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376 Sohle mit Ohren April 2007



Auf der Rückseite des letzten Heftes noch zu Fuß unterwegs in der Pampa, ist die Gesellschaft nun bestens beritten und mit allerlei Requisiten behangen. Um nicht über Gebühr aufzufallen, hat man sich nämlich entschlossen, als ehrsame Handelskarawane aufzutreten. Ritter Roland erschließt sich kein Zusammenhang zwischen Handel und ehrsam. Bei ihm gilt Ehre nur als Begriff unter Rittern. Das abendliche Gespräch der Gefährten dreht sich nun nur noch um dieses Grundsatzthema. Während ihrer philosophischen Betrachtungen werden sie von Unbekannten belauscht. Gleich darauf stürzt sich eine Räuberbande auf die friedlich Mampfenden. Doch die Räuber haben kein leichtes Spiel. Besonders die Normalwüchsigen werden wie immer stark unterschätzt. Mit List und Tücke kann man die Räuber schließlich in die Flucht schlagen. Ritter Hugo erkennt im Hauptmann noch seinen alten Bekannten Ede wieder.
Beim Abgang nimmt die Bande allerdings alle Gäule samt wertvoller Ladung mit. Und den Geheimnisträger Brabax.
Die Räuber frohlocken in ihrem Unterschlupf über die fette Beute und beschließen, sofort nach Caesarea aufzubrechen. Dort wollen sie ihre Konterbande gewinnbringend verkloppen. Die Beute aus einem früheren Raubzug, ein paar Säcke vermeintlicher Steine, lassen sie großzügig zurück.

Brabax soll als potentieller Hofnarr über den Ladentisch gehen - eigentlich recht naheliegend.
Kurz darauf kommen die Gefährten auf der Suche nach Brabax ins leere Räuberlager. Da es hier aussieht wie nach dem Schlussverkauf, entscheiden sie, nach Caesarea weiterzuziehen. Gundomar steckt sich noch einen Stein als Souvenir in die Tasche. Doch Califax' müde Beinchen zersetzen die ohnehin nicht große Aufbruchsstimmung. Nun wird also erst einmal in der Räuberhöhle genächtigt.
Am nächsten Morgen werden sie von grimmigen Kriegern aus dem Schlaf gescheucht. Gegenwehr ist hier zwecklos. Die Rum-Seldschuken halten unsere Gefährten für die Räuberbande. Ihre Beteuerungen, harmlose Händler zu sein, fruchten nicht. Zumindest kommen sie auf diese Weise schnell nach Caesarea, denn dort residiert der zuständige Emir.
Nach zwei Tagen Fußmarsch - armer Califax - erreicht der Trupp die Stadt.
Der Emir steht unter Strom, weil die Karawane aus Persien noch nicht eingetroffen ist. Von den Persern erhofft er sich Unterweisung im Schmieden von Waffen, die nicht gleich beim ersten Hieb zerbröseln.
In dieser miesen Stimmung platzt Ede ins Gemach, um seine geklauten Waren an den Mann zu bringen. Wegen fehlender Demut lässt der Emir den Räuberhauptmann ins Verlies werfen. Und obwohl sich Brabax vorschriftsmäßig in Teppichhöhe befindet, soll ihn das gleiche Los treffen.
Im sonnigen Vorhof sitzen schon die Gefährten ein. Bei den Abrafaxen ist die Wiedersehensfreude groß. Dank des Intellekts von Brabax und den kleinen Kleptomanen gelingt es, den Grund der schlechten Laune des Emirs zu ergründen.
Nun wollen die Abrafaxe mit dem Damaszener-Pressling für bessere Stimmung sorgen.
Und weil sie das muselmanische, diplomatische Protokoll aus dem effeff beherrschen, finden sie auch Zugang zum Emir. Wenn auch nur über die mehrfache Vermittlung zwischen Brabax, Sohle, Pantoffel und Emir.

Der Herrscher des Pantoffels lässt sich überzeugen und übergibt die weitere Organisation an seinen Wesir. Im Hinterhof des Palastes wird eine Feldschmiede gezimmert. Brabax lässt sich vom Wesir noch versichern, bei Erfolg die Freiheit zu erhalten. Weil die Faxe als Schmiede etwas schwächlicher Statur sind, wird vom Wesir ein echter Hufschmied eingestellt. Er hat zwar den rechten Körperbau, aber sehr wenig Geschick zum Schwerterklopfen. Nun sind noch drei Tage Zeit, bis Ergebnisse vorliegen müssen. Zur besseren Untermauerung seiner Aufgabe stationiert der Wesir noch einen Soldaten in der Schmiede.
Der Wesir ist gerade damit beschäftigt, Charles-Edouard ein wenig zu disziplinieren, da naht mit Getöse die Gesandtschaft des Sultans. Der will das Ergebnis der Waffenschmiede begutachten, leider ein wenig vorfristig.
Der Emir schwitzt bis hinunter zu seinen sprechenden Pantoffeln.
Ein etwas pummeliger Sultan mit einem ungünstigen BMI, aber dafür zierlichen Füßen, lässt sich vom Emir zu den fleißigen Schmieden führen.
Brabax tritt dem Sultan in seinem Arbeitseifer ein wenig aufmüpfig gegenüber. Doch die erste Klinge scheint gelungen, hauptsächlich dem Soldaten zu danken, der im Zivilen Schmied gelernt hat.
Der Sultan ist's zufrieden und schwingt sich wieder in seine Sänfte, die hier als Dienstreise-Harem fungiert.
Bevor er aber seine Lieblingsfrau befummelt, befiehlt er noch, den Schmied nach Ikonion mitzunehmen. Der Emir ist so froh, dass er der Wüstenverbannung entgangen ist. Zum Dank erlaubt er den Faxen den aufrechten Gang. Und er sichert ihnen freies Geleit nach Jerusalem zu - natürlich standesgemäß und hoch zu Ross.
Der arme Hufschmied darf ebenfalls mit Geleit nach Ikonion reisen, aber mehr unfreiwillig.
 
Nettes Heft, witzig besonders der small talk mit dem Latsch des Emirs.

 

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