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432 Die Insel Dezember  2011



Die Faxe machen gute Fahrt, bald werden sie die "Investgator" überholt haben. Beim Spaziergang an Bord findet der neugierige Califax eine Art Fallrohr mit australischer Volkskunst, das beim Hineinpusten grässliche Töne hervorbringt. Diese wecken den zugehörigen blinden Passagier, der sich christomäßig selbst in ein Bündel eingeschnürt hatte.
Er hält sich für den König Bungaree und ist der berühmteste Uniformfetischist Australiens. Mit Flinders hatte er schon mal eine Rundreise um den Kontinent unternommen. Bald dunkelt es und Califax übernimmt die Ruderwache. Als der notorische Penner wieder erwacht, macht die Schaluppe gerade Bekanntschaft mit einer unerwarteten Klippe.
Zum Glück ist die zugehörige Insel ganz in der Nähe. Gemeinsam ziehen sie das Wrack an den Strand einer Bilderbuchlandschaft. Neckisches Getier kreucht und fleucht hier durch die Botanik. Brabax geht sogleich ans Flicken des Bootes, während die anderen drei die Insel erkunden wollen.

Bungaree macht sich als Insider und Gourmetführer nützlich, indem er dem verfressenen Califax den Appetit an giftigen Früchten verdirbt. Wie schon im Ur-Heft 4 - "Hier lasst uns Hütten bauen!" - schwärmen auch sofort Abrax und Califax vom eigenen Heim.
Bald ist ein Baumhaus mit zwölf Zimmern fertig und man kann sich wieder dem leiblichen Wohl widmen.
Während Bungaree die gemeuchelten Fische verkokelt, eilen Abrax und Califax zum Strand, um vor Brabax mit dem neuen Wohnheim zu prahlen. Statt Brabax bei der Reparatur zu helfen, brezelt sich Abrax in die südliche Sonne und Califax schlägt sich den Wanst voll mit exotischem Gemüse.
Irgendwann hat Brabax den Kahn wieder rundgemacht und ruft nach den anderen. Für Abrax zu spät, denn seine Pelle steht lichterloh in Flammen. Bungaree hat schon Butter bei die Fische getan und auch die Hausmusik beendet. Soeben entwässert er seine verspeichelte Tröte.
Im Mondenschein mampfen die vier um die Wette, auch Katz und Ratt bekommen ihren Fisch ab. Sogar gegen Abrax' Hautröstung scheint ein Kraut gewachsen.
Als sie am nächsten Morgen den Strand betreten, sind von der Schaluppe nur noch die Konturen übrig. Viel schlimmer noch - Abrax hat sich einen verschlumpften Schneckenhelm aufgesetzt. Eine böse Folge des Hitzschlags.
Diesmal helfen alle mit bei der Lösung des Bootspuzzles, sodass der Kahn am Abend wie neu aussieht. Trotzdem ging wieder ein wertvoller Tag verloren. Brabax bleibt als Wächter im Boot zurück, nachdem er eine Alarmanlage installiert hat.

Am Morgen weckt ihn eine herabstürzende Rah. Hätt' er sich mal lieber Abraxens Knitterfreien aufgeschraubt. Ansonsten ist die Zerstörung nicht weiter schlimm. Der Feind muss aus der Luft gekommen sein, denn die Tretminen sind noch scharf.
Als der Kahn mittags wieder einmal bereit ist, fehlt plötzlich der hilfreiche Wind. Dafür flattern lustige Piepmätze durch die Lüfte, Hitchcock hätte seine Freude.
Aus der Mittagsruhe wird auch nichts, denn das Baumhaus wurde sauber zerspant. In Panik geht's zurück an den Strand - zu spät. Die Freveltat ist bereits in vollem Gange. Wenigstens sehen sie die Übeltäter in Aktion. Große Verluste sind nicht zu beklagen. Durch die wiederholte Beschäftigung mit der Materie geht's nun mit Routine viel schneller. Aber der Tag ist auch schon wieder im Eimer.
Schnell noch eine Vogelscheuche drapiert, dann legt man sich rund um den Kahn zur Ruhe.
Morgens ist das Boot noch tiptop, jedoch die Vogelscheuche ward geschändet. Die Abrafaxe sind heilfroh, dass sie das vervögelte Eiland endlich verlassen und Kurs auf die "Investigator" setzen können.
 
Sehr schön gezeichnet von der ersten bis zur letzten Seite und ordentliche Gags sind auch vorhanden.
Der "Kleine Ornithologe" ist begeistert, der Fan gepflegten Horrors nach der Ankündigung auf der Rückseite des vorigen Heftes ein wenig enttäuscht.
Wenigstens ein Leistenkroko hätte man mit einbinden können.

 

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