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460 Tumult im Theater April 2014



Im Gegensatz zu den Chatten, die dem Leben in Wald und Flur frönen, scheinen die Mattiaker, schon vollkommen verhausschweint, in Mainz abzuhängen.
Am Schild "Nervae ..." und den einschlägigen Fenstern vermutet der Laie sofort die städtische Nervenheilanstalt. Klingt komisch, ist auch nicht so. Läßt man den Abkürzungswahn außer Acht, so lautet die Tafel "I(mperator) C(aesar) Nervae Traiano Aug(usto) Germ(anico) Pontif(ico) Maximo", Ist wohl lediglich eine römische 0815-Mitteilung an Bauwerken aller Art.
Gerade sorgt Mattiaker-Pumuckel Ule für mächtige Verwirrung bei Freund und Feind. Um keinen Preis der Welt will er sich nach Rom kinderlandverschicken lassen. Bevor die während seiner Flucht Geschädigten mit ihm abrechnen können, nimmt ihn ein römischer General unter seine Fittiche.
Da meldet ein Soldat den Angriff der Germanen auf den römischen Lattenzaun. Bei diesem General handelt es sich um den in Fachkreisen bekannten römischen Sprücheklopfer Cornelius Tacitus. Beispiel: "Corruptissima re publica plurimae leges." Uups.
Jedenfalls klärt der General den Irrtum schnell auf und befreit die Chattengesandtschaft und die Zirkustruppe aus dem Gewahrsam.

Der Chattenmacker Wigbald ist wegen der unbotmäßigen Behandlung schwer angesäuert und will sofort wieder abreisen. Titus kann das mit der Geschenkenummer, diesmal für Veleda, vorerst abwenden.
Spontifex ist hocherfreut, endlich das Tor zum römischen Reich aufgestoßen zu haben. Wenn da bloß nicht die große Thussi mit ihrem Anspruchsdenken wäre. Die Abrafaxe können sich schon mal darauf einstellen, ihren "Kabuuum"-Stunt zum Besten geben zu müssen.
Tacitus ist ärgerlich, wegen Titus' Trick nun ein Präsent für Veleda organisieren zu müssen.
Beim Streunen durch Mainz trifft Vada auf Ule, beide kennen sich wohl von früher. Die stolzen Väter Wigbald und Hariobaudes kommen ins Sticheln und rupfen sich aus standesdünkligen Gründen ihre Federn aus. Der "Mattiakerfürst" bestreitet sein Auskommen in einem weibischen Metier als Töpfer.
Ihre Frauen beenden das Geplänkel. Veleda hat einen sündhaft teuren Umhang bekommen. Für 3000 Sesterzen muß auch ein gestandener General lange dichten. Die beiden Förstlädies kommen überein, die Kinder nach Rom zu schicken. Da können die Alten schmollen wie sie wollen.
Occius hat für sein Vorhaben zwei finstere Gestalten gedungen. Während Sponti mit dem Elefanten auf Werbetour geht, versucht Thusnelda die Faxe neu einzukleiden und auf Rille zu bringen.
Wigbald und Veleda ziehen sich wieder in ihre Wälder zurück.
Ule quengelt solange, bis Titus mit seinen Schutzbefohlenen in den Circus geht.
Brabax macht sich auf die Socken, irgendwelche Ingredienzien für ein zünftiges "Kabuuum" zu beschaffen. Die beiden Kidnapper sind kulturell aufgeschlossen und gehen ebenfalls in den Circus. Spontifex hat mittlerweile das Programm in Sack und Tüten, als Brabax mit drei Beuteln seiner gesammelten Werke auftaucht.

Aus den vorhandenen Anteilen scheint sich wohl ein deftiges Gemisch herstellen zu lassen.
Es war früher nicht unüblich, Salpeter in den Tiefen des Abtritts zu schürfen. Armer Brabax.
Das Theater von Mainz ist wohlgefüllt und die Vorstellung beginnt. Leonidas' Löwennummer will beim Publikum mangels fehlendem Blutbad nicht so recht zünden. Unmut bricht sich Bahn. Immerhin sind die Zuschauer gut vorbereitet erschienen. Eier und Apfelstrünke gehören noch zu den moderaten Gaben.
Als nächster Beitrag erscheint die lange Dürre. Sogleich kommen wieder Nörgler auf den Plan und bemängeln das Fehlen der versprochenen Schlangen. Gestört wird die Tänzerin durch erneuten Auftritt der Löwensurrogate, die ihr am Lendenschurz zerren. Endlich kommen die Abrafaxe mit ihrem Knalltopf daher, um den Höhepunkt der Vorstellung zu präsentieren. Das Timing läßt zu wünschen übrig, die Zündschnur war falsch bemessen. Vollkommen unsynchron zur Choreographie detoniert ihre Latrinenbombe. Angst und Verzweiflung führen zu einer Massenpanik.
Als Tacitus den armen Sponti für alles verantwortlich macht und die Eintrittsgelder konfisziert, wird er vom aufgebrachten Avicula durch die Mangel gedreht.
Das wars dann wohl für den Circus. Das Publikum ist auch noch nicht reif für derartige Kunst.
Titus begibt sich mit Vada und Ule auf den Weg nach Rom. Ohne Schutzmacht. Das kommt Occius und seinem Duo Infernale wie gerufen. Er kann seinen Vorteil aber nicht verwandeln, denn die unfaire Vada schippt ihm Sand in die Lichter. Kurz darauf passiert der Circus die Kontrolle und wird von Occius wohl ziemlich luschig durchsucht. Sollte nicht verwundern, wenn die jetzt drei weitere Tiere dabei hätten.

 

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