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419 Vagabund in Liebesnöten November 2010



Die warme Strahlen der Londoner Nachmittagssonne? Ich kenn's leider bloß froggy.
Eine Detonation zerreißt die friedvolle Idylle. Kann ja mal passieren, schließlich ist es das Haus von Robert Hooke, was da kokelt. Und endlich wird auch der lange vermisste Dunst erzeugt.
Brabax ist wieder mal schuld.
Gut, dass der Meißener Mörser wenigstens heil geblieben ist. Beste Gelegenheit für eine schöpferische Pause. Hooke beabsichtigt, mit Brabax Christopher Wren zu besuchen. Tommy wird von den anderen drei Kleinkriminellen zwecks beliebten "Koffertragens" abgeholt.
Auf dem Weg zum berühmten Architekten Wren lässt Hooke beiläufig fallen, dass demnächst Leibniz eintreffen wird. Brabax wären Neuigkeiten über Abrax und Califax lieber gewesen.

Die beiden lustwandeln gerade mit ihrem Chef Baldo durch Versailles Naherholungsgebiet. Während sich Baldo vor seiner Braut ängstigt, erkennt er in der Ferne plötzlich Susanne, obwohl sie ihm nur die Schattenseite anbietet.
Wenn das mal keine Liebe ist?! Aber all seine Freundlichkeiten gehen ins Leere, denn Susanne hält ihn für das Original. In den Zoff schaltet sich der Comte du Pompe ein, der Susanne seinen pompösen Schutz andient.

Bevor Baldo das Missverständnis klären kann, ruft es schon "Mausebär" aus dem Off. Mausebär sucht sein Seelenheil in der Flucht, der Pompe triumphiert. Sogleich nimmt die Comtesse de la Tourette die Verfolgung auf.

Sich in London auszuschiffen, kann höchst gefährlich sein. Sofern man nicht der Flusspiraterie anheim fällt, warten nach Erklimmen des rettenden Ufers die sogenannten "Kofferträger" auf ihre Opfer. Allerdings gibt es auch gewieftere Kundschaft, die sich nicht so leicht ausnehmen lässt. Trotzdem machen die vier Hobbits heute fette Beute.
Der nächste potenzielle Kunde ist Leibniz höchstpersönlich, der die Gepäckträger sogar noch in ihrem Treiben ermuntert, selber schuld. Emily macht sich mit ihrem Anteil aus dem Staub, Tommy trottet erst mal treu neben Leibniz dahin. Als er schnallt, dass Leibniz und Hooke dicke Kumpels sind, kriegt er kalte Füße und muss nun Emily die andere Tasche wieder abluchsen.

In Versailles ist die Jagd nach dem armen Baldo noch in vollem Gange. Doch das "Perückenbärchen" ist nicht aufzuspüren. Kurz vor der Enttarnung Baldos wird die Comtesse von einem Lakaien zur Königin beordert.
Baldo ist total von der Rolle und will nach dem Zusammentreffen mit Susanne plötzlich nicht mehr nach England - das ärgert die Faxe.

In London macht Hooke Brabax mit Mr. Wren bekannt. Als Leibniz' Sekretär genießt Brabax allerhand Reputation. Nicht ohne Grund, denn als Baumeister kann es Brabax mit Wren aufnehmen. Seiner Meinung nach muss die Kuppel der Kathedrale zwangsläufig einstürzen. Brabax hat das Problem im Handumdrehen gelöst, an dem Wren und Hooke jahrelang schwanger gegangen waren. Dass Leibniz bald in London auftauchen wird, ist fatal für den Großbaumeister. Wren hat bei Leibniz noch Bücherschulden, das scheint ihm peinlich zu sein.

In London macht auch die alte Vettel wieder von sich reden, aus purer Rachsucht stellt sie Tommy ihre krampfadrige Stelze in den Weg, denn er soll ihr Unschuld und Jugend geraubt haben. Mich deucht, die Alte spricht im Fieber.
Sie leidet anscheinend unter entropischem Kaskadenversagen. Was, wie jeder weiß, durchaus zum Hüllenbruch führen kann.
Unterdessen hat der Baumeister Brabax und Hooke in den Keller der Gruft gelotst, wo auch seit Jahren Leibniz' wertvolle Leihgaben vor sich hin modern. Wren hatte sie in blasphemischer Anwandlung für seine obskuren Kuppelexperimente missbraucht und später im Orkus der Kathedrale vergessen.
Obendrein stürzt dann noch Emily, gefolgt von Tommy, ins Geschehen. Die Bande hat wohl hier unten ihr Beuteversteck. Brabax, der Schnellmerker, entschärft die peinliche Situation. Zum Glück für Tommy und Emily, denn die anderen zwei wurden ebenfalls erwischt und sind Anwärter auf einen Kurs "Gewaltfrei töpfern" geworden. Nun betritt der Reisende Leibniz die Szene, er ist hocherfreut, die zwei Gelehrten, seine Taschen und die lange verloren geglaubten Bücher wiederzusehen.
Da Wren weiß, wie gerne Hooke Fremdkörper in seiner Nähe hat, quartiert er Leibniz kurzerhand bei seinem Kollegen ein.
Emily und Tommy zerstreiten sich wegen gegenteiliger Lebensauffassungen.
Die myladische Gerontin und ihr vornehmer Kumpan haben die Spur von Brabax wieder aufgenommen. Beide träumen schon von künftiger Macht und Jugendwahn.
Aber Freud und Leid liegen dicht beisammen: Während Leibniz den Brief der Restfaxe an Brabax übergibt, büßt Mister Wren seine goldene Uhr ein. Mit ihr will sich Tommy bei der Bande wieder einschleimen.
 
Hier ist wieder ein ganz nettes Heft entstanden.

 

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