkurrenz.
Marcello Foscari macht seinem Bruder Marcus Vorhaltungen. Nicht einmal für die Startgebühr zum Corso Grande reicht es. Doch die Abrafaxe wittern Morgenluft. Sie hätten da für alle Fälle einen erstklassigen Bootsantrieb bei der Hand, der nur der richtigen Motivation bedarf - Hugo von Payens, ein Gewinnertyp.
Gwendolyn will ihr herzogliches Schnellboot zur Verfügung stellen. Die Foscaris sind noch zögerlich, die Sache zu sponsern. Aber mit dem siebenblättrigen Mondkraut hat auch ihr Onkel Francesco gute Erfahrungen sammeln dürfen. Nach einer kleinen Kostprobe von Hugos Ruderkünsten wollen sie dann doch ihre letzten Reserven angreifen.

Indessen sitzt Odo über dem gestohlenen Buch, kann sich aber aus den Aufzeichnungen nicht den kleinsten Reim machen.
Hugos Initialzündung will allerdings auch nicht so recht funktionieren. Selbst schwerste Beleidigungen bringen bei ihm nicht den notwendigen Wutanfall zustande. Erst als Abrax in einem Fenster Odo entdeckt, ist das richtige Stichwort gefunden.

Bei Hugos Blitzstart bäumt der Kahn auf und Gwendolyn geht über Bord. Ein gekonnter Lassowurf von Pascal lässt sie nicht den Anschluss verlieren. Nun fährt sie hinten Wasserschi und bohrt den gerade in der Quere herumschippernden Scarfatti in den Grund. Scarfatti bekommt unheimlichen Respekt vor Hugos Leistung und so muss er ihn ausschalten, indem er ihn vor Gericht denunziert.
Doch seines besudelten Aufzugs wegen will ihn die Wache nicht vorlassen. Gerade läuft das Verfahren gegen die Schwarzen Ritter, denen die schweren Randale in der Werft vorgeworfen werden. Schließlich darf Scarfatti doch noch eintreten und seinen Konkurrenten anschwärzen.
Dem Richter tropft schon den ganzen Morgen der Zahn nach Hirschgulasch und so vertagt er erst einmal erleichtert.

Hugo zieht unterdessen seine Bahn auf den Kanälen und hinterlässt Chaos und Verwüstung. Was er nicht plattmacht, das mangelt Gwendolyn nachträglich um.
Califax tritt auf die Bremse und versucht, die Moderatorstäbe in Form von reinem Rosmarin in den heißgelaufenen Reaktor einzuschieben. Aber bekanntlich dieselt Hugo in solchen Fällen noch drei Minuten nach. Die Zeit reicht gerade aus, um des Richters Hirschgulasch zu entführen. Ein weiteres schweres Vergehen, das die Zerstörung der Werft noch in den Schatten stellt. Hugo und Califax verschärfen ihr Strafmaß weiterhin, indem sie sich des Richters Leibgericht obendrein noch einwerfen.

Signore Scarfatti hat sich wieder ordentlich und trocken gewandet. Foscari bezahlt gerade die Startgebühr, als Scarfatti die bevorstehende Verhaftung von Hugo, Califax und bei der Gelegenheit auch gleich die der Verrückten öffentlich bekanntgibt. Für diese Unverschämtheit schickt ihn Gwendolyn wieder ins Nasse.

Hugo erleidet einen Anfall von Ritterlichkeit. So quälen ihn fürchterliche Gewissensbisse, dass Unschuldige für ihn sitzen sollen.

Er will sich den Behörden stellen, um seine gerechten Strafe zu empfangen. Califax kann Hugo natürlich nicht nachstehen, er hat ihm schließlich die nebenwirkungsreiche Droge verschrieben. Abrax und Brabax sind über soviel Ehre erschüttert, aber wissen nicht wie sie helfen könnten. Foscari meint allerdings, dass der Gewinner des Rennens einen Wunsch frei hätte. Das könnte die Lösung sein - Brabax macht den Sieg zur Chefsache.

Der Richter schenkt Hugos Selbstbezichtigungen keinen rechten Glauben. Bis er erfährt, wer ihm den Gulaschgenuss versaut hat. Das reicht für Bleikammern.

Abrax und Brabax haben sich in den Trümmern des Foscari-Palastes allerlei Teile für den Bootsbau zusammengesucht. Brabax konstruiert einen schnittigen Ikea-Boliden, für den Antrieb hat schon mal die Dampfmaschine erfunden. Es ist dem Apparillo zwar nicht anzusehen, aber mit der Kraft des Dampfes ist nicht zu spaßen. Wider (mein) Erwarten macht das Aggregat ganz schön Betrieb und bald erhebt sich der schwimmende Schrank auf seine Kufen und zischt davon. Beim Passieren der Uferzone wird der wiederum frisch eingekleidete Scarfatti zum dritten Male gewässert.
Kein gutes Zeichen für den Schumi der mediterranen Gewässer.
 
Wieder einmal ein sehr spaßiges und vor allem spritziges Heft (besonders für Scarfatti).
Beim Betrachten hatte ich eine Menge "Deschawüs".
Der running gag mit Scarfattis besudelter Kleidung erinnert an die Herren Generäle in Heft 16,
Signore di Scarfatti selbst hat einiges von Cavaliere di Carotti an sich. Vor den gekreuzten Lanzen der Wache stand auch Ritter Runkel in Heft 90 und das Dampfrennboot erschließt Rückblicke auf Herons wundersame Gerätschaften und auf die Rettung der Kaiserbraut. Und man entdeckt eine Unmenge alter Bekannter aus den vorangegangenen Abenteuern.

 

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