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381 Der Orden des
Salomonischen Tempels
September 2007



Wenn Califax Kohldampf schiebt, dann muss auch die "kleine weiße Friedenstaube" um Leib und Leben fürchten - weil essbar.
Die Gefährten und auch Abrax und Califax sind schon sehr gespannt auf die kurz bevorstehende Enthüllung des Schatzes. Doch Brabax nimmt seinen Jüngern den Wind aus den Segeln. Der Schatz wird von ihm total zerredet. Obwohl allen der Appetit vergangen sein sollte, wird erst einmal zum Frühstück geblasen. Brabax bittet Montbard um moralischen Beistand, doch der will plötzlich nichts mehr von seiner eigenen Erfindung wissen. Das ändert sich schlagartig, als er Califax mit seiner Bohnendose Zwiesprache halten sieht. Doch der Anfall ist schnell vorüber. Aber es kommt schlimmer, Brabax gesteht Califax, dass es mit dem Schatz Essig ist. Nun muss nur noch Abrax eingeweiht werden. Nach kurzem Grummeln vertragen sich die drei wieder und suchen einen Ausweg. Die anderen haben abgefrühstückt und wollen endlich das Objekt ihrer Begierde vor sich haben. Brabax hat einen schweren Stand. Er muss den anderen verklickern, dass der Schatz eher ideeller Natur ist. Auch Montbard wird wieder um Unterstützung angerufen - im Angesicht der magischen Bohnenbüchse. Das Plädoyer ist nicht schlecht, doch Califax schaltet den Alten bald wieder ab.

Die Gefährten sind nicht zufrieden mit den erhaltenen Auskünften und ziehen sich in die Schmollecke zurück. Aber Brabax will nicht aufgeben - jetzt erst recht nicht, und er hält die ultimative Ansprache ans Volk. Dabei dreht er den Spieß um. Er ernennt die Gefährten Kraft Califaxens Bohnensuppe selbst zu Auserwählten. Das lässt die Sache natürlich in einem ganz anderen Licht erscheinen. Wer wäre wohl nicht gern Auserwählter. Um etwas Zeit zu schinden, legt Brabax den Termin der Erleuchtung in die Nachtstunden. Da müssen die Faxe sich noch allerhand einfallen lassen. Der Auserwählte hat sogleich die Erleuchtung: Auf dem Tempelberg einen Orden zu gründen. Man einigt sich auf Ritterorden. Die Sitzung wird unterbrochen durch einen Soldaten, der ein Geschenk des Königs von Jerusalem überbringt. Für den Auserwählten und seine wackeren Gefährten gibt es eine Menge wertvoller Decken für die Absicherung der Nachtruhe. Alle nett dekoriert mit roten Kreuzen. Freilich erfahren die Faxe nicht, dass mit den roten Kreuzen lediglich auf die Kontamination durch Flöhe hingewiesen wird. Die Decken kommen wie gerufen, im Nu werden daraus schicke Umhänge gezimmert. Der "Ritter vom Orden des Salomonischen Tempels" ist geboren. Die Abrafaxe werden dabei von Gutfried und Gundomar beobachtet, die natürlich großen Zauber dahinter vermuten.
Brabax verpflichtet die beiden zu Stillschweigen, und weiß, dass das Gegenteil der Fall sein wird.
Doch der Schatz gerät nicht in Vergessenheit, obwohl man erst einmal vom Orden redet.
Beim zornigen Grübeln über die Präsentation eines passenden Schatzes fällt Brabax durch den Fußboden. Unten befindet sich ein System von Geheimgängen. Califax gelingt es nicht, Brabax mit seinem morschen Umhang zurück ans Licht zu holen. Da die Gefährten die Vorgänge sowieso mit Spannung beobachten, wird Hugo zu Hilfe gerufen.

Nach dieser Anstrengung braucht Califax natürlich etwas feste Nahrung. So versucht er sich wieder einmal an seiner Konserve. Brabax scheint wirklich vom großen Geist beseelt, denn er weiß, dass die britische Konserve einen Schraubverschluss haben muss.
Und weil in England immer alles andersherum geht, eben mit Linksgewinde - logisch bei Gefahrgut-Behältnissen. Mit dem diskreten Hinweis, die Büchse sei ein besonderer Schatz, wird sie an Hugo übergeben Und dann steigen Abrax, Brabax und Califax wieder ins Ungewisse hinunter. Es wird immer enger, dann erreichen die drei eine größere Höhle mit seltsamen Kristallen. So ein Kristall sollte doch als Schatz für die Gefährten ausreichen.
Als Abrax eine besonders schöne Spitze abschlägt, dringt gleißendes Licht aus dem Schacht nach oben, gerade als es Hugo gelungen ist, die Dose zu öffnen. Das ist für die Gefährten das göttliche Signal. Im Angesicht des geöffneten Grals erklärt Montbard, dass der Auserwählte mit seinen Vertrauten heimgegangen wäre. Er ruft die Gründung des Mönchsritterordens aus und begießt das Ganze mit einem kräftigen Schluck kalten Bohneneintopfs für jedes der neuen Ordensmitglieder. Und Umhänge sind auch noch reichlich da. Hugo als Bewahrer der Bohnenbüchse wird zum Großmeister ernannt. Bald kehren die juckreizgeplagten Ritter ins Abendland zurück.
Was aus den Abrafaxen und der Ratte geworden ist, wird sich noch zeigen.
 
Ein rundes Heft zum Abschluss einer runden Serie. Runde Sachen sind kaum zu toppen.
Mit viel Augenzwinkern wird die Entstehungsgeschichte der Tempelritter erzählt.
Dass der Gral mit Bohnensuppe gefüllt war und das Templer-Kreuz seinen Ursprung der Schädlingsbekämpfung zu danken hat, mag uns nicht stören.

 

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