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423 Von Ratten und Rindern März 2011



Ein wenig zielführender Titel, da nur ein Rindvieh die wahrhaft tragende Rolle spielt.

Am Katzentisch ist heute reichlich aufgetafelt - Dank Tom und Jerry. Califax kann mit seinem schwachen Gemütszustand die anregenden Massakerklänge nicht mehr verkraften, aber er wird von Grätes Rennstallbetreibern an der Rettungsaktion gehindert.

Brabax ist gerade auf einsamer Wanderschaft nach Versailles, als er über ein paar Wegelagerer stolpert, die sich angeregt bemisten. Weil hierbei der Name Baldo fällt, sieht sich Brabax schon am Ziel. Aus dem Gespräch der zerlumpten Zausel wird er jedoch nicht recht schlau. Erst als der als Baldo Angesprochene Insiderwissen über einen für Brabax peinlichen Vorfall zum besten gibt, schnallt Brabax, wer dieser Baldoartige in Wirklichkeit ist. Die Vagabunden sind allerdings vollkommen verpeilt und glauben weiterhin, ihren bekanntermaßen improvisationsfreudigen Kumpel vor sich zu haben.

Die Organisatoren des getürkten Rattenrennens halten Califax weiterhin erfolgreich davon ab, den notleidenden Akteuren beizuspringen. Aber Abrattine oder Abrattax - die Ratte halt - kann sich ganz gut selbst helfen.

Nachdem er bei dem räudigen Oberkater eine Maulsperre installiert hat, kümmert er sich um seine Leidensabschnittsgefährten. Gemeinsam mit Rudy mischt er die Katzen ordentlich auf. Die Ratten sind nach ihrer Rettung etwas neben der Spur und eilen in die falsche Richtung, oder sie haben die Schnauzen voll und wollen zurück in die Box. Nur Abrattax behält die Nerven und nimmt die präparierte Transpur auf. Kurz vor dem Ziel hat er Gräte fast eingeholt. Hier hilft nur noch ein fieser Trick. Die einseitig aufgemotzte Gräte scheint in ihrer blinden Fischigkeit total verblödet, sie frisst sogar Fische aus Rauputz. So gewinnt Califaxens Nager doch noch die Rallye. Am meisten hat jedoch Baldo abgesackt, dabei wollte er doch nur sein Bares in den Sand setzen. Nun kann er sich mit dem Zuwachs zwiefach abschinden. Obendrein lädt ihn der Lordrichter, ein Gentleman wie Phileas Fogg, zum Essen in den Kit-Cat Klub ein. Die Anspannung ist gewichen - nun endlich vermisst man Abrax.
Der ist allerdings durch Porcellus böse gelinkt und im finstren Kellerloch versenkt worden. Nun hat Abrax genügend Zeit, sich den Stein der Weisen auszudenken oder besser noch, einen Fluchtplan.

In der Vagabundentruppe kann der Herzog endlich mit fiesem Betragen die nötigen Einsichten bei den ehrlichen Landstreichern hervorrufen. Stolz werden gegenseitig die gemeinschaftlichen Brandzeichen bewundert , die Angekokelten bleiben ihrem Folterknecht gegenüber bewundernswert zurückhaltend. Gut, dass eine rote Jacke ins Spiel kommt, denn der damit angelockte Stier ist nicht so nachsichtig mit Caran d'Ache. Nachdem der Gute ein wenig mit dem Torero wider Willen gespielt hat, entfernt er sich mit dem Herzog im Genick nach Irgendwo. Da Brabax den echten Baldo in Versailles vermutet, machen er sich mit den Vagabunden auf die zerlöcherten Socken.

In London spekulieren Baldo und Califax über Abrax' Verbleib. Califax fühlt sich versetzt und verraten. Baldo braucht noch jemanden zum Kistenschleppen. Aber viel lieber würde er das elende Zeug sofort irgendwie verklappen.
Califax hat die Faxen dicke und macht sich mit seiner Spürratte auf, Abrax zu suchen. Tommy folgt ihm.
Abrax arbeitet schon fieberhaft an seiner Flucht - Plan A schlägt allerdings fehl, Ungeschick lässt grüßen. Auch das Erklimmen der Fensteröffnung scheitert wegen zu feister Finger.
Aber noch besteht Hoffnung, denn die treue Ratte hat die Spur aufgenommen und schon die rechte Tür gefunden. Während Califax in die Katakomben absteigt, versucht sich Abrax im Kaminklettern. Diesmal klappt es und Tommy kann ihn durchs unvergitterte Fenster auf die Straße zerren.
Califax steht nun vor der leeren Zelle, wird aber von hinten durch den Jakobiten-Clan eingekreist. Ein Seil vom oberen Fenster verheißt Rettung. Während die Vettelkrieger samt Porcellus nachrücken, schließt Abrax von hinten die Zellentür. Nun sind wieder Ruhe und Ordnung hergestellt.

Brabax ist mit seinen neuen Wandervögeln in Versailles eingetrudelt. Der Weg zu des Herzogs Hütte endet für den Trupp vorerst im Irrgarten.
Mit dieser pfadfinderischen Glanzleistung braucht sich Brabax nicht zu brüsten.

Den Stier hat es mit seinem Voltigator zum heimatlichen Stall gezogen, er übergibt den Herzog in die robusten Hände dreier Bauern und ihrer wehrhaften Mutter.
Das könnte für den Herzog wohl suboptimal ausgehen.
 
Obwohl der rote Faden ein wenig fehlt, ist die Geschichte wieder ganz kurzweilig.

 

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