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447 Die Jagd nach Sinclairs Schatz März 2013



Nach gefühlten hundert Jahren Abstinenz steht wieder mal ein Titel auf dem Umschlag. Ist das nun der Heft-Titel oder die Bezeichnung der neuen Serie?

Der kürzliche Zeitsprung hat die Faxe nur 42 Jahre weit geworfen. Vermutlich bloß ein nachhaltiger Ökosprung.
Ein Farmer Stuart Bingley vom Lande nebst Tochter Jane und niedlichem Kleintier sind in dringlichen Geschäften unterwegs in Sydney. In der neuen Umgebung büxt das Hunde-Landei, Hannibal gerufen, aus.
Seit dem Zeitsprung hat man uns mehrere Monate Abrafax-Erlebnisse unterschlagen. Aber lustig wars wohl ohnehin nicht, denn die Faxe malochen für ihre Schiffspassage nach weit weg von hier. Abrax und Brabax haben sich den Fachkräftemangel zunutze gemacht und helfen dem Schmied bei der täglichen Arbeit. Abrax bedient den Vorschlaghammer, Brabax ist fürs Windmachen verantwortlich. Als Jean Pütz der Truppe hat er schon mal was vorbereitet. Hirnschmalz siegt über Muskelfleisch. Er hat eine Hochleistungsluftpumpe erfunden - das Schmiedewesen entwickelt sich. Wie weiland Tom Sawyer wird der Spieltrieb und die Arglosigkeit von Kindern schamlos ausgenutzt. Spaß haben wo andere arbeiten.
Die Luftpumpe wird durch eine viersitzige Wippe angetrieben. Gesteuerte Bespaßung von Kindern kann durchaus profitabel sein.
Der Schmied ist begeistert, seine Produktivität steigt immens. Nachdem die letzten Hufeisen für Leichhardt fertig sind, wird die

niemals ausgehende Restluft zum Wäschetrocknen verwendet. Das macht Smithy zum Liebling aller Waschfrauen. Und wenn die Kinder nicht nachhause mussten, dann pumpen sie heute noch.
Die Faxe erhalten zum Abschied noch einen Bonus von Smithy. Der letzte Arbeitstag muss gefeiert werden und zwar in der gehobenen Gastronomie. Vorher muss noch Califax abgeholt werden, der sich im "Fortune of war" als Küchenmeister verdingt hat. Der Laden macht seinem Namen alle Ehre, ein nettes Schlachtefest. Da Califax in seiner fulminantenTagessuppe einen verirrten Transtiefel entdeckt, kündigt er auf der Stelle.
Während die Abrafaxe auf dem Weg ins "Lord Nelson" sind, kommt das Hundilein wieder ins Spiel. Der freundliche Bello gerät einem etwas frustigen Falschspieler zu nahe und erhält einen bösen Tritt. Nicht die feine Art, aber Abrax puffert die Landung ab. Hannibal wird an die herbeigeeilte Jane übergeben, die die Faxe äußerst dankbar zum Essen auf die Farm einlädt.
Im "Nelson" werden die Abrafaxe auf Grund ihrer Proletenkluft vom Oberkellner rüde abgewiesen. Erst eine Liquiditätsprobe verschafft ihnen einen Tisch. Abrax und sein Goldbeutel werden vom Nebentisch zu einem Spielchen eingeladen, er lehnt ab. Das Protzen der Digedags mit Geld hat schon seinerzeit in Soho zum Totalverlust geführt.
Bingley und Tochter sind vor dem Anwesen seiner anderen Tochter vorgefahren, die mit dem reichen Minenbesitzer Hancock verpartnert ist. Hannibal geht dem Hausherrn ans Beinkleid und wird von Frauchen gerügt. Deren Schwester kann den "Kläffer" gar nicht verknusen. Hannibal kommt also nicht rein und wird im Stall zwischengelagert.
Bingley ist unterdessen bei Hancock zur Sache gekommen, er braucht dringlichst Knete, denn sein Offenstall ist ihm weggekokelt. Langley, der Gute, will ihm sogleich die nun nutzlose Farm uneigennützig abkaufen. Bingley hat jedoch keinen Bock, sein Grundstück bergmännisch schänden zu lassen. Seine Tochter Catherine spring ihm bei und lässt ihren reichen Gatten zur Ader. Aaaber, auch unter Verwandten sind natürlich Sicherheiten vonnöten. Sollte das Geld nicht nach einem Jahr wieder in der Schatulle sein,

verliert Väterchen seine Farm an den Schwiegerlurch. Derweil wird der arme Hannibal vom einem hochherrschaftlichen, aber garstigen Hühnerhaufen gemobbt. Tapfer wahrt er die Fassung - bis ihm der vermaledeite Hahn einen großen Klecks auf den Scheitel kackt. Das ist jetzt wirklich ein guter Grund fürs folgende Massaker. Die gekrönten Zuchthühner sind mithin ein Fall für den Tierpsychopathen.
Als Entschädigung für die Schändung der hoffnungsvollen Federwische werden die Hancocks ins "Lord Nelson" zum Prassen eingeladen. Bevor Bingley und seine Gäste dort eintreffen, betritt Mad Melissa den Laden. Sie ist die stadtbekannte Sandlerin, die ständig von einem Goldschatz halluziniert und deshalb als doof gilt. Sie kann aber nicht entfernt werden, denn sie ist Gast eines Mr. Leichhardt, dem sie die Geschichte von Sinclairs Schatz erzählen soll. Während die Abrafaxe mit ihrem deliziösen Mahl befasst sind, macht ein Spieler Stielaugen in Richtung Abrax' Geldkatze.
Dann betreten Farmer und Miner das Lokal. Hannibal hat den hundefeindlichen Zocker entdeckt und attackiert ihn mutig. Das missverstandene Tier wird draußen angetackert. Als der Bote mit den Tickets kommt, bemerkt Abrax, dass der Schottersack weg ist. Das Geschrei ist groß, dem armen Califax wird das Halbverdaute aus dem Mund gerissen und mit Karzer gedroht. Jane bittet ihren Vater, die Zeche für ihre Hunderetter auszulegen. Dafür dürfen die Faxe nun auf Bingleys Farm das Geld für die nächsten Tickets abarbeiten. Was ist schon ein weiteres Jahr in Australien. Nicht alle sind unglücklich, einer der Spieler ist durch ein Wunder wieder flüssig.
Jane erzählt den Abrafaxen die Geschichte von Lieutenant Sinclairs Gold. Zufällig war er der Vorbesitzer ihrer Farm. Bingley hat als Neffe Sinclairs das Land geerbt. Abrax ist nun Feuer und Flamme für die Schatzgräberei, obwohl ganze Heere das Areal mehrfach durchgesiebt haben.

Endlich wieder mal was für Freunde des gepflegten Wimmelbildes als Poster.

 

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