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478 Verhängnisvolle Kräfte Oktober 2015

Mosaik 478

Kurz vor Rom haben Titus, die beiden Faxe und die Kinder noch einmal Nachtquartier samt Pferdewechsel gebucht. Aus der Unterhaltung der Pferdeburschen geht hervor, daß gegen Titus' Vater eine saftige Intrige am Köcheln ist. Drahtzieher ist natürlich Aulus. Titus wird ganz flau zumute. Brabax schlägt vor, mit Califax die Lage zu sondieren, Titus soll derweil mit den Kindern auf Prudentios Datsche abwarten.

Aulus versucht in seinem ekligen Spinnenkeller, Selene zum Reden zu bringen, um Titus' Route nach Rom auszuplaudern. Funktioniert nicht. Da kommt Gentrificatus auf einen Überraschungsbesuch vorbei.
Für seine Verdienste um die Kriegsförderung gegen Germanien erhält Aulus von ihm einen Scheck über 10 Mille. Gentrificatus träumt schon von Geschäften mit germanischen Sklaven. Verhindern kann das nur noch Titus. Aulus beauftragt Gentrificatus, das Problem nachhaltig zu lösen. Dafür kriegt dieser eine pauschale Baugenehmigung für Villen im noch freizulenkenden Armenviertel. In diesen Kasernen ist Gentrificatus bekanntlich der Miethai. Hier wohnen auch mehr schlecht als recht Lucius mit Frau Lucia und Tochter Gaja, kürzlich abgezockt von Gentrificatus.

In einer weiteren Wohnung sind Sponti und Trauti abgestiegen. Spontifex will Selene suchen.

Abrax und Califax sind endlich in Rom bei Prudentios Stadt-Villa angekommen. Doch der Hausherr ist auf dem Weg in sein Landhaus. Da er dort zwangsläufig auf seinen Sohn treffen wird, beschließen die Faxe, sich vorerst um Abrax zu kümmern.
Ein paar Gassen weiter, hat die langläufige Thusnelda endlich ihren mutmaßlichen Verlobten Perfidus eingeholt. Der liebe Perfi ist aber schon in anderer Damenbegleitung unterwegs. Barbarin gegen Fleischertochter. Perfidus steckt in der Zwickmühle, Wurst oder Brühe. Er entscheidet sich aber letztendlich für die Wurst und diffamiert Thusnelda bei den Vigiles als germanische Spionin. Die schwört Rache. Als Thusnelda abgeschleppt wird, läuft ihr Leonidas mit seinen bunten Hunden über den Weg. Ein schweres Kindheitstrauma aus brüderlichen Sandkastenzeiten hat Leonidas hartherzig werden lassen. Thusneldas Schicksal interessiert ihn nicht mehr. Er lebt nur noch für seine Tölen, die ihn niemals enttäuschen werden.

Nicht weit von Rom entfernt finden sich die Chatten unter Wigbalds bewährter Führung nicht aus einem kleinen Wäldchen heraus. Anwürfe seiner Kumpels, sich verfranzt zu haben bügelt er mit einem psychologischen Meisterstück ab.
Ein von Aulus gedungener Spion gibt den Germanen die Richtung vor, kann natürlich auch die falsche sein.

Auf der Suche nach Abrax stoßen Brabax und Califax auf eine von Heron erfundene Feuerspritze (da war doch schon mal was) "Modell 1976". Das unbestimmungsgemäße Herumgeigeln an dem empfindlichen Instrument ruft die Vigiles auf den Plan, die sich die Faxe vornehmen.

Glücklicherweise kommen gerade Sponti und Trauthelm des Weges. Sie brauchen aber nicht einzugreifen, denn die Vigiles sind durch eine anonyme Weinspende abgelenkt.
Nachdem beide Gruppen ihre Informationen ausgetauscht haben, nimmt Spontifex die Faxe mit in die angemietete Wohnung.

In Rom macht Aulus dem Kaiser Trajan eine seiner schleimigen Aufwartungen. Bei der Gelegenheit gibt er Prudentio mit seinen unverschämten Lügengeschichten den Rest. Trajan befiehlt, den abgängigen Verräter in dessen Landhaus zu verhaften.

In der Mietwohnung werden die Faxe und ihre Begleiter von Lucius' Tochter Gaja unerwartet mit Nahrung versorgt.
In düsterer Nacht schleichen jedoch zwei finstere Gestalten um den Wohnblock. Gentrificatus und sein golemeskes Faktotum sind dabei, die Mietskaserne einer heißen Sanierung zu unterziehen. Damits schön lange kokelt, wurden die Feuerwehrleute am Nachmittag schon mal mit Wein aus dem Verkehr gezogen.
Bald merken die Bewohner am brenzligen Geruch, daß es heiß werden könnte. Alles flüchtet, nur Gaja rennt noch mal ins brennende Haus, um ihre Handarbeitssachen zu retten. Nachdem das Mädchen alles aus dem Fenster geworfen hat, ist der Rückweg versperrt. Trauthelms Löschversuche mit einem niedlichen Amphörchen sind nicht der Bringer. Brabax hat eine herausragende Idee. Trauthelm soll ein wenig am Äquadukt rütteln, auf daß sich ein Schwall Wassers aufs brennende Haus ergieße. Klappt auch.
Lucius und Lucia haben ihre Tochter wohlbehalten zurück und Trauthelm hat das Vertrauen in seine Kraft zurückgewonnen. Vermutlich wird er seinem schwuppigen Flötenspiel in Zukunft entsagen.

 

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