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403 Himmlische Rettung Juli 2009



Die Situation hat sich dramatös zugespitzt, besonders spitz ist der Wolfensteiner drauf, der mit seinem Schnitzmesser dicht vor der armen Johanna umherfuchtelt. Gerade im schönsten Massakrieren begriffen, mischt sich Donar frech ein und fragt nach dem Weg in die Mark Brandenburg. Der Mini-Ritter fliegt daraufhin in hohem Bogen aus der Türe. Als Irmingard hört, dass auch die potenzielle Rivalin Johanna im Spiel ist, verschafft sie sich gewaltsam Zutritt zur Meuchelstube und wird selbst Anwärterin auf eine Enthauptung. Bevor Wolfenstein zum gepflegten Doppelmoppel schreiten kann, trifft ihn eine verschwitzte Holzpantine am ungeschützten Haupte. Ein netter Versuch, blaue Augen stehen ihm besser als rote. Es war des kleinen Kunz' Geschoss. Ein Wort gibt das andere und ein Handgemenge zwischen Siedlern und Schergen beginnt. Donars bunter Truppe - mit ihren vielfältigen Talenten - gelingt es bald, die Oberhand zu gewinnen. Gegen den Herrn der Fliegen hat Wolfis Palastgarde eh' keine Chance.

Nun kommt auch Donar wieder aus dem off, kann aber seine Irmingard nicht mehr retten, denn der böse Graf reitet mit seinem Faustpfand im Schwitzkasten aus dem Tor.
Im Tausch gegen Johanna will er sie jedoch wieder herausgeben. Auf einem müden Brauereigaul nehmen Donar und Johanna die Verfolgung auf. Als der Pferdeflüsterer in den zweiten Gang schaltet, blockiert des Schinders Getriebe und die beiden Reitgäste fliegen vom Sitz. Pech eben. Ein zufällig in der Gegend herumstehendes

Schleuderbrett spielt dabei eine herausragende Rolle. Vorerst schnellt Donar, durch Johannas Impuls beschleunigt, in den blauen Himmel Hirschenthals.

Gleich einem Wirbelwinde mangelt der flüchtende Wolfensteiner die unschuldigen Fichten am Wegesrain um. Aus der Gegenrichtung nähert sich König Rudolf der Erste mit seinem getreuen Paladin, dem Kanzler Reginald. Hoheit gedenkt, auf Burg Hirschenthal die Stunden der Dunkelheit zu verbringen und gepflegt zu wegzehren.

Donar ist unterdes weiter am Aufsteigen, der Scheitel seiner fast idealen Wurfparabel ist noch nicht erreicht. In dieser Höhe trifft er auf sein Wappentier.

Als der Wolfensteiner den König wahrnimmt, versucht er erst einmal zu katzbuckeln. Da man ihm aber Unregelmäßigkeiten mit der Hirschenthaler Übernahme vorhält, und sich obendrein noch Irmingard zu Ungunsten des Grafen einmischt, zeigt er wieder seine spezifische Natur und reitet seinen König über den Haufen.
Irmingards Hilfeschrei wird erhört. Bei Ducki beginnt nun doch die Erdanziehung zu wirken und das Ende der ballistischen Kurve naht.
Gerade, als der Graf seinen König Rudolf zu Staub zertreten will, trifft ihn Donnerkeil Donar ins Genick. Der König ist gerettet, nebenbei auch treusorgende Gattin Irmingard. Donar, der Engel, kam von fern, aber nicht vom Stern.
Nun erreicht der Rest von Donars Truppe mit den Faxen und Johanna den Tatort. Der König will Donar für die Lebensrettung fürstlich belohnen. Ziemlich geizig für einen König - eine um ganze 5 Stufen zu niedrigere Belohnungshöhe in der Hierarchieskala. Aber die Kasse ist leer, so verspricht er Donar das Hirschenthaler Gefilde zum Lehen. Aber da ist ja auch noch Johanna. Von ihr verlangt der König Beweise. Das Medaillon ist nicht so recht überzeugend - bis die frisch geliftete olle Amme Barbara die Echtheit der Klunker bestätigt. Bei der Gelegenheit wird auch der Kanzler von der Amme als früherer Gespiele lauer Sommernächte enttarnt. Das ist sogar dem König Beweis genug, vermutlich kennt er seinen Pappenheimer.

Die Hirschenthalerin ist somit wieder in Amt und Würden.
Leider muss der König von der Duckstein'schen an seine Dankespflicht gegenüber Donar erinnert werden.  Da ist Rudi ratlos, denn das großzügig zur Verfügung gestellte königliche Schnupftuch wird von Irmchen wegen übermäßigem Wert als unannehmbar klassifiziert. Sie bittet ihn stattdessen lediglich um die schrottige Burg Wolfenstein. So billig kommt auch der König nicht wieder zu einer Lebensrettung. Also haut er Ritter Donar zum Grafen und übergibt ihm die Immobilie Wolfenstein.
Der vormalige Wolfensteiner hat sich wieder erholt, er verströmt einen Hauch von Depression. Nach diesem Akt will er dem König erst recht ans Leder und er ruft seine Männer um Unterstützung an. Bloß dumm, dass der Treueschwur nur für den aktuellen Herrn von Wolfenstein gilt. Und der heißt jetzt Graf Donar. Die Loyalität der grimmigen Gesellen schnappt sofort aufs neue Herrchen um. Nicht, ohne den Alten noch mal zu piesacken. Die von Rudolf verhängte Todesstrafe für den Frevler wird durch Johanna in lebenslänglich abgemildert. Der Vollzug soll im Kerker der Burg Wolfenstein erfolgen, da kriegt er wenigstens kein Heimweh.
Wegen Nachschubschwierigkeiten beim königlichen Tross steigt das Prasdnik auf Wolfenstein, wo die Speisekammern wohlgefüllt mit Delikatessen sind. Wolfi wird in seinem Verlies endgelagert, bei der Gelegenheit entlässt man den einsitzenden Eberwirt. Donars Neubauern erhalten die obsoleten Ländereien in der Mark, Kunz wird aufgrund seiner revolutionären Verdienste als Vorarbeiter eingesetzt. Nach dem Festmahl äußert Johanna ihren Verzicht auf Burg Hirschenthal, sie will wieder nach Helfta. Trotz allem wird es in der Nacht noch ganz lustig, die Getränke perlen recht ordentlich.
 
Der Bildwitz ist diesmal etwas spartanisch eingesetzt, nur ein geständerter Weihnachtsbaum. Was den Liebhaber der gelben Paste erfreut, die Geschichte des "Bautz'ner Senf" muss neu geschrieben werden.
Die Spannung wächst, zumindest bezüglich der neuen Serie.

 

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