Homepage |  | Comics |  | zurück  


 

406 Ein neuer Stern Oktober 2009



In einem alten von abgestandenem Wasser umgebenen Gemäuer schmökert ein alter Gelehrter in einer alten Schwarte. Obwohl die Stunde schon weit vorgerückt ist, kredenzt der Diener Adrian eine Kanne Kaffee. Das spricht für senile Bettflucht.
Seltsame Töne im Hause lassen die beiden erschauern. Standesgemäß fällt Aadrian die Ehre zu, der Sache auf den Grund zu gehen.
Wer sonst, wenn nicht unsere Abrafaxe, sollten diese Geräuschemacher sein? Adrian nimmt seinen Auftrag recht saumselig wahr - das Recht, Stimmen zu hören, hält er seinem Alter zugute. Die Wunsch-Lösung "offene Tür und Wind" meldet er auch seinem Prinzipal.
Da dem Gelehrten nun die Lust zu weiteren Forschungen vergangen ist, schickt er Aadrian zu Bett, um noch ein wenig zu lesen. Beim Weg in die Kammer kriegt Aadrian erneut seinen Tinnitus.
Zur Sicherheit schließt er auch die Werkstatttür ab. Doch dort sind wirklich die Faxe drin. Das gibt ihnen endlich Muße, etwas herumzustöbern. Califax fürchtet natürlich, fürchterlich verhungern zu müssen. Die Abrafaxe grübeln, wo sie aufgeschlagen sein mögen. Brabax findet eine erste Spur in einem frisch gedruckten Buch.
Im Impressum steht eine Jahreszahl 169"Klecks". Seine haarscharfe Deduktion lautet: irgendwas zwischen 1690 und 1699.

In der Zwischenzeit war auch die Ratte nicht faul, sie hat durch ein Mauerloch den Schlüssel nach innen geholt.
Bei den weiteren Nachforschungen finden sich Bücher von Huygens, Newton, Descartes und Cassini an. Das deutet auf einen sehr lehrreichen Verlauf der weiteren Serie hin. Auch die Royal Society ist im Gespräch, vielleicht trifft der alte Kämpe dort die Herren Hooke und Haley wieder.
Nun folgen Abrax und Brabax ihrem Gourmet-Kumpel in die Küche.
Califax hat bereits aus den vorgefundenen Resten eine Art Plumford-Suppe gezaubert.
Bei Califaxens Suche nach einem scharfen Messer wird es Abrax gewahr, dass er sein schönes Schwert vor oder während der Transformation verspittelt hat. Der pazifistische Banause Califax macht sich noch darüber lustig.
Tief verletzt folgt Abrax dem schon vorausgeeilten Brabax auf den Turm des Gemäuers.
Brabax hat im Oberstübchen ein Teleskop vorgefunden und haut schwertmäßig in die schon von Califax vorgeschnittene Kerbe in Abrax' Gemüt. Der Einstellung "Schwerter zu Teleskopen" kann ein Ex-Schütze nicht folgen.
Abrax solle lieber mal durchs Fernrohr schauen. Das ist fest auf den Planeten Saturn ausgerichtet.
Irgendwie scheint eine Flucht aus dem Gebäude ausgeschlossen, denn ringsum ist alles geflutet.
Also zurück in die Küche - es ist angerichtet. Den Wohlgeschmack der Suppe führt Califax auf eine ihm unbekannte Flüssigwürze zurück. Liebigs Fleischextrakt kann's wohl noch nicht gewesen sein.
Aus reiner Dankbarkeit, beginnen die Faxe, die total versottete Kombüse einer Grundreinigung zu unterziehen. Dann werden die drei müde, liegt wohl am Jetlag.

Der Gelehrte ist noch am Kritzeln. Fünf Uhr morgens scheint ihm die richtige Zeit, sich zur Ruhe zu begeben, aber es will keine echte Müdigkeit aufkommen.

Kein Wunder, denn Aadrian hat ihm sein Schlafmittel nicht verabfolgt. In der Küche findet er endlich das Fläschchen mit der Opium-Dröhnung, von Califax bereits erfolgreich als Würze erprobt.

Am Morgen naht ein weiterer illustrer Wissenschaftler - Gottfried Wilhelm Leibniz will seinen alten Spezi Christiaan Huygens besuchen. Er soll sogleich zwischen Adrian und seinem Meister schlichten, denn der Glaube an Heinzelmännchen scheint nicht konsensfähig zu sein.
Die aseptisch saubere Küche ist so gar nicht Standard im Hause Huygens. Auch die vorgefundenen wohlschmeckenden Suppenreste korrelieren nicht mit Aadrians Kochkünsten.
Also doch Heinzelmännchen. Aufs Stichwort erwacht Califax im Schlumpfdesign. Er ist genauso überrascht wie die drei anderen in der Küche. Die Abrafaxe versuchen umständlich zu erklären, woher sie kommen.
Den drei Großen fällt es ebenso schwer, den vagen Behauptungen etwas abzugewinnen. Allerdings haben die Faxe allerhand astronomisches Insiderwissen.
Sie kennen sogar mehr Planeten als Huygens und Leibniz. Korrekterweise wird Pluto nicht mit genannt. Leibniz will die Faxe unbedingt seinem Kollegen Newton vorführen, Califax stellt aber die Bedingung, vorher noch zu essen. Zusammen mit Abrax geht er einkaufen. Währenddessen erfährt Brabax von Leibniz, dass ein über vierhundert Jahre alter Untoter, ein gewisser Vlamell, umgeht.
Kurz vor Verlassen des Marktes verhaftet man Abrax und Califax als französische Spione -  sie landen im Verlies von Den Haag inmitten echter Halunken.
 
Witzige Bild-Details sind leider aufgrund der Grobverpixelung des Online-Mosaiks noch nicht zu erkennen. Trotzdem ein vielversprechender Anfang der "Erfinderserie reloaded".

 

 © Copyright 2000-2017 Orlando Seitenanfang | HomepageeMail | Impressum