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474 Der Sklavenaufstand Juni 2015



Die III. Legion in Afrika hat die aufständische Felsenklippe unter Kontrolle. Auf dem Plateau hockt der sogenannte Sklavenaufstand (ca. 30 Aufmüpfige). Erinnert zahlenmäßig an die "Chatten-Invasion". Die Mutter der Legion, Tullius Turbo, hält Aussitzen für alternativlos - irgendwann werden die Aufrührer vertrocknet sein und dann selbst herunterkullern. Sein Zenturio ist für sofortige Erstürmung, damit nicht die gleiche Panne wie bei jenem, dessen Namen man nicht nennen darf, passiert. Droben auf dem Fels rätselt man über die Strategie der Römer und befürchtet eine längere Sauer-Gurken-Zeit. Hier oben wird auch der Name von dem genannt, dessen Namen man unten nicht nennen darf. Spartacus ist mit seinen Mannen seinerzeit dem ollen Crassus durch eine List entwischt. Im Ergebnis hats ihm allerdings auch nichts genützt. Abrax ist dennoch dafür, den alten Brauch wiederaufleben zu lassen. Aus der üppigen Vegetation werden Stricke geknüppert und im Morgengrauen seilt man sich an der rückwärtigen Steilwand des Felsens ab. Schon zwei Tage danach wird Turbo von einem Inoffiziellen informiert, daß sich die Eingeschlossenen längst auf dem Weg nach Kyrene befinden. Das kostet den Zenturio seinen Diensthelm und die olle Petze bekommt den Posten des Zenturio zugesprochen. Er ist zwar einer von den Laien, aber ein solches Vorgehen wird auch heutzutage noch gern praktiziert.

Mit viel Gewese und Tamtam stürmt Wigbald an der Spitze seiner sieben Chatten gegen Rom. Die Römer sind angehalten, diese Streitmacht ungehindert ziehen zu lassen.

Kaiser Trajan hat in Rom seine Berater im Lustgarten des Palasts versammelt, um auf die Verschwörungstheorie, es hätte in Afrika einen Sklavenaufstand gegeben, die rechte Antwort zu finden. Aulus ist sofort fürs Aufhängen, so wie es Crassus mit Spa.. , halt dem, dessen Namen auch der Kaiser nicht hören mag, seinerzeit gemacht hatte. Auch der Oberprätorianer haut in die selbe Kerbe. Da mischt sich die Dame ohne Hals in die Unterhaltung ein. Trajans Gattin Plotina ist dagegen und sie erhält Hilfe von Senator Tacitus. Das alte Schlitzohr ist für eine andere Strategie. Um den Sklavenaufstand auf Afrika zu beschränken, soll durch einen organisierten Schifferstreik einfach die Verkehrsader durchtrennt werden. Trajan gefällt das und er schickt Tacitus nach Leptis Magna, die dortige Bambule zu beenden. Die Fraktion der warmen Krieger ist stinkig. Als Trostpreis erhalten sie von der zarten Plotina eine Einladung zu Ochsenaugen und Schweinslöffeln.

Der Zirkus Spontifex hat derweil "die köstliche Blume Alexandria an des Niles kühlen Fluten" erreicht. Leonidas will hier mit seiner Hundenummer das große Geld machen, aber die griechische und die judäische Volksfront haben sich gerade am Wickel und es herrscht Zusammenrottungsverbot.

Auf dem Weg nach Alexandria hängt Titus mit seiner Gruppe fest. Während der Frachtkahn beladen wird, erhält Titus vom Kapitän eine Nachhilfestunde in Kulturkompetenz und Kanalbau. Wenigstens kennt Brabax den von Pharao Necho eigenhändig gegrabenen Kanal vom Nil ins Rote Meer.

Da sich Leonidas unklugerweise über seine enormen Einnahmen in Leptis Magna verplappert hatte, muß er nun ein Essen für seine darbenden Kameraden spendieren.

Was nach der Zirkussatzung vornehmste Pflicht bedeutet. Jetzt, nach eingetretener Sättigung, will Tusnelda weiter nach Selene suchen. Als Leonidas herausrückt, daß sie schon längst von Titus gefunden wurde, setzt es nicht einmal eine Kopfnuß. Tusnelda leidet wohl unter Altersmilde.

Der Kahn mit Titus, Selene, den Kindern und den beiden Faxen hat nun Alexandria erreicht. Brabax will unbedingt in die Bibliothek. Aber die ist wegen besagter Querelen ebenfalls geschlossen. Am Ufer warten schon Tusnelda und der Flötenschlumpf. Die Freude über die Wiedervereinigung ist groß. Über Abraxens Schicksal ist man sich allerdings im Ungewissen. Leonidas hatte ihn allerdings als Letzter gesehen. Er weiß plötzlich auch, daß Abrax mit einem Dutzend Sklaven geflohen ist. Auch "Sklavenaufstand" ist ein Wort, das nicht genannt werden darf. Legionäre erteilen den Zirkusleuten einen Platzverweis. Da als Treffpunkt Alexandria ausgemacht war, wird Abrax mit seinem Sklavenheer schon hierher kommen. Also wird hier gewartet. Da Selene in Alexandria aufgewachsen ist, kennt sie auch einen Schleichweg zur Bibliothek und Brabax ist selig. Auf dem Vorplatz der Bücherei bemisten sich die beiden Antipoden-Gruppen. In den Streit, wer wieviele Götter hat und warum nicht, mischt sich Brabax kühn ein. Seine Weltsicht des Epikureismus eint plötzlich die zerstrittenen Parteien und sie wenden sich jetzt geschlossen gegen Brabax und seine Kumpels. Selbst Selenes Ortskenntnis ist für die Flucht kaum hilfreich.
Es ist ihr alter Widersacher Occius, der die armen Verfolgten rettet. Abrax's edle Tat, schluchz, hat ihn zu einem besseren Menschen gemacht. Sein Geleitbrief soll von nun an dem Zirkus dienen, nach Rom zu gelangen. Er will auf Abrax warten und ihn nach Rom nachsenden.

Die Sklaventruppe ist in Kyrene angekommen. Nun muß Abrax ein Schiff organisieren.

 

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