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402 Die Rückkehr der Gräfin Juni 2009



Schreckliche schwarze Nebel wabern um die Burg Wolfenstein. Der soeben von einer Dienstreise zurückgekehrte Graf lässt sich von seinem Wirtschaftsexperten Rufus den Geschäftsbericht des letzten Quartals verlesen. Von einer Krise ist nichts zu spüren, der Posten Hirschenthal hat allerhand abgeworfen.
Nun gilt es, die Vermögenswerte des unfreiwillig verblichenen Rabenhorsters ins Wolfensteiner Portfolio zu integrieren.
Rufus hat allerdings gehört, dass des Rabis Ländereien an ein benachbartes Kloster gefallen sein sollen. Wie üblich muss der Überbringer der schlechten Nachricht leiden. Ungläubig und unter Überdruck reitet der Wolfensteiner hurtig zum Kloster Huysburg.

Die Abrafaxe und Johanna nähern sich einem verfallenen Gemäuer. Johanna behauptet hellseherisch, dass dies die Burg Hirschenthal sein muss. Nennen wir es eben Urinstinkt, schließlich hat die Kleine ihren Geburtsort nie richtig wahrnehmen können.
Johanna setzt ihren Willen durch und weicht vom rechten Helftaer Pfad ab, um das Gehäuse ihrer Ahnen in Augenschein zu nehmen.

Der böse Wolfensteiner hat das Benediktinerkloster erreicht und erheischt rüpelhaften Einlass.

Ein trotz grober Beleidigungen und Drohungen äußerst gefasster Mönch versucht dem Grafen klarzumachen, dass der Rabenhorster nicht tot, sondern jetzt ein sehr lebendiger Mönch ist und seine Güter kürzlich als Mitgift ins Kloster eingebracht hat. Zum Beweise tritt der ehemalige Graf, itzo der ehrenwerte Bruder Fennrich, aus seiner Klause. Und er gibt bekannt, dass er aus Dankbarkeit für die Errettung nach seinem 100-Ellen-Sturz fromm geworden ist. Außerdem soll Johanna ebenfalls überlebt haben. Bruder Fennrich versucht zwar, den Wolfensteiner zu missionieren, der ist aber nicht interessiert. Denn er muss erst einmal die Sache mit Johanna checken.

Johanna steht vor den maroden Mauern ihrer Burg Hirschenthal. Die Abrafaxe wollen sie vom Betreten der unheimlichen Ruine abhalten. Zwei königliche Reiter verlassen gerade die Burg.
Viele Jahre der Verwahrlosung sind der Burg anzusehen.
Außerdem hat die Treuhandanstalt unter Wolfensteins bewährter Führung das ihrige getan. Gewisse Ähnlichkeiten mit Peripheria und Rübenstein nach Ablauf ihrer besseren Tage sind hier nicht zu übersehen.
Beim lustigen Stöbern in den leeren Gewölben werden die Abrafaxe und Johanna vom Burggespenst überrascht. Bald wird klar, dass es sich bei der etwas derangierten Dame um die einstige Super-Amme Johannas handelt. Sie nennt sich nicht etwa Katharina, sondern Barbara (vulgo Baba) und bezeichnet Johanna seltsamerweise als Gertrud. Tilberg, ich hör' dir trapsen.
Vorerst können sich die beiden nicht auf einen Namen festlegen. Baba sieht für eine "alte Amme" übrigens noch recht frisch aus.
Auch, wenn die Ärmste unter mittelschwerer Dacryocystis zu leiden scheint.
Wolfenstein ist wieder in seinem Raubnest zurück, um mit einigen Männern zur Burg Hirschenthal auszuschwärmen.

Im Walde trifft der Graf auf den königlichen Kanzler, der ihm neue Gesichtspunkte im Pitaval Hirschenthal nahelegen will. Der Graf lehnt dankend ab, wie unklug.

Barbara erzählt Johanna über die letzte Zeit und die Plünderung von Hirschenthal. Vom höchsten Turm der Burg aus sehen die Abrafaxe, wie sich Ritter Donar mit seiner Laientruppe nähert.
Doch der Wolfensteiner war schneller, er schnürt bereits über den Burghof. Johanna und die Abrafaxe lamentieren theatralisch drauflos, so jammerlappig kannte man sie bisher gar nicht. Aber noch sind sie nicht entdeckt.
Dafür haben die Schergen schon Barbaras gute Stube gefunden. Baba beweist Geschmack mit ihrer Ikea-Nachttischlampe "Kjell-Thorben" aus nachhaltig gefällten heimischen Hölzern.
Jetzt wird es eng für die Guten. Der Graf schickt einen fiesen Fettsack auf den Turm, sich einen Überblick zu verschaffen.
Damit sitzen die Faxe samt Begleitung in der Falle. Keine gute Idee von Abrax, die Ratte wegzuschicken. Der Wolfensteiner kann sie sofort den Abrafaxen zuordnen. Auf der Wendeltreppe duelliert sich Abrax mit dem Grafen, dann stürzen beide ins Bodenlose. Der gräfliche Umhang rettet die zwei kurz vor dem Aufschlag. Der Kampf wird fortgesetzt.
Vorübergehend können die Faxe über den Finsterling triumphieren, aber dann dringt die Meute ein und überwältigt Johanna und ihre Begleiter. Vermeintliche königliche Retter entpuppen sich als Donar samt Tross, keine große Hilfe. Also, wenn jetzt nicht wirklich die Soldaten des Königs auftauchen, dann ist es geschehen um unsere Lieblinge.
 
Ein zeichnerischer Faxe-Wechsel kann beobachtet werden. "Olle" angelinaeske Baba scheint auch die Omma von  Gänselieschen und Clementine zu sein.

 

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