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393 Das Zeittor September 2008



In der Klosterarchitektur des "Heiligen Kreuzes" klafft als Ergebnis der vorangegangenen "Umwandlung" eine große Bresche. Auf dem Vorplatz des Klosters werden die städtischen  Exekutionsanlagen offenbar für zivile Zwecke entfremdet.

Für Albertus Magnus deutet alles darauf hin, dass die Konvertierung der Abrafaxe in Mädchen im Grunde erfolgreich war.
Wie man so heraushören kann, ist Albertus ein entschiedener Gegner des gender mainstreamings. Er hält Männer immer noch für die besseren Frauen.
Zur Entschädigung werden die Feministen unter den Lesern durch den Auftritt der neuen girl group bedient.
Plötzlich taucht auch noch Johanna wie Phönix aus dem Bauschutt auf.
Als Albertus die drei Mädels mit Abrax, Brabax und Califax benennt, ergreifen sie panisch die Flucht.
Johanna verspricht dem Gelehrten, die drei Abgängigen für eine Autopsie zurückzuholen. Doch der Wolfensteiner macht einen Strich durch die Rechnung und entführt Johanna vor den Augen der Mädchen. Gleich darauf kommt Rabenhorst angekeucht und nimmt seinerseits die Verfolgung auf.
Letztlich siegt in den drei kleinen Tussen doch das Mitleid für die arme Geschlechtsgenossin und sie beschließen, zum Kloster zu gehen und alles zu melden.
Der gestandene Türsteher gibt sein Bestes, den Mädchen den Zutritt zu verwehren. Dabei lässt er frauenfeindliche Parolen vom Stapel. Dumm sind die Mädchen wahrlich nicht, mit Hilfe des Jungfrau-Maria-Tricks legen sie den Portier herein. Der Prior ist von der Erscheinung der Jungfrau weniger beeindruckt als von dem Umstand, weibliche Wesen in den geheiligten Mauern vorzufinden.

Um seine Verfehlungen wieder ausbügeln, verfolgt der Pförtner die drei Fremdkörper unerbittlich. Bei der Flucht durch die Klostergänge geraten sie auch fast in den Waschraum der Mönche, das ist aber nun wirklich peinlich!
Bald jedoch werden sie auf dem Klosterhof in die Enge getrieben. Auch ein frommer Gallier hat sich dem Kloster angeschlossen. Albertus Magnus kann die Mönche letztendlich beruhigen, denn die drei nur rein äußerlich weiblichen Gestalten sind ja in Wirklichkeit die mit Gottes Hilfe umgewandelten Abrafaxe.
Gerade, als die Mädchen Albertus offenbaren, dass Johanna entführt wurde, kommt erneut eine Stimme aus dem Schuttberg.
Diesmal ist es - Überraschung - Califax. Wie er leibt und lebt. Gleich darauf steigen auch Abrax und Brabax aus den Tiefen des Restmülls empor.
Tja, hat sich wohl was mit Umwandlung und so???!!!
Beim genaueren Betrachten der Abrafaxe und der drei Mädchen aus dem Paralleluniversum entdeckt man die unübersehbare Verwandtschaft. Außerdem scheint es zwischen den Pärchen gleicher Haarfarben gewaltig zu funken.
Bevor man aber diesen wichtigen Beobachtungen auf den Grund gehen kann, gilt es, Johanna zu retten.
Die Spur führt an den Rhein. Hier hat der Wolfensteiner Johanna in ein Lagerhaus verschleppt. Von ihm wird sie auch über ihre wahre Herkunft aufgeklärt. Das soll nach des Grafen Willen ihre letzte Information werden. Doch Johanna ist Manns genug, um mit so einer Pfeife wie dem Wolfensteiner fertig zu werden.
Als die Faxe, ihre Antipoden und der Rabenhorster endlich am Ort des Geschehens eintreffen, hat Johanna schon reinen Tisch gemacht. Vor dem Wolfensteiner, der im Staub der Straße liegt, wird nun Klein Rabenhorsti mutig. Aber auch einem tiefer gelegten Bösewicht ist er nicht annähernd gewachsen.
Im Kloster versucht Albertus mit Hilfe der Reste seiner Bibliothek der Explosion auf den Grund zu gehen.
Der Verwalter der BA-Kammer gesteht freimütig, dass er die Mädchen schon vor der Umwandlung im Kloster gesehen hat. Das gibt nun Albertus erst recht zu denken. In seinem Grundlagenwerk "Prima Materia", das dem Deckel nach wohl eher an ein Werk der SED denken lässt, scheint sich auch keine Erklärung zu finden.

Doch irgendwelche Verbindungen zwischen den beiden Trios muss es wohl geben. Und die nächsten Reaktionen könnten verheerende Folgen haben.
Nachdem Johanna nun gerettet ist, wollen sich die Abrafaxe von ihren drei neuen Freundinnen verabschieden. Als sich die beiden Schwarzhaarigen in die Arme fallen, kommt es zu einer Fusion ihrer Mojos. Zu allem Überfluss taucht auch noch der Wolfensteiner auf, sodass die Situation eskaliert. Die zwei Rothaarigen gehen ebenfalls eine Symbiose ein. Die Warnungen von Albertus kommen leider zu spät und der Wolfensteiner hat sich schon die beiden Blondschöpfe gegriffen. Die Zwei sehen die letzte Rettung in der Verschmelzung und geben sich die Hand. Das haut den Wolfensteiner aus den Latschen. Die drei bunten Koronen vereinigen sich und alles wird wieder ganz normal. Bis auf den Umstand, dass sich ein Zeittor gebildet hat. Durch dieses Tor verschwinden nun Anna, Bella und Caramella. Albertus sieht durchs Zeittor seinen Schüler Thomas von Aquin. Johanna holt zum finalen Schlag aus, versetzt dem verhinderten Mörder einen Nasenstüber und nutzt das Zeittor ebenfalls zur Fluch.
Gleich darauf schließt sich das Fenster.
Albertus ist sich ganz sicher, dass sein Schüler derzeit nur in Paris weilen kann. Dann ist also die Marschrichtung schon mal klar.
Vor dem Kloster belagert Graf Rabenhorst erneut den stark angeschlagenen Wolfensteiner, das sind schon zwei rechte Kindsköpfe. Und über allem kreist die Fernet-Branca-Ente.
 
Allen Theorien der Hobbyautoren und Spekulanten zum Trotz - eine in ihrer Einfachheit fast geniale Auflösung für die nahezu dem kollektiven Wahnsinn anheim gefallene Leserschaft.
Schließlich sind wir hier auch nicht bei "Wünsch Dir was!"
Eine schöne Geschichte mit einer absolut unvorhersehbaren Lösung der "Verwandlung" der Abrafaxe. Die drei, im Grunde ziemlich sympathischen Mädchen, werden wohl sicher noch einmal durch die Handlung geistern. Was hat's mit Bellas Brille auf sich?
Das Zeittor scheint hier wohl nur eine kleine Differenz zu überbrücken. Wie's aussieht geht es ab jetzt ohne die Grafen und Albertus Magnus weiter.

 

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