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430 Am Ende der Welt Oktober  2011



Es hätte mich schon interessiert, auf welche Art die Abrafaxe dieses Mal im Quadrat gesprungen sind. Absichtlich oder zufällig? Aber das wird wohl nicht mehr erklärt werden. Sei's drum, ist schließlich ein neues Spiel.

Commodore Matthew Flinders, der selbsternannte Entdecker, ist mit seiner "Investigator" unterwegs nach Australien. Man will Port Jackson erreichen, bevor der Mannschaft das Futter ausgeht.
Ganz zufällig sind die Faxe nach ihrem letzten Zeit- und Ortssprung hier im Lande der lustigen Beuteltiere angekommen. Zurzeit praktizieren sie ihre Allround-Talente als 1-Euro-Jobber im Dachdeckerhandwerk beim Gouverneur.
Während Abrax und Brabax unter südlicher Sonne transpirieren, macht sich Califax ein paar vergnügliche Stunden mit einem Känguru. Bei der ausgelassenen Hatz geht auch ein Rosenbeet über den Jordan. Miss Milly, des Gouverneurs zartes Töchterlein - ein Prachtkerl von einem Weib - ist darob äußerst ungehalten.
Sie gehört zu dem Typ Frau, der sich nicht an den Strand legen kann - ohne, dass sogleich Greenpeace angesprungen käme und versuchte, das Teil wieder zurück ins Meer zu rollen.
Da Califax den gemeingefährlichen Rabattentöter vorsätzlich befreit hatte, entlässt der Gouverneur alle drei Faxen sippenhaftmäßig. Statt Lohn droht Strafkolonie.

Die unplanmäßige Ankunft eines englischen Schiffes wird von einem Soldaten vermeldet. Zeitgleich beginnen bei Miss Milly die Östrogene zu sprudeln. Der Notstand scheint ihr ins Gesicht gemeißelt. Sie quengelt so lange, bis Papachen einen Empfang für den Abend organisiert. Mangels besserem Humankapital werden die Faxe als Küchenkräfte angeheuert. Unter Protest geht man an die Arbeit, im Hinterkopf den Plan, einen ultimativen Küchen-Gau zu zelebrieren.
Unterdessen hat sich die Besatzung des Schiffes aufs Trockene setzen lassen. Die Offiziere wollen dem Gouverneur ihre Aufwartung machen, während die gewöhnlichen Teerjacken unter Leitung des Uleus einen 12-Uhr-Ausgang verordnet bekommen. Schiffsjunge und -kater dürfen die Schaluppe bewachen.
In der Küche haben die Abrafaxe ein Massaker unter dem vorbereiteten Fastfood angerichtet. Miss Piggy, äh Milly, versucht, die Faxe wieder auf Linie zu trimmen. Brabax verspricht zuvorkommend Hilfe, denn er hat einen Plan. Vielleicht könnte eine Bekanntschaft mit den Schiffern ihrem Abgang aus Port Jackson zuträglich sein. Der Uleu macht einen auf Sightseeing, was ihm auch zum Verhängnis wird. Der Abend für die Besatzung scheint sich gut anzulassen.
Die Begrüßung der Offiziere durch die Gouverneurtochter fällt ins Wasser, oder vielmehr fällt sie selbst in die Pfeffibowle, die Califax gekocht hat.
Der Navigator Mr. Thistle, macht seinem Namen wenig Ehre, er kümmert sich, trotz Warnung von Mr. Lacy, butterweich um das gefallene Mädchen und bugsiert es mühsam aufs Lager. Da scheint sich wohl etwas anzubahnen zwischen den beiden Turtel-Koalas.
Im Wirtshaus geht es hoch her. Gemeinsam mit einigen Soldaten und einem suspekten Sammy-Davis-Jr.-Double wird Bieren und Schnäpsen kräftig gehuldigt. Buddel-Ben plaudert alle Schiffsgeheimnisse aus. Während Soldaten und Seemänner noch streiten, wer den besseren Kanonier hat, macht sich der Neugierige auf den Weg zum Palast.

Die Schlumpschützen bauen derweil ihre Versuchanordnung auf.
Beim Gouverneur haben sich auch die Zivilisten des Schiffes eingefunden, mit einem Gläschen Schampus werden Höflichkeiten gewechselt. Auch der halbseidene Geschäftsmann Frog ist anwesend. Bevor Brabax seinen welken Vegatarierkram an den Mann bringen kann, hat sich Milly schon den armen Thistle gegriffen und ins Separee gezerrt.
In der Küche ist Stunk, denn das zwischenzeitlich abgängige Känguru sollte der Nahrungskette eingegliedert werden. Califax tropft das kalte Entsetzen aus dem Antlitz. Jedermann weiß doch, dass er aus Prinzip keine Kuscheltiere zubereitet.
Während sich der Gouverneur höchstselbst um den Braten kümmern muss, haben die Wettschützen den Böller gezündet. Kanonier Evermiss gibt sich als Erster die Ehre - und trifft die Todeszelle des Kängurus. Des Gouverneurs Machete meuchelt ins Leere. Dafür bringt der traumatisierte Beutler etwas Abwechslung in den trögen Empfang. Immerhin einer, der Califaxens Gemüse-Installation zu würdigen weiß.
Im Tohuwabohu kann sich auch Thistle endlich aus höchster Not befreien.
Bei der Inventur der Schäden vermisst der Gouverneur sein königliches Dienstsiegel. Und da der Navigator Thistle zuletzt in der Nähe gesehen wurde, verhaftet man ihn kurzerhand.
Der Richter wird erst in drei Monaten erwartet, also braucht Flinders dringend ein neues Navigationssystem. Brabax wittert die Mitfahrgelegenheit und dient sich dem Commander an.
Aber auch Butzemann Frog ist scharf auf den Posten.
Flinders schlägt einen Wettbewerb vor. Der Bessere soll gewinnen.
 
Die armen Faxe müssen ihre Wämser weiterhin abtragen, hoffentlich wurden sie wenigstens mal gewaschen.
Ansonsten ein recht gefälliger Anfang einer neuen Episode.

 

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