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382 Im Kloster ist der Teufel los Oktober 2007



Dunkle Wolken zieh'n auf am Horizont wo die Schoschonen schön wohnen ...
Nee, falscher Film, im Mansfelder Land natürlich!
Schon auf der ersten Doppelseite wird von Marienkäfer bis Schnecke alles geboten was im Mosaik Rang und keinen Namen hat.
Das verdächtige Unwetter zieht in Richtung des Nonnenklosters St. Marien.
Johanna, die Magd des Klosters wird durch Schwester Adelheid böse gemobbt. Nicht einmal die Mutter Oberin hat ihre Mädels richtig im Griff. Da Adelheid beim Wäscheaufhängen absichtlich patzt, muss nun Johanna die Wäsche nochmals waschen.
Gar nicht gut für Umwelt und globale Klimakatastrophe.
Sie ist aber nicht böse, denn am Teich wartet Kurzweil in Form von Fischer Konrad.
Als gottesfürchtiger Mann nimmt Konrad die partielle Eintrübung des Himmels ernster als Johanna.
Sogar seine Fische schießen Kobolz. Und dann scheint sich über dem Kloster ein Wurmloch zu etablieren, begleitet von einem greulichen Luftzug. So schnell wie die Erscheinung ankam, so schnell ist sie wieder verschwunden.

Johanna eilt zurück zum Kloster, und dort ist der Teufel los.
In Schwester Mechthilds Kammer sollen wahrhaftig Männer umgehen. Das ist für die Nonnen ein Zeichen des jüngsten Gerichts. Johanna stürmt los, die Welt zu retten.
Aus besagter Kammer tönen doch tatsächlich Männerstimmen. Und solche Wortkonstrukte wie "Mund-zu-Mund" verheißen in einem Kloster nix Gutes. Johanna entdeckt drei verdächtige Gestalten, die sich über die Mutter Oberin beugen. Die Abrafaxe wollen aber bloß spielen. Immer, wenn die Mutter erwacht, fällt sie mit dem Ausruf "Ein fremder Mann!" wieder ins Koma.
So kann das nicht weiter gehen.
Die Abrafaxe erfahren von Johanna, dass sie nach ihrem Zeitsprung in einem Kloster aufgeschlagen sind. Und Johanna hält die Drei für die vom Bischof versprochenen Soldaten.
Aber Schwester Mechthild, die vom großen Geist beseelt ist, verkündet die Ankunft von drei Rittern aus Jerusalem. Korrekt.
Während sich die Abrafaxe und Johanna wieder mit der ehrwürdigen Mutter abschleppen, gibt Mechthild am Fenster ihre Vision zum Besten: Milch und Honig werden fließen, solange sich die Neuankömmlinge im Kloster aufhalten werden.
Diese schönen Aussichten versetzen die gesamte Nonnenschaft in Trance. Nun sind die Abrafaxe zu Freiwild erklärt. Die milch- und honigrünstigen Nonnen jagen sie kreuz und quer durchs Kloster.
Bald erliegen sie der Übermacht und werden zu Fall gebracht. Die dem Keuschheitsgelübde verpflichteten Damen machen auch nicht davor halt, die vermeintlichen Glücksbringer ausgiebig zu begrapschen. Aber wichtiger ist erst einmal, sich um die Ehrwürdige zu kümmern. Die Nonnen wollen es mit Bilsentee versuchen, aber Califax hat etwas besseres.

Gut, dass er ohne seinen Rosmarin-Extrakt nicht aus dem Hause geht.
Probatum est.
Die Nonnen werten diese Wunder-
heilung erneut als gutes Zeichen und nehmen Abrax, Brabax und Califax sofort wieder in Schutzhaft, will heißen: in den Schwitzkasten. Als letztes Mittel zieht Abrax sein Schwert, das verhilft zu mehr Respekt.
Nun kann man sich auch endlich vernünftig mit der Klostermutter unterhalten.
Nach kurzer Auszeit entschließen sich die Abrafaxe dazu, auf den ehrenhaften Status als gestandene Tempelritter zu verzichten.
Sie erklären sich öffentlich zu schlichten Soldaten des Bischofs aus Merseburg und damit zu gewöhnlichem Dienervolk.
Weil heute Freitag ist, kommt Konrad mit einer Lieferung frischer Fische. Als er erfährt, dass die Abrafaxe die neuen Soldaten sind, schüttet er sich aus vor Lachen. Die Strafe folgt auf dem Fuß, eine Bremse sticht sein Zugtier ins Hinterteil.
Der Esel steuert blindlings auf die ehrwürdige Mutter zu. Abrax rettet die Situation, übersteht aber den folgenden Crashtest nur schlecht. Auch die Fische liegen auf dem Trockenen. Entweihtes Getier braucht man im Kloster nicht zu verzehren, das geht an die Armen der Gemeinde.
Somit fällt der Fischtag aus und die Abrafaxe müssen Johanna bei der Wäsche helfen. Eines Ritters nicht gerade würdig, aber Arbeit schändet bekanntlich nicht.
 
Die neue Serie beginnt mit einem gut gezeichneten Heft. Viele humoristische Einlagen bezeugen, dass Nonnen auch nur halbwegs normale Frauen sind.
Allerdings scheint es, dass es die Abrafaxe trotz allem nicht lange im Kloster halten wird.

 

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