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436 Leck im Ladedeck April  2012



Es wird Nacht Senhorita. Buddel-Ben rekelt sich hackebreit im Laderaum auf einem Sack herum. Der große Unbekannte ist sauer, denn Ben hat die Gegenleistung für die Buddel nicht erbracht. Also muss der Schurke selber Hand anlegen. Mit einem Bohrer leiert er drei saubere Löcher in die Bordwand, um das Meer hereinzubitten. Zwei Ratten beobachten interessiert die Geburt eines Spaßbades.
Der Klimawandel im Laderaum lässt Ben schließlich aufmerken, aber in seinem Tran stößt er sich ein Mittelhorn und fällt wieder zurück ins Koma.
Oben ist Mr. Frog gerade dabei, Brabax am Ruder abzulösen. Johnny übernimmt die Wache auf der Spitze. Während Bungaree mit dem borstigen Trim kuschelt, beginnen Horden von Schiffsratten eine rege Wuselei übers Deck und transportieren schwere Teetassen. Bungaree spricht entweder katzisch oder Trim bungareeisch, jedenfalls verstehen sich die beiden prima.
Ben hat wieder seinen Alptraum von einer gewissen Lissy und wacht auf. Auch die Erinnerung ans Leck kommt wieder vorbei. Seine Wanderbeule trägt er jetzt auf der rechten Seite. Laut krakeelend stürmt er an Deck, um die böse Nachricht zu überbringen.

Frog soll der Sache auf den Grund gehen. Aber von Überschwemmung keine Spur, nur ein paar Pfützen, dafür aber die schon schmerzlich vermissten Teetassen. Denn ohne Tassen weiß das Empire gegen 17 Uhr nichts mit sich anzufangen.
Der Frosch will natürlich erst mal sicherheitshalber den Kahn ins nächste Trockendock verbringen, aber Flinders hat den Ruhm der Krone im Blick. Und dieser duldet keinen Aufschub.
Buddel-Ben wird als Spinner von allen gemieden, nur Bungaree glaubt ihm. Und dann hat Ben noch eine putzige Nullstelle im Hosenboden. Obendrein muss er wegen Ausruf eines Fehlalarms wochenlang das Deck wienern.
Auch den Faxen kommt die Sache spanisch rüber. Bungaree, der australische Doolittle, will von Rattifax erfahren haben, was wirklich im Schiffsbauch abging. Mit Hilfe seines vierten Gesichts gibt er die Geschichte aus der Sicht der Nager zum besten:
Die Ratten Flocke und Wackelohr sind als Kundschafter unterwegs, denn mit Trim ist nicht zu spaßen. Die Schiffsratten sprühen nur so vor Intelligenz und Wortwitz. Im Gegensatz zu den Schafen aus dem Laderaum - die sind etwas dämlich. Immerhin hilft einer der Hammel beim Repetieren des Zugangscodes, denn der Hüter der Rattenklappe leidet unter Harthörigkeit. Die zweite Sicherheitsstufe wird problemlos gemeistert.
Und dann befindet man sich im Reich des käsethronenden Rattenkönigs. Er logiert in Flinders' privater Asservatenkammer, mit allerlei Leckereien ausgestattet, die man der Mannschaft wohl nicht zumuten kann.
Flocke und Wackelohr, die beiden Bademeister, verkünden die Eröffnung der Wasserspiele. Diese Gaudi will man sich nicht entgehen lassen. Beim Bade entdecken die Schiffsratten dann Rattifax, die als Verräterin gebrandmarkt wird und kielgeholt werden soll.

Also ist die Ratte der Faxe wohl doch weiblich, denn die eigene Art kann nicht irren. Die Rattifaxin bemerkt schließlich die Quelle der Erfrischungen, sie ist den anderen Genossen hochgradig überlegen. Aus Bens Hosenboden ist schnell ein handlicher Lappen ausgestanzt und Rattifax lässt sie sich außenbords abseilen und verstopft die Leckage fachrattisch.
Abschließend werden die Löcher von innen mit Schafskacke (O-Ton Ratten) fein säuberlich kaschiert. Nun sieht die Bordwand wieder heil aus. Auch der Rat, mit Bells Teetassen das mit Exkrementen kontaminierte Brackwasser wieder ins Meer zu verklappen, stammt von Rattifax. Die letzte Tasse der schlammigen Lösung lehrt Ben in einem Zug, und kommt zum Trugschluss, dass Lizzy nicht mal Tee kochen kann.
Dann wird's nochmal bedrohlich fürs Rattenpack - unerwartet taucht Trim auf. Aber Rattifax kann ihn geschickt einlullen und obendrein noch das Hirn vernebeln. Endlich stürmt auch Ben an Deck und gibt Leck-Alarm.

Hier endet die Auswertung von Bungarees Rattenkonversation. Die Faxe und Bungaree beschließen, den Mund zu halten, aber dafür die Klüsen aufzusperren.
Ein Wahnsinniger befindet sich wohl an Bord. Aber das wissen scheinbar die wenigsten. Flinders jedenfalls ist stolz, den Hut an Bord aufzuhaben und den totalen Überblick zu besitzen.
 
Erinnert ansatzweise an die "Farm der Tiere", wenn auch mit reduzierter Besetzung.
Die Viechereien sind ganz lustig. So erfährt man mal, was die essbaren und weniger genießbaren Mitbürger in Pelz und Wolle so denken.  Ach ja, und das schöne Wort "Kacke" ist sicher nicht EU-konform und wird früher oder später zum Verbot des "Mosaik" führen. Kannste glauben, platschquatsch.

 

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