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425 In Nacht und Nebel Mai  2011



In Newgate graut dem Morgen, wie jeden Tag. Ed und Greg sitzen hier gemeinsam mit zwei anderen gefährlichen Kindern im Verlies. Frau Kerkermeister bereitet die vier schon mal mental auf ihr zukünftiges Domizil in Übersee vor. Urlaub machen wo andere arbeiten, oder so. Das Frühstück wird auf die Zelle gebracht, nicht üppig, aber gesund. Obwohl die Aussichten nicht schlecht sind, ergehen sich die vier Delinquenten nicht gerade in Vorfreude.
Abrax, Califax und Tommy sind sich sicher, dass ihr Präsentkorb die Bedürftigen erreicht hat. Aber so ein Wärter braucht schließlich auch seinen Stoffwechsel.

Nun ist Baldo dran, den Richter umzupolen, um die Begnadigung von Ed und Greg einzuleiten. Im Haus des Lordrichters, der natürlich im Rotweingürtel der Stadt liegt, sitzen die zwei beim Brunch. Da Richter Merciless nicht einlenken will, schlägt Baldo ihm ein kleines Spiel vor. Als Vagabundenkönig ist er natürlich ein Meister der Hütchenschieberei. Gewinnt Baldo, bekommen Greg und Ed ein mildes Urteil, im anderen Fall darf der Richter mit Baldo Reiterspielchen machen.
Im Gerichtssaal sitzen die vier Angeklagten auf der Bank. Die Faxe und Tommy fiebern, ob Baldo funktioniert hat. Der Richter fehlt allerdings noch. Gleich darauf reitet Baldo auf ihm ins Gericht. Und Baldo erinnert ihn nochmals an seine Wettschulden.

Die Faxe sind erleichtert als sie Baldo sehen. Die Verhandlung ist kurz und der Richter lässt - wie versprochen - Milde walten. Statt ins sumpfige Carolina dürfen die Verurteilten nun ins sonnige Massachusetts, was schon die Bee Gees sehr schön fanden. Der fette Eierkuchen freut sich für seine Plantagen, die Kumpels sind sauer. Aber Baldo hatte schließlich auch nicht gentlemanlike gewettet.
Die Verurteilten werden gerade wieder nach Newgate verbracht, als die junge Liebe hinzukommt. Mylady Vettel hat sich sowas von geändert, sie ist praktisch zur warmherzigen Bernhardinerin mutiert. Begnadigen kann jetzt nur noch die Königin und zufällig ist das eine alte Freundin von ihr.
Nach einer Stunde hat sie immerhin einen Audienztermin für morgen Nachmittag. Dummerweise läuft die "Gnadenlos" schon im Morgengrauen aus. Jetzt ist es an den Faxen, die Sache in die Hand zu nehmen.
Abrax weiß auch schon wie. Baldo darf nicht mitspielen, das ärgert ihn. Zum Trost bringt Vettelchen ihm leckere Ingwerkekse.
Des Nachts lungern drei Schatten am Kai unweit der "Merciless" herum und warten auf ihren Einsatz. Schwimmenderweise nähern sie sich dem Schiff. Der adipöse Califax hat so seine Mühe, am Ankertau aufzuentern, da ist die Ratte schon von anderem Kaliber. Der Dicke braucht einen Flaschenzug. Dann geht's sofort in die Wanten. Von Arbeitsschutz haben die drei noch nix gehört. Califax entgleitet sein Entermesser und skalpiert ums Haar einen hoffnungsvollen Fregatten-Schlumpf. Mit einer Mischung aus Harakiri und Psaligraphie zerschnetzeln die drei Doppeltakelteufel die noch gerefften Segel. Die Ratte macht Nägel mit Köpfen und versucht sich derweil als Biber. Als die Sonne aufgeht und die Mannschaft erwacht, sind sie mit ihrem Zerstörungswerk gerade fertig. Aber man hat sie schon entdeckt.

Baldo lungert noch übernächtigt in Newgate herum, aber die Faxe sind nicht aufgetaucht. Jetzt werden die Deportierten zum Schiff geführt.

Da schnallt es auch Baldo endlich, dass er zwar zur rechten Zeit, aber am falschen Ort war.

Die beiden Faxe und Tommy stürzen sich todesmutig ins Nasse, den armen Kapitän mitreißend.
Am Ufer erwartet sie schon Baldo. Vom Winde verweht wirbeln die Segelfetzen durch den Morgen. Fieser Fettsack ist wütend, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Gefangenen müssen zurück in den Bau.
Am Nachmittag wartet alles sehnlichst auf Lady "the hag" Evergreen. Interessant zu wissen wäre noch die Bewandtnis ihrer Taschenmaus. Tatsächlich hat sie eine Begnadigung erwirken können. Da Tommy ein Waisenhaus aber immer noch als zu harte Strafe erscheint, will die gütige Mildred ein eigenes, moderates eröffnen.

Im Kit-Cat Club sitzen Pancake und sein Cognacliebender Richter beim Fünf-Uhr-Sherry. Pancake ist zwar stinkig, aber bei "Waisenhaus" hat er noch einen Trumpf im Ärmel.

Die vier frisch Begnadigten werden zum Haus von Mylady überstellt. Obwohl die neuen Waisen nicht begeistert sind, lassen sie sich doch mit reichlich Ingwerkeksen korrumpieren.
Kurze Zeit später, die Kinderchen sind bereits durch Küchendienst und Schule halbwegs domestiziert worden, taucht der Pfannkuchen wieder auf, nun in seiner Funktion als Zwegat der Waisenhäuser. Wegen nicht ausreichendem Betriebskapital will er den Laden dichtmachen und die Kinder erneut konfiszieren, aber Baldo hilft mit seinen ungeliebten Goldstücken aus.

Für den ständig verfressenen Kerkermeister hat Califax auch noch eine Überraschung aus feinstem Rizinus vorbereitet.
 
Zwar macht die Geschichte keine großen Sprünge, aber das Problem der Kinder ist gelöst. Nun geht es wohl auf den großen Showdown zu, das Geheimnis der Geburt von zwei Herzögen.

 

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