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400 Der elektrische Ritter April 2009



Im Sängerlager trifft Califax auf den Barden Lothar, der  mit seinem Kulturbeitrag die Abrafaxe ganz groß herausbringen will. Das freut Califax. Beim Stichwort Johanna erinnert sich Lothar erschreckt an die beiden Grafen und legt Califax ans Herz, auf die junge Gräfin gut aufzupassen.
Brabax hat soeben das Waffen-Tuning beendet und präsentiert stolz seine Stromlanze. Die Grafen- Warnung tut er lediglich als Spaß von Lothar ab - bis auch Califax an einen Witz glaubt.

Indessen startet das Massaker auf dem Eversteiner Burgturm. Wie letztens angedeutet, folgt der Rabenhorster dem Hirschenthaler Beutel in die Tiefe. Das ominöse Licht glänzt durch Abwesenheit, dafür zeigt sich vermutlich der Burggraben und verspricht eine weiche Landung. In einem akuten Anfall von Reue errettet der Rabenhorster den Sack mit Johanna unter den bösen Blicken eines riesigen Welses. Falls der Burgherr kein Sportangler ist, fließt vielleicht auch ein Fluss an der Festung vorüber. Der Rabenhorster daraufhin wird nicht mehr gesehen.

Mit Mühe gelingt es, die neue Lanze für Abrax an den beiden Burgwächtern vorbei zu schmuggeln. Gut, dass die Luschen durch den Ausritt des Königs abgelenkt werden.
Auf dem Burghof lässt sich gerade der ducksteinische Abrax von seinem ritterlichen Knappen im Lanzenkampf unterweisen - unter dem Gelächter der anderen Streiter. Brabax erklärt nun Abrax seine neue Erfindung zur elektrischen Ritterabwehr.

Ein erster Selbstversuch endet vielversprechend. Leider kommt Brabax von selbst darauf, dass die Versuchsanordnung nichts mit der Realität gemein hat, denn Ritter kämpfen gewöhnlich hoch zu Ross. Und so kommt der hohe Widerstand des Pferdes ins Spiel, das eigentlich als Nulleiter fungieren müsste. Tut's aber nicht, der Stromfluss käme zum Erliegen. Erfinderpech also, wie schon seinerzeit mit den digedonischen Mus-Lanzen.

Graf von Wolfenstein wird vom Königlichen Kanzler auf dem Burgturm fast in flagranti erwischt, die Zeugen sind allerdings längst untergetaucht. Der Wolfensteiner erfährt, dass Hoheit sich nach Paderborn empfohlen haben (vermutlich als Bläh-Opfer des letzten Linsen-Gerichts) und sich die Audienz damit erledigt hat. Das hört der Graf gerne - nichts scheint mehr der feindlichen Übernahme der Hirschenthaler Gefilde im Wege zu stehen.

Califax soll nach Johanna forschen, während Brabax den Wolfensteiner observieren will.
Für Abrax beginnt das Vertreter-Turnier. Der Gansberger findet, von Ducksteins Knappen neugierig gemacht, Interesse an der elektrischen Lanze. Der ganze Turnierplatz erstrahlt im Flutlicht von mehreren Fackeln. Die streitbaren Mannen stehen in Reih und Glied. Der Gansberger hat Abrax Speziallanze an sich gebracht und erhofft sich Vorteile davon. Als er das lästige Akkupack entfernen will, schließt sich der Stromkreis. Dies verschafft Gustav tolle Illuminationseffekte und totale Ziellosigkeit. Das führt wiederum zu seinem vorzeitigen Turnier-Ausschluss. Vorher mischt er jedoch noch die restliche Ritterschaft auf. Am Ende kämpft jeder gegen jeden. Sogar Floribert von Wackerstein ist zugegen sowie ein gewisser Rübensteiner aus dem Paralleluniversum. Als das Chaos am größten ist, beendet der Eversteiner die Schlacht. Nun wäre noch die Frage nach dem Sieger zu klären. Und das kann nur der Enten-Ritter sein, der als einziger die Contenance bewahrt hat.

Brabax und Califax sind noch auf der Suche nach Johanna, als sie einen Tipp der Ratte empfangen. Da liegt ein Sack am Ufer.

Der Markgraf erklärt die Turniergemeinschaft Duckstein zum Sieger und überreicht die Bestallungs-Urkunde.
Die anderen Ritter sind stinkig. Der Gansberger beleidigt aufs schärfste die holde Irmingard. Da muss Abrax wohl oder übel Stellung beziehen. Dank seiner schwertkämpferischen Künste haut er den Gänseritter in die Pfanne. Aber dem Kuss der fremd Angebeteten entzieht er sich durch Flucht. Gerade noch rechtzeitig kann er mit dem Ducksteiner die wahren Identitäten wieder herstellen.

Die Abrafaxe und Johanna wollen den ereignisreichen Abend künstlerisch ausklingen lassen und begeben sich zum krönenden Sängerwettstreit. Nachdem sich die Barden alle gegenseitig angepflaumt haben, werden sie tätlich und beenden den Vergleich auf äußerst profane Weise. Der Markgraf ernennt sich daraufhin selbst zum Sieger und malträtiert die ohnehin genug gestraften Mitbewerber durch seine gnadenlose Darbietung.
Am nächsten Tag bekommt Donar die Risiken und Nebenwirkungen des Vertrages vom Markgrafen verklickert. Es riecht stark nach Privatinsolvenz. Seine Irmingard gibt's erst, wenn alle Bedingungen des Paktes erfüllt sind.
So zieht er mit den Faxen und Johanna via Hameln in Richtung seines Besitzes, um das Neuland unter den Pflug zu bekommen.
 
Die reichliche Stardust-Zugabe kontaminiert nicht nur ganze Sammlungen, sondern vollständige Wohnhäuser samt Garten. Dem Scanner keinesfalls zumutbar.
Über eine gesundheitliche Unbedenklichkeit der Partikel ist auch nichts bekannt, von Spätfolgen ganz zu schweigen. Das verleidet einem schon den umfänglichen Genuss des ansonsten starken Heftes nicht unbedeutend.
Vermutlich verstößt das Heft sogar gegen die EU-Richtlinien zum Flittergehalt-Grenzwert von Comics. Bei Swarovski müssen sie dafür wohl monatelang gefeilt haben. Trotz alledem - weiter so.
Auf ein nahes Zeittor ist also erst einmal nicht zu spekulieren, dafür aber über weitere Ratten.

 

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