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429 Tanz ins Glück September  2011



Caran d'Aches neue Planstelle bei Hofe ist die eines Paddelpagen.
Er darf höhere Höflinge übern Gondelteich schippern. Gegenüber seiner Zwangs-Angetrauten ist er weiterhin garstig, kann aber deren verlockendes Angebot nicht ausschlagen. Angeblich hat sie den Beweis, der dem Herzog wieder zu Amt, Würden und Besitztümern verhelfen könnte. Dem Herzog schwant, so ein weiteres Problem lösen zu können.

Die Abrafaxe stehen mit Susanne und Baldo vor dessen Heimatdorf. Baldo ist zwar voller gemischter Gefühle bezüglich seines mutmaßlichen Erzeugers, aber immerhin hat er ja von langer Hand etwas vorbereitet.
Beim Empfang platzt seine Mutter gleich mit der Neuigkeit heraus, dass die Schulden erlassen sind und obendrein reichlich Landbesitz vom Himmel gefallen ist. Seinem zauseligen Alten scheint der unverhoffte warme Regen aber noch mehr Verdruss zu bereiten. Als Baldo seine Braut vorstellen will, macht Mutter die Läden dicht und flüchtet sich in  Hofarbeit. Das lässt Baldo cholerisch werden - er tückscht. Susanne ist da reifer, sie weist ihren Macker in die Schranken. Das regt wiederum Mütterchen beim Sensen auf und sie springt ihrem Sohni bei. Die "feine Madam" soll sich gefälligst raushalten, sie ist eh nix für ihren Jungen. Nun greift Susanne in ihre Trickkiste und legt eine Kür beim Solo-Synchronsensen hin, die gut elf Punkte bringt. Damit hat sie die potenzielle Schwiegermutter überzeugt, doch in die Landschaft zu passen. Califax jubiliert, dass dem großen Fressen nun nichts mehr im Wege steht.

Aber der Vater weiß es besser. Gefeiert, was auch immer, wird erst, wenn die Ernte im Sack ist. Aus der Ferne nähern sich schon die ersten Hochzeitsgäste, sämtlich Mitglieder und Sympathisanten der alten Baldo-Gang. Die sind enttäuscht, dass es nicht sogleich losgehen soll. Susanne und Abrax erklären ihnen Tom-Sawyer-mäßig, dass ernten keine Arbeit sondern größter Spaß ist. Da kennt die Vergnügungssucht keine Grenzen mehr. Binnen kurzer Zeit haben die gelernten Tagediebe alles erledigt. Der Vater ist immer noch sauer, außerdem will er seinen gepflegten Satz Hühner nicht an die wildfremden Hungerleider verfüttern. Da hilft nur das fröhliche Waidwerk. Abrax, der alte Jäger, ist sofort dabei. Mutter holt auch gleich die Bolzenschleuder aus dem Spind. Baldo darf aber nicht mit auf die Pirsch, denn er muss endlich sein 10 Jahre altes Versprechen einlösen, den Hühnerstall zu sanieren. Die Faxe werden's schon richten.

In Versailles hat die Tourette durch einen Zuträger besagtes Dokument besorgen lassen. Sofort erkennt Caran d'Ache anhand der Unterschrift die Fälschung, die Baldo als Hochstapler entlarvt und auch die Tourette erledigen könnte. Doch die alte Intrigantin hat den Plan schon durchschaut und pocht auf eine echte Vermählung.

Auf einer Waldeslichtung grast ein gar niedlich Bambi. Um es vor dem Spieß zu bewahren, verbläst Califax vorfristig die Strecke. Trotz militanter Gefräßigkeit hat er doch ein gutes Herz. Da wird Abrax hinterrücks von einem monströsen Bummi gepackt. Der Armbrustpfeil hat gerade mal Zahnstocherformat. Brabax tritt dem Problem-Bären vors Schienbein und endet in der anderen Tatze. Califax beweist zeitgemäße Zivilcourage und läuft laut krakeelend  durchs Gehölz. Ganz zufällig kommt der alte Knabe Yamato des Weges, Susannes ehemaliger Coach. Als Japanel hat er natürlich ganz andere Feinheiten auf der Pfanne. Mit Mr. Spocks Spezialgriff (vulcan nerve pinch) - leider reicht er nicht bis zum Nacken hinauf, braucht er auch nicht, denn Bären haben den Punkt an der Hüfte - schickt er den armen Bruno in den Bärenhimmel. Bären haben keine Lobby. Pfui, Califax!

Caran d'Ache hält sein Wort und ehelicht die Comtesse, wenn auch widerwillig. Die nun echte Herzogin hat schon ein Treffen mit dem König arrangiert. Der König steigt in des Herzogs Schaluppe und lässt sich die Urkunde zeigen. Aber so blöd ist selbst der König nicht, die Güter wieder herzugeben, also wird die Unterschrift als echt deklariert. Zufällig flutscht das Dokument in den Teich. Das folgende Kentern nimmt der König übel und er erklärt den Herzog zur persona non grata, samt zugehöriger Verbannung aus Versailles.

Die Faxe haben mit dem Japanel ihren Petz ins Dorf gezerrt, auch auf dem Hühnerstall ist alles im Lot. Und jetzt packt Vadder aus, dass Baldo ein halbes Kuckucksei ist. Hortense, die Lose, wollte sich dem alten Herzog nicht versagen. Doch Baldo ist nicht nachtragend und so versöhnen sich Vater und falscher Sohn, oder umgekehrt?
Nach drei Tagen und drei Hochzeitsnächten wird Baldo eine noch größere Freude zuteil. Sein Vater hat die alte verlauste Mütze gerettet, die von nun an wieder seinen Brägen ziert.
Um die zukünftige Bestellung der Ländereien nachhaltig zu sichern, gründet Baldo eine LPG Typ 2. Alle Landstreicher dürfen eintreten und natürlich wird dort nicht gearbeitet, sondern nur gepflügt, gesät, geerntet und so.
Anlässlich des Abendmahl wählt man Baldo einstimmig zum ersten Kolchosvorsitzenden.
Bei der Durchsicht der Schenkungsurkunde bemerkt Susanne, dass die Caran d'Aches als Premium-Analphabeten stets mit 4 Kreuzen unterzeichneten, Baldo brachte es leider nur auf drei. Brabax weiß da Abhilfe. Als Schriftkundiger kritzelt er noch ein Kreuz dazu.
Die Welt ist wieder so was von heil. Der Rest bleibt im unklaren.
Immerhin zeigt der einschlägige Reiseblitz am Horizont an, dass man es wieder mal getan hat.
 
Somit sind alle Rätsel gelöst. Porcellus hat sich vermutlich abschütteln lassen.
Wo's hingeht, ist vollkommen wumpe. Die einen sagen so, und die anderen nicht. Sicher ist nur, dass es wieder falsch wird.

 

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