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459 Circus Spontifex März 2014



Dem friedlich mümmelnden Ur am Entengrützetümpel jagt ein durchgeknallter Elefant namens Avicula einen Riesenschrecken in die Gebeine. Der von einer Aushilfsamazone berittene Dickhäuter hat seinerseits Grund zur Hast, denn er wird von speerfuchtelnden Bartträgern verfolgt. Wigbald, der Anführer der Hubertus-Jünger, bekommt von Avicula in Notwehr ein halbes Faß feinstes Brackwasser ins Gesicht gerüsselt. Plötzlich sind auch noch andere Statisten zur Stelle sowie ein Zirkusdirektor.
In der Zwischenzeit hat der Graue den germanischen Gemüsegarten devastiert und das Erbsenbeet kahlgefressen.
Ebenfalls zur Menagerie gehören drei Könige der Wildnis. Es ist übrigens Blasphemie vom Feinsten, nämliche Ähnlichkeiten zwischen den drei Lötern (halb Löwe, halb Köter) und den ehrenwerten Digedags herzustellen. Der alte Digedonist wird allerdings einige Seiten später durch Rostus Clamottus und Gallus wieder versöhnt.
Zur Strafe für die Verwüstungen und als Gegenleistung für freie Kost und Logis soll der Elefant das Feld umackern. Jetzt kommt noch die Zierde der Gauklertruppe zum Vorschein, Thusnelda, die Schlangentänzerin, So in der Art einer bulimiesken Grace Jones. Just in diesem Augenblick materialisieren sich die drei Abrafaxe in einem schalen Blitz.

Nicht genug der Überraschungen, auch ein blasierter Römer samt Mini-Centurie erheischt Auskunft über einen gewissen Wigbald. Dieser, von der Elefantenbrause noch leicht angesäuert, reagiert ziemlich unbesonnen, läßt sich aber durch Zahlung eines römischen Schwerts beschwichtigen.
Als besondere Gnade des römischen Kaisers soll Wigbalds ältestes Kind in der Hauptstadt die Segnungen der Zivilisation erfahren dürfen.
Der Erziehungsberechtigte bekommt eine Nacht Bedenkzeit sowie Gelegenheit, den Stammesrat zu befragen.
Nun wird den verwunderten Abrafaxen die Zirkustruppe präsentiert. Thusnelda erkennt das Potential der drei Gnome und will nur beim Zirkus weitertingeln, wenn auch die drei Bumm-Kracher mitspielen.
Aber erst wird geackert. Ganz passable Frauenquote bei der Feldarbeit, sollte beispielgebend sein.
Spontifex, der Prinzipal, drängt dem Römer Titus einen Münzwurf auf, um im Falle des Gewinns durch den Limes geschleust zu werden. Dank seiner zweiköpfigen Münze ein Kinderspiel.
Vadas Mutter ist dagegen, ihre Tochter nach Rom zu verleihen.
Die Göre hat natürlich eigene Pläne und will Schicksal spielen.
Sie verschanzt sich in einem hohlen Baum nahe der Thingstätte und belauscht die Männer. Dann redet das ungefragte Baumorakel zu den Mannen und verspricht Reichtum und jedem sein römisches Schwert.
Diese Ansage ist entscheidend und Wigbald wird sogleich überstimmt. Volksentscheide sind echt doof.
Da bleibt auch Mutter Veleda kein Gegenmittel mehr.

Ein Vierteljahr früher in der Hauptstadt des Imperiums. Man schreibt das Jahr Einhundert.
Der Senat unter Kaiser Trajan ist sich uneins über den Umgang mit Germanien. Da gibt es Prudentio, der das Wohl des Kaiserreichs im Auge hat. Auf der anderen Seite steht Improbus, der sich mit dem eigenen Wohlergehen begnügt.

Alle haben sie Angst vor den aufrührerischen Germanenstämmen. Finsterling Improbus steht für die kriegerische Lösung, Prudentio für List. Der Kaiser favorisiert Prudentios Variante. Der Plan ist, die Kinder zweier Stammesfürsten nach Rom einzuladen und somit ein handliches Faustpfand für die Konditionierung der Germanen zu besitzen. Abwickeln soll das ganze Geschäft Prudentios Sohn Titus, ein examinierter Tagedieb. Strafexpedition nach Germanien ist sein Ding nicht. Aber gegen konkrete Befehle helfen auch keine Flamingo-Zungen.
Der stets bekifft dreinblickende Improbus tobt ob seiner partiellen Niederlage. Doch sein Faktotum Occius, mit der Physiognomie eines russischen Spions bei Bond, hat den Einfall, Prudentios Coup zu vermasseln und den Kinderimport zu sabotieren.
Während Occius eine praktische Vollmacht erhält, reist Titus mit guten Ratschlägen ab.
Nach zweieinhalb Monaten Ritt erreicht Titus Mainz. Eine weitere Woche später bricht er mit einem Dutzend Soldaten (also dreizehn Römern) ins wilde, germanische Hinterland auf.

Aktuell zieht man mit dem Zirkus im Troß zurück nach Mainz. Neben Vada sind auch ihre Eltern von der Partie, um die Ordnungsmäßigkeit zu überwachen.
Ein paar Tage später ist der Limes erreicht. Der Wachposten flötet die gesamte Mannschaft aus ihrem Cervisia-Delirium und läßt raustreten. Titus verlangt freie Passage, kann aber mangels korrekter Parole keine Glaubwürdigkeit herstellen. Obendrein wähnt sich der Elefant in einer Vorstellung und hebt einen Legionär aus seinen Latschen.
Das wird als Angriff auf Rom gewertet und bald sind die Germanen, der Zirkus und Titus' römische Mainzelmännchen überwältigt.

Nachdem Asterix die gallische Antwort auf die Digedags in Rom war, kommt nun die Retourkutsche.

 

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