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407 Ausbruch der Puschelpest November 2009



Im Karzer von Den Haag inspiziert ein Ratsherr die mutmaßlichen französischen Spione. Obwohl Abrax und Califax heftig ihre Unschuld beteuern, glaubt ihnen der Ratsherr nicht. Allerdings traut er ihnen auch keinen Spionageauftrag zu. Zwei so bunte Hunde können keinesfalls konspirativ arbeiten. Für Diebe hält er sie allemal, zudem Califax in einsamer Dämlichkeit die Börse von Huygens vorweist. Wie es der Zufall will, erkennt der Ratsherr in der Börse sein Geschenk an Huygens. Also werden die beiden überführten Diebe von der Untersuchungshaft in die Abteilung "Diebe und Betrüger" umgetopft.

In Huygens' Haus wartet man vergeblich auf die erfolglosen Einkäufer, es wird sogar vermutet, sie wären mit der prallen Börse abgetaucht. Brabax verwehrt sich dagegen, darf sich aber jetzt ein klein wenig als Geisel betrachten. Diener Aadrian wird in die Spur geschickt, viel Einsatz ist von ihm nicht zu erwarten. Leibniz schlägt Brabax vor, ihn als Privatsekretär in diplomatischer Mission nach Amsterdam zu begleiten. Der willigt natürlich ein, auch wenn es gleich losgehen soll und Abrax und Califax hinterherdümpeln müssten. Welcherart diese Mission ist, verheimlicht Leibniz sogar seinem Freund Huygens. Brabax' erste ehrenvolle Aufgabe besteht darin, sich ums Reise-Gedöns seines neuen Prinzipals kümmern.

Das riecht wohl mehr nach Knecht als nach Sekretär.

Abrax und Califax sind bei ihren zukünftigen Zellenkumpanen eingetroffen, die ebenfalls alle unschuldig sind. Am unschuldigsten ist Baldo, der Herzog der Vagabunden. Der einzahnige Mithäftling leistet sich einen lapsus linguae, es muss richtig heißen "Beftimmt habt ihr fon (nicht schon) von ihm gehört!".
Und Baldo hat sich gerade vorgenommen, seinen Mietvertrag einseitig zu beenden. Wer Lust hat, darf natürlich mitkommen.

Aadrian war bei der Suche erfolglos, nun soll er als leichtere Aufgabe Brabax neu kostümieren, denn das derzeitige Outfit scheint der Reputation eines Privatsekretärs nicht angemessen. Brabax ist ja sehr geduldig, aber in Huygens' Altkleidersammlung finden sich allerlei verschwurbelte Fummel. Immerhin auch Sachen, die Erinnerungen wecken. Erst, als Aadrian den Anzug eines Neffen hervorkramt, jubelt Brabax begeistert auf.
Für Leibniz ist Brabax allerdings vollkommen overdressed, denn der Standesunterschied ginge so in die Binsen. Brabax hat nämlich was von Erbprinz Rudi. Leibniz findet das angemessenen - braunes Wams und grüne Hose sind Trend in seinen Diensten. Kommt uns das nicht bekannt vor?

Im Kerker gilt es nun, vielfältige Erwägungen bezüglich der Flucht zu diskutieren. Freie Kost und Logis sind schließlich nicht zu verachten, auch wenn der Standard bescheiden ist. Baldo kann beim Ausbruch also nur auf die Faxe zählen.
Die Puschelpest soll's richten. So werden den Faxen Strohpuschel in alle Körperöffnungen gestopft und es wird laut herumkrakeelt. Das ruft den Wächter auf den Plan. Der ist schnell davon überzeugt, dass die Schweinegrippe ein laues Lüftchen ist gegen die Puschelpest und er ergreift die Flucht.
Nachdem sich auch Baldo präpariert hat, wechseln die drei in den offenen Vollzug.

In der Freiheit pulen sie sich schleunigst das Stroh aus den Löchern und trennen sie sich von Baldo. Die Nachricht von der garstigen Puschelpandemie verbreitet sich rasant in Den Haag.

Huygens verabschiedet derweil seinen Freund Leibniz samt neuem Privatsekretär. Die beiden reisen mit der Kutsche nach Amsterdam. Kurz darauf betritt der Ratsherr die Szene, um Huygens stolz die wieder gefundene Börse zu überreichen. Dieser drängt auf sofortige Freilassung der Außerirdischen.
Auf dem Weg zu Huygens' Haus werden Abrax und Califax fast von einer Kutsche umgemangelt und vom renitenten Raser obendrein beleidigt und geschlagen. In der Kutsche sitzt niemand anderes als Brabax. Das schnallen aber beide Seiten nicht.
Im Haus von Huygens treffen die Restfaxe nur auf Aadrian, der ihnen einen Brief von Brabax übergibt. Bevor sie aufbrechen dürfen, werden sie mit der gleichen Uniform ausgestattet wie Brabax. Nur die Hosen sind andersfarbig. Ihre schmucken Gürtel dürfen sie behalten. Aadrian bedauert den Verlust seiner Küchen-Heinze.

Im Kerker hören der Ratsherr und Huygens, dass die fürchterliche Puschelitis ausgebrochen ist und die Abrafaxe und Baldo als Überträger abgängig sind. Der Ratsherr schickt sofort Leute aus, die Entfleuchten aufzugreifen. Kurz vor Verlassen der Stadt entdeckt der Gefängniswärter die Faxe. Mit Hilfe Baldos gelingt es, sich in einem Kellerloch zu verbergen. Der Ausflug nach Amsterdam ist also erst einmal passé. Scheint doch auf eine längere Trennung hinauszulaufen. Hoffentlich wird Brabax nicht von einem Fakir unsichtbar gemacht.
 
Lustige Dialoge und allerlei witzige zeichnerische Gags von gestrickter Fan-Art (Saturn-Topflappen) bis zum dampfenden Hundehaufen.

 

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