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416 Nichts als Streitereien August 2010



Für den Freispruch Walpoles hat Brabax bei ihm einige Steine im Brett. Walpole arrangiert für Brabax ein Zusammentreffen mit Nikolas Vlamell - formerly known as Dr. Porcellus - im Haus eines okkulten Selbsthilfevereins.
Der Hausdiener weist Brabax einen Platz hinter einem Gitter zu, denn für Nichtmitglieder besteht keine Teilnahmemöglichkeit an der Performance. Brabax beobachtet, wie sich beim Hausherrn neben anderen auch Isaac Newton und die altbekannte Vettel einfinden, um auf den Auftritt Vlamells zu warten.

Abrax, Califax und Baldo nähern sich dem Dorf von Baldos Eltern. Baldo wird immer mulmiger zumute, Califax pflückt galanterweise Blumen fürs Mütterchen.
Der Straßenräuber Pierre und der Finanzminister bleiben zurück, sie werden ihre Gründe haben.
Vor den Reisenden öffnet sich der Blick auf ein malerisches Tal mit glücklichen Kühen, fleißigen Bienchen und einem tollwutfreien Reineke Fux. Wohnen, wo andere Urlaub machen. Hach ist das schön. Mit Baldo gehen die Erinnerungen durch und er weicht auf. Es war doch nicht alles schlecht - damals. Nun erzählt er, wie er gezwungen wurde, sein Eden zu verlassen. Obwohl ein toller Forellenjäger, würdigt das der gestrenge Vater nicht und will den kleinen Baldo zum Sensen, Pflügen und Misten zwingen. Selbst die Teilnahme an Volksfesten wird ihm verwehrt.

Als der Vater dann noch Baldos ranzigen Deckel ins Feuer schlenzt, macht der sich heimlich vom Acker und schult um auf Ganove mit Auslandserfahrung.
Eines Tages fällt er dem Herzog in die Hände, der ihm das V in die Schwarte kokelt. Und dann begegnet er im Kerker von Den Haag den Faxen. Alles weitere ist bekannt.

Im Dorf trifft Baldo sogleich auf sein knödelfannyeskes Mütterchen und schleimt sich mit Califaxens Blümchen ein. Die drei Ankömmlinge werden umgehend mit Suppe und Knödeln geatzt, sogar die Ratte bekommt ihre Portion, allerdings am Mäusetisch. "Jungchens" Mutter eilt nach dem Vater. Dessen erste Worte gelten natürlich Baldos speckigem Barrett, was bei Baldo die alten Kränkungen wieder hoch kochen lässt. Als ob nichts gewesen sei, wird Baldo gleich wieder für Dienste eingeteilt.
Beim Betriebsrundgang mit den Faxen lässt Baldo aus Versehen die alte Ziege frei, die eigentlich zur Rettung des Besitzes investiert werden sollte. Außerdem verwendet man auf dem Hofe Unkraut-Ex (das alte ostzonale Unkraut-Ex aus Natriumchlorat war hochgeschätzt in Pyromanenkreisen).
Der Vater regt sich furchtbar auf und bekommt durch seine Hampeleien einen Lumbago, der sich gewaschen hat. Während sich Baldo und Abrax der Ziege an die Hufe heften, übernimmt Califax die Behandlung  des Alten mittels exorzistischer Hexenaustreibung. Nach einer Brennnessel-Kasteiung will Califax die Rückseite mit frisch gelegten Pferdeäpfeln wärmen. Aber Pferd ist leider aus. Da helfen genauso gut warme Steine.
Der Vater gibt nun seine Variante betreffs Baldos Abgang zum Besten. Die Ehe war wohl lange Zeit ein wenig unfruchtbar, schließlich wurde ihm doch ein Sohn geboren. (Böse Zungen könnten sicherlich behaupten, dass hier ein Kuckucksei gebrütet wurde. Welche Art von Beziehungen unterhielt wohl Baldos Mutter mit dem alten Herzog???).
Nach anfänglich fleißiger Arbeit auf Hof und Feld entdeckte Baldo seinen Hang zu kleinen Fischen.

Und er war ein recht miserabler Petrijünger.
Wegen Insubordination durfte Baldo nicht mit zum Dorffest und weil er es doch tat, warf der Vater in blinder Wut die geliebte Mütz' ins Feuer, woraufhin Baldo sich absetzte. Von da an ging's bergab, der Vater verschuldete sich nach Strich und Faden, die Tiere gingen für den Zins drauf und nun auch noch die Ziege auf und davon.
Am Abend kehren die kühnen Ziegenfänger erfolglos von der Hatz zurück, auch die Mütze ist wieder mal vakant.
Baldo bietet dem Vater als Entschädigung für die alte Geiß einen güldenen Knopf von des Herzogs Kutte an, aber der Alte ist erbost. Ein Wort gibt das andere und im Nu wird Baldo enterbt. Was ihm allerdings nur ein müdes Lächeln abringt.
Man trennt sich erneut im Hader und weiter geht's nach Versailles. Pierre übergibt Baldo noch einen ominösen Brief zur Besorgung. Baldo verfällt wiederholt in seine schwermütigen Erinnerungen ans geliebte Tal.

Brabax hat in seinem düsteren Kabuff das Eintreffen von Vlamell glatt verpennt. Erst bei dessen Zauberspruch "abraxkadabrax" wird er wach und meldet sich pflichtbesessen. Die geladenen Gäste sind stinksauer, dass der Hausherr einen Zirkelfremden lauschen lässt, sie fordern ihr Eintrittsgeld zurück.
Auch Meister Porzellus fühlt sich kompromittiert und macht sich in einer eilends herbeigeführten Verpuffung aus dem Staub. Die Betrogenen versuchen nun, sich an Brabax schadlos zu halten. Doch auch der verschwindet in einer Wolke wie sein Vorgänger.
Auf der Flucht wird Brabax von Tom und Jerry weggefangen, um wenig später an seine Verfolger verhökert zu werden.
 
Auch die Biene Meier mit ihrem Faktotum schwirrt durch Baldos Heimat. Selbst die Nadel im Heuhaufen ist nicht verloren.

 

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