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384 Im Schweinsgalopp
nach Halberstadt
Dezember 2007



Im idyllischen Wolfensteiner Land geht's der Fauna noch so richtig gut. Wenn sich da bloß nicht der garstige Graf als Waidmann versuchen würde. Es kann der Eber nicht in Frieden leben, wenn's dem Wolfensteiner nicht gefällt.
Gut, dass er von seinem Faktotum Rufus beim Massakrieren des Borstentiers gestört wird. Unglücklicherweise bekommt der Keiler einen Querschläger zwischen seine Keulen.
Der unterschwellig renitente Diener vermeldet, dass der "Eber"-Wirt gräfliche Hoheit in den Nachmittagstunden zu konsultieren gedenkt.

Im "Eber" sitzen die Abrafaxe mit Johanna beim Sonntagmorgenbrei. Auch die drei bischöflichen, Soldaten trinken gerade ihr Frühstück. Zwangsläufig kommt man ins Gespräch.
Als Gegenleistung für die Klosterkoordinaten versprechen die Soldaten, den Rosmarin-Extrakt an die Mutter Oberin zu überstellen.
Nun macht Johanna gehörigen Druck, endlich den Stein der Weisen zu besorgen. Die Spur führt zu Magister Claudius. Über den Umweg zu Doctor Porcellus. Denn der muss wissen, wo Claudius residiert. Der alte Mixer ist gerade mit der Purifikation des Rosmarin-Derivats beschäftigt, als Brabax das Experiment  zunichte macht. Der Stubenrauch lies wahrlich auf ein Unglück schließen. Immerhin stellt das Destillat noch das beliebte C4 in den Schatten.
Doc Porcellus hadert mit seinem Schicksal. Eigentlich wollte er immer Stadtalchimist von Halberstadt werden. Leider hat es aber nur zum Rabensteiner Gemeindechemiker gebracht.

Und dieses trotz vorzüglichster Referenzen. Er redet immerhin schlau daher, scheint aber des Lesens und Schreibens nicht besonders mächtig zu sein. Da muss man doch was machen. "Doctor Porcellus" bedeutet nach seinem lateinischen Selbstverständnis Doktor "Allwissend".
Sogar ein Diplom kann er vorweisen. Allerdings mit einem wenig schmeichelhaftem Prädikat.
Dabei hat er viel Knete für seinen gefälschten Uni-Abschluss gelegt. Die Abrafaxe versprechen ihm Stillschweigen bezüglich des peinlichen Zertifikats. Dafür verrät er, dass Magister Claudius sich irgendwann in Halberstadt aufhielt. Also machen sich die Vier auf in die Stadt der Delikat-Würste. Im Tornister zwei Brathähnchen, die Porcellus gegen den von Califax purifizierten Extrakt getauscht hat.

Auch der Wirt des "Tanzenden Ebers" wandert fröhlich durch den Tann auf dem Weg zum gräflichen Rendezvous. Dabei wird er vom waidwund geschundenen Keiler des Grafen attackiert.

Die Soldaten des Bischofs sind unterdes im Kloster angelangt und werden von der mürrischen Adelheid empfangen. Die alte Äbtissin ist überglücklich, endlich ihre neue Dröhnung zu bekommen.
Die ehrwürdige Mutter findet es immerhin schade, dass Johanna nicht zurückgekehrt ist, aber Adelheid ist froh, die Waise endlich los zu sein. Das hört Graf Rabenhorst und er ist sehr ungehalten, dass ihm das Vögelchen durch die Lappen gegangen ist. Nun nimmt er Rache an Adelheid. Dabei erfährt er noch, dass die kleine Hirschenthalerin kürzlich noch in Einsiedel war.
Nix wie hin!

Johanna ist mit den Faxen schon unterwegs nach Halberstadt.
Doch erst müssen sie das gruselige Wolfensteiner Gefilde heil hinter sich bringen.
Aber keine Bange, Graf Wolfenstein ist beschäftigt. Gerade kommt Besuch vom Eber-Wirt. Die überaus herzliche Begrüßung haut den Wirt glatt aus den Latschen. Seine Offerte, dass die Nachkommin der Hirschenthaler noch lustig am Leben ist, will der Halunke zuerst nicht wahrhaben. Dann wird der Mantel des Schweigens über die weitere Unterhaltung geworfen.

Folter im Mosaik ist schließlich verboten. Im Ergebnis des Zwei-Augen-Gesprächs bricht der Graf eilig zum Kloster St. Marien auf.

Auch die Abrafaxe und Johanna werden vom irrsinnig gewordenen Keiler belästigt. Mit Abrax und Califax auf seiner Schwarte entfernt sich das Tierchen ins Unterholz.
Zurück bleiben Brabax, Johanna und die Ratte. Da es eh' gleich finster wird, machen die drei erst mal Siesta und sich über die aufgewärmten Goldbroiler von Porcellus her.

Gegen Abend erreichen die eiligen Schweineritter die Mauern von Halberstadt. Dort macht durch ihren Anblick sofort ein Gerücht von einem dreiköpfigen Ungeheuer die Runde im Land.
Das massive Stadttor ist dem apokalyptischen Mauerbrecher nicht gewachsen. In der Stadt wird Abrax als erster abgeworfen. Califax fährt noch einen Station mit. Als sich Abrax in den nächtlichen Straßen auf die Suche macht, trifft er bald auf Califax, der sich mit den Stadtwächtern gerade des vermutlich an Erschöpfung gestorbenen Keilers annimmt. Doch bevor sie das gebratene Schweinchen anschneiden können, meldet sich ein aufgebrachter Bürger aus dem Oberstübchen. Er reklamiert das Nachtbratverbot. Und obendrein hat nur er als zunftorganisierter Metzger das verbriefte Monopol, ein Schwein zu verwursten.
Auch Notwehr zählt hier nicht. Der feige Obernachtwächter denunziert Abrax und Califax bei Meister Sülz, dem Entdecker der gleichnamigen Wurst. So landen die beiden Unschuldigen im Turm.

Am nächsten Tag machen sich Brabax und Johanna auf die Suche nach den Versprengten. Die Spur führt nach Halberstadt. Dort ist heute Markttag. Und außerdem soll es noch eine weitere Attraktion geben. Auf dem Markt wird dazu ein Doppelpranger aufgestellt. Sieht nicht gut aus für die Einsitzenden.
 
Schöne Zeichnungen samt detailreichen Hintergründen.
Das Mittelalter gibt eben auch sehr viel her. Auch die Nebenfiguren sind interessant bzw. entwicklungsfähig.

 

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