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370 Die rote Galeere Oktober 2006



Ein aus dem fernen Konstantinopel zurückkehrender venezianischer Pfeffersack hat wieder einmal gute Geschäfte gemacht. Zur Abwehr von Seeräubern befinden sich einige Marinesöldner an Bord. Dem Kaufmann tut es schon leid um die unnötige Auslage für seine Putztruppe. Doch der Tag lässt sich nicht gern vor dem Abend loben - am Horizont taucht die allseits gefürchtete Rote Galeere auf. Die Rudersklaven frohlocken schon und die selbsterklärten Elitekämpfer verlassen flugs das Schiff. Für derartige Fälle haben sie immer eine vorgepustete Luftmatratze dabei. Allerdings zum Ärger der Enterer, die wieder einmal keine Gelegenheit zu einem ordentlichen Kampf bekommen.
Wie sich herausstellt, ist die Rote Galeere nichts anderes als Odos ehemaliger Ruderkahn mit leicht gestyltem Outfit. Der Ruf eines der Seeräuber nach der speziellen Kichererbsensuppe lässt nur einen Schluss zu: Niemand anderes als Mngbogu muss der Oberpirat sein. Am reichhaltigen Schmuck von Odos Crew kann man erkennen, dass der Kaufmann nicht die erste Prise ist.
Wie anscheinend auch sonst üblich, übergibt Mngbogu das Schiff den frisch befreiten Ruderbänklern zur gefälligen Nutzung.

Das übliche Teilen der gekaperten Vorräte muss leider ausfallen. Die Besatzung des Kaufmannskahns hat schon alles verprasst. Da bleibt auch den Leuten von der Roten Galeere nichts anderes übrig, als sich darauf zu freuen, sich den Bauch in Venedig füllen zu können.

Am offiziellen Startpunkt vor dem Marcusplatz drängen sich schon die Teilnehmer. Abrax und Brabax sind mit ihrem Korakel nahezu in der Pole Position. Brabax hat allerdings den schwimmenden Schrank ein wenig gepimpt. Der Dampf-Reaktor vom Typ "Teekessel" ist um einige Nummern vergrößert worden. Die Antriebslöffel scheinen aber die gleichen zu sein wie bei der Testfahrt.
Scarfatti gibt seinem Faktotum die letzten Regie-Anweisungen für die Nebeneffekte. Nun tritt der Doge auf den Plan. Sein BMI von etwa 93 deutet auf leichte Adipositas hin. Obwohl der Doge den Start etwas vermasselt, begeben sich alle Schiffe in die Spur. Der Antrieb der Faxe hätte nie das TÜV-Prüfsiegel bekommen dürfen.
Mario, Scarfattis persönlicher Saboteur, hat mittlerweile seine Arbeit aufgenommen. Der erste Mitbewerber verliert sein Steuerruder, ein Zweiter wird zum U-Boot und ein  Dritter fällt Brandstiftung zum Opfer.
Abrax und Brabax haben durch den überdimensionierten Kessel zu wenig Brennstoff eingeplant. Nun droht der Dampfdruck zu sinken. Gut, dass der Schrank noch redundante Teile besitzt. Das gute Zedernholz hilft sogar, Scarfatti zu überholen.

Im Kerker dösen die Schwarzen Ritter und Hugo vor sich hin. Lediglich Califax beschäftigt sich kurzweilig mit seiner alten Bohnenkonserve. Etwas Abwechslung bringt ein Neuzugang. Odo betritt die Zelle in hohem Bogen, kann aber unerkannt bleiben, denn er erweckt den Anschein, stolzer Besitzer von Pestbeulen zu sein.

Am Ziel wartet schon alles auf den großen Einlauf. Da erfährt Foscari, dass Odo im Knast eingeliefert wurde. Er schwingt sich in seinen Kahn und rudert zum Gefängnis. Dieser Vorgang wird vom Rennleiter falsch gedeutet. Der streicht das Boot der Faxe aus der Liste und nimmt dafür Foscaris Äppelkahn auf. Dumm gelaufen für Abrax und Brabax. Aber dadurch macht Marios Anschlag auf den Löffelschrank die Sache nicht schlimmer, zudem der Attentäter auch ein großer Philosoph zu sein scheint. Abrax und Brabax landen in hohem Bogen auf Scarfattis Galeere, aber nur für ein kurzes Intermezzo. Im nächsten Moment wird das Schiff durch die Rote Galeere gerammt. Mngbogu kann nun mal nicht anders, er muss ständig Ruderer befreien. Auch hier gibt es keine Ladung zu beschlagnahmen, dafür aber ein komplettes Festbankett. Das braucht auf einem sinkenden Schiff doch keiner mehr.

Foscari hat das Gefängnis erreicht und will eine Audienz bei Odo. Bevor er die leere Zelle betritt, werden Hugo und Califax durch Mngbogu befreit. Die Ritter dürfen auch mit. Sogar der komische Kranke wird nicht zurückgelassen. Die Rote Galeere paddelt nun mit allen zur Stadt am Bosporus und Foscari rudert unverrichteter Dinge zum Marcusplatz zurück. Unterwegs fischt er noch Scarfatti aus dem Kanal, der sich als äußerst undankbar erweist. Trotzdem gewinnt Foscaris Ruderboot und er selbst das Preisgeld. Nun kann auch er auf die Reise nach Konstantinopel gehen.
 
Alles in allem nicht schlecht, das Heft. Brabaxens Frisur während des Rennens scheint allerdings etwas überdynamisiert. Und die Hintergründe haben mir schon besser gefallen.

 

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