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390 Johannas Vision Juni 2008



Dem Morgen graut und der gute Brabax ist von seiner nächtlichen Geheimmission immer noch nicht zurückgekehrt. Den führerlosen Bauern gehen die Hosen kollektiv auf Grundeis, sie lamentieren gar fürchterlich.
Da taucht Johanna auf, ihr Kopf gleicht einer Hochdrucklampe. Obendrein spult sie ein seltsames Garn ab - von Sintflut und Blitzgewitter ist die Rede - dann schwinden ihr die Sinne.
Man hält ihre Äußerungen dem Fieber zugute. Obendrein ist es gleich Mittagszeit und da sollten sich ja die Dörfler laut Brabax zur Burg begeben und der weiteren Geschehnisse harren, die er so klug vorbereitet hatte.

Der Waldenfelder wartet schon ungeduldig vor seinem prall gefüllten Burggraben. Bevor es zu einer Aufhebung des Vertrages kommen kann, müssen die Bauern aber erst einmal den Mühlgraben wieder in sein altes Bett schicken und dann erneut vorstellig werden.

Johanna ist endlich wieder in der Lotrechten, aber sie hat weiterhin ihre wässrigen Visionen. Möge der Saft mit ihr sein. Eine mächtige Kraft zieht sie in Richtung Burg.

Und Waldenfeld glaubt, noch einen Trumpf im Ärmel zu haben. Nicht umsonst hat sein gewiefter Kaplan den Vertrag aufgesetzt. Im sehr Kleingedruckten steht, dass sich kein Bauer während der Dauer des Vertrages dem Burggraben nähern darf. Und hier bringt der Kaplan Brabax ins Spiel. Nachweislich wurde er in flagranti beim Baden erwischt. Michel ist allerdings auch nicht gänzlich auf den Kopf gefallen.

Sein Einwand, dass Brabax' Daumen den Vertrag niemals gesiegelt hätte und er außerdem nicht zum Dorf gehören würde, bringt den Kaplan arg in die Bredouille.
Nun kommen die Korn-Nachtwächter von der Mühle hinzu. Vom Kaplan befragt, geben sie zum Besten, dass sich zwar kein Bauer der Mühle genähert hat, aber immerhin ein Wassergeist identifiziert wurde. Brabax haben sie jedenfalls nicht gesehen. Dafür fällt ihr Blick zur gerade auf Califax einreitenden Johanna. Natürlich - jene war die Wassergeistin. Der unvorsichtige Michel outet Johanna auch noch als seine persönliche Magd. Was wieder den Tatbestand "Bauer und Gesinde" erfüllt.
Der Kaplan frohlockt, seine Klausel kann doch zur Anwendung kommen. Außerdem will er noch untersuchen, ob sich die Bauern der schweren Form des Körnerdiebstahls schuldig gemacht haben. Er eilt zur Mühle, Brabax wird wieder im Burgturm gelagert.
Johanna erweitert ihre Weissagung von der Flut noch um den Einsturz eines Turmes.
Sollte auch nur ein Korn fehlen, so droht der Waldenfelder den Bauern, werden sie alle im Bergwerk enden. Etwas unklug, denn wer sollte dann noch für ihn arbeiten?

Brabax beginnt unterdessen, an der Korrektheit seiner Gleichung mit den 42 Unbekannten zu zweifeln. Eigentlich hätte sein geplantes Naturereignis schon längst eingetreten sein müssen.
Es pressiert langsam, denn der Kaplan hat die Mühle erreicht und wird bald den Schwindel bemerken. Brabax rechnet nochmals nach und kommt zum Schluss, die Reaktion bedürfte noch eines Katalysators. In der Turmmauer entdeckt er einen mit Natriumhydrogencarbonat bemoosten Stein. Mit dem Essig vom letzten Abendessen baut er sich eine CO2-Granate und versenkt sie im Burggraben.

Gerade als der Kaplan den Sand entdeckt, setzt die Bombe den gefürchteten Klimakiller frei und der Deich beginnt zu zerbröseln.
Mühle und Kaplan werden von der Mure mitgerissen und entschwinden in der blauen Ferne. Damit endet leider die Laufbahn eines viel versprechenden großen Halunken.
Johannas Wettervorhersage hat sich präzise erfüllt.

Dem Waldenfelder gibt das immer noch nicht zu denken, er will die Bauern weiterhin über den Tisch ziehen. Der Schießbefehl ist schon ausgegeben, da wird auch der Kommandoturm Opfer des Bergrutsches. Sieht natürlich für den dort einsitzenden Brabax schlecht aus.
Voll in der Moppelkotze hockend, kündigt der vorletzte Soldat dem Waldenfelder seinen Dienst auf. Den allerletzten Soldaten schlägt Califax in die Flucht - Kraft seiner Gedanken. Sodann kann Brabax trickreich aus der misslichen Lage befreit werden. Nun träumt er schon von großen Ehrungen. Aber die dummen Bauern haben bereits ihr Wunder und auch die dafür Zuständige - Johanna. Einziger Nutznießer einer Auszeichnung wird Califax. Für seine Trägerdienste an Johanna darf er nun im Triumph auf Michels Schultern ins Dorf einziehen. Gleich darauf können es die Bauern dem verschlammten und plötzlich kleinlauten Waldenfelder noch einmal ordentlich heimzahlen, wenn auch nur verbal.
Und dann kommt das verdiente asterixmäßige mehrtägige Prassen. Die heilige Johanna hat dabei ihren Ehrenplatz.

Den Bauern wurde geholfen und die Suche nach dem Stein der Weisen  kann ihren Fortgang nehmen.
 
So, wie der Stöpsel aus dem Burggraben - so ist auch der Stöpsel aus der Geschichte geflogen. Endlich geht die Post ab, hofft man.
Das aktuelle Heft macht die letzte Zähigkeit wieder wett.
Johanna hat mit dem Wechsel des Zeichners das "görenhafte" verloren und kommt, wenn auch zeitweise verwirrt, so doch einigermaßen seriös rüber.
Wie es sich für ihre weitere Entwicklung als Heilige geziemt.
Marty "Glubschauge" Feldman scheint auch mit von der Partie zu sein.

 

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