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489 Luther macht Druck September 2016

Mosaik 489

Luther malträtiert sein Gehirn und hat aktuell bereits 478 Thesen gegen den Ablaßhandel der Kirche ausgeschwitzt. Weshalb auch immer, Brabax ist vom frommen Wunsch beseelt, Luther als "Maddin" titulieren zu dürfen. Aber ein wenig Abstand muß zwischen Adlatus und Meister schon sein, ist sich der Augustinermönch sicher.
Für Brabax' Gefühl sind das viel zu viele Thesen, obendrein zu schwere Kost fürs Volk. Außerdem von einer gewissen Betriebsblindheit Luthers getragen.
Es gelingt Brabax auch, Luthers Eigensinn etwas aufzuweichen, indem er mehrfach genanntes einfach zu kürzen vorschlägt.

Bei Cranachs zuhause ist große Bambule. Lucas' großer Bruder Hans ist aus der Gothaer Verbannung samt den Großeltern mütterlicherseits zurückgekehrt.
Die Meisterin versucht vergeblich, die Wiedersehensfreude ihrer verzogenen Rasselbande in die Schranken zu weisen.

Auf Hänschens Wunsch muß Opa die in den Ferien gezeichneten Bilder dem Maestro vorzulegen. Der ist schlechterdings überrascht ob der überragenden Qualität. Hänschen ist der Größte und er muß trotz körperlicher Unreife in den Lehrlingsstatus erhoben werden. Die Meisterin mag aber keine Viererbande. Also muß wohl einer gehen. Hannes soll wegen Eigenbedarfs in die saure Gurke beißen. Diese Aussichten bringen ihn mental fast zur Strecke.

Brabax schwelgt noch immer in seiner Streich-Orgie und kassiert eine um die andere These wieder ein.

Cranach ruft seine Belegschaft zur Dienstberatung zusammen, es soll dabei speziell auch um Hannes gehen. Der resigniert völlig.
Auch Luther hat sich zum Mahle herbeigeschnorrt.
Als alle um den großen Tisch versammelt sind, gibt Cranach bekannt, daß Hans von ihm die Werkstatt übernehmen werde und vorerst auf Hannes' Planstelle kommt. Lucas wird neidisch und zofft sich mit seinem Bruder.
Dem diensthabenden Küchenjungen Hannes entgleitet vor Schreck der lecker gebratene Vogel.
Doch ganz so schlimm kommt es nicht, Cranach will sich ein fünftes Standbein zulegen und eine Buchdruckerwerkstatt ins Portfolio aufnehmen. Diese Werkstatt soll dann der Hannes betreuen.
Bald wird die Einrichtung der Druckerei angeliefert nebst dem Buchdruckergesellen Simprecht, der Hannes und Abrax anlernen muß. Michael findet endlich Muße, den kürzlich eingetroffenen Brief seiner geliebten Katharina zu lesen.

Katharina darf ihre erste Bibel illustrieren, befürchtet aber, daß der neu erfundene Buchdruck sie bald arbeitslos machen wird.
Zu allem Übel sind da noch zwei komische Mädchen aus einem Parallel-Universum im Kloster aufgeschlagen.
Neu-Meisterlein Hänschen spielt sich schon auf und kommandiert die gestandenen Lehrlinge herum.

Geselle Simprecht beginnt nun seinen Unterricht mit den beiden neuen Druckerlehrlingen. Wider Erwarten stellen sich die beiden gar nicht so albern an.

Luthers Thesen sind von Brabax auf schlappe 96 Exemplare eingedampft worden. Als kleine Rache für des Mönchs Niederlage soll nun Brabax kurzfristig alles noch mal ins Reine schreiben. Doch Brabax hat da schon eine Idee.
Die Lehrlinge müssen im Rahmen eines Praktikums die Wäscheliste ihrer Meisterin in gepflegte Lettern setzen.
Da kommt Brabax mit einem weiteren Auftrag. Hannes hat Blut geleckt und er lechzt förmlich danach, dieses Werk in den Druck zu bringen. Das Ergebinis erhält Simprechts uneingeschränktes Lob. Selbst
Cranach und Luther sind ob des Produktes begeistert. Obwohl Simprecht auch Interesse an Hannes zeigt, gibt ihn Cranach jetzt nicht mehr her.
Leider hat eine weitere These daran glauben müssen, die letzte paßte nicht mehr auf den Bogen. Brabax wird verdonnert, das Papier mit den 95 Thesen bei Wind und Wetter an der Tür der Schloßkirche zu befestigen.

 

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