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494 Ankunft in Augsburg Februar 2017

Mosaik 494

Neben munter fortschreitender Caramellisierung des Mosaik wird auch noch titelmäßige Blasphemie betrieben.
Gerade in einer Ära wie dieser, wo man sich an der Ritterregel "Und sind die Zeiten noch so trübe, hell
strahlt am Helm die Runkelrübe." erbauen könnte, wird besungene Hackfrucht von Abrax' Klepper schnöde abgeknuspert.

In Augsburg steht der Reichstag in den Startlöchern, der Kaiser hat hierzu seine sieben Reichsfürsten einbestellt. Die ganze Bambule soll auch kulturell aufgelockert werden mit den beliebten Ritterturnieren. Friedrich hat allerdings Sorge, daß seine in Wittenberg bestellte Rüstung zu spät eintrifft und er dann nicht mithampeln könnte.

In Wittenberg hat auch Meister Ehring Sorgen, den fertig bereits geklempnerten Blechanzug sicher nach Augsburg zu expedieren.
Die Cranachsche hat die gute Idee, Abrax damit zu beauftragen, der schon vor Freude aufheult.
Brabax und Luther können noch nicht mitreisen, da Luther noch an seiner Verteidigungsschrift herumschnitzt.

Also muß Abrax alleine losstiefeln, allerdings mit der nachdrücklichen Empfehlung, pünktlich zu sein.
Sogar seinen Degen bekommt er von Cranach vorübergehend ausgehändigt.
Beim Durchqueren des Schwarzen Walds wird der Bote von einer polizeibekannten Epigonin bedroht. Die ihr unterstellten Mannen sind jedoch ungehorsam, da sie mit Abrax bereits befreundet waren.
So darf er mit seinem Wertstück unbehelligt weiterziehen.

Am Mittagstisch bei den Cranachs gehts rund. Die beiden Jungspunde bringen ihre Mutter dezent zur Verzweiflung und der total übernächtigte Luther scheint auch nicht ganz sauber in der Plinse.
Califaxens Beruhigungstee sediert
auf der Stelle die drei verwirrten Delinquenten.

Vor Abrax baut sich eine weitere Schwierigkeit auf, eine nicht eben vertrauenserweckende Hängebrücke über die Saale. Sein Reitpferd schaffts ohne Passagier, aber der Lastgaul schmiert ab.
Ein aufgetauchtes Mädchen hilft Abrax bei der Rettung von Pferd und Rüstung.
Als Gegenleistung installiert Abrax eine stabile Holzbrücke. Nun heißt es, sich zu sputen.
Gesagt, getan. Schon nach einer Woche trifft er am Donauufer ein.
Abrax mietet sich für die Nacht mit Rüstung und Pferden in einem Wirtshaus ein. In der Absteige trainiert laut dem Wirt schon ein mutmaßlicher Ritter auf dem Hof. Natürlich ist es Adrian. Abrax schimpft dessen Rüstung eine Rostlaube und erntet Spott. Im Gegenzug prahlt er mit dem Helm der kurfürstlichen Rüstung. Adrian will das gute Stück an sich bringen, wird beim nächtlichen Versuch allerdings vom Gastwirt zu Boden gestreckt.

Am Morgen setzt Abrax über den Fluß und Adrian verfolgt ihn.

In Augsburg versucht Abrax erfolglos, sich zum Kurfürsten durchzufragen, trifft aber glücklicherweise auf Spalatin. Dieser lotst ihn zur Unterkunft seines Herrn. Nun weiß auch Adrian, wo er wieder zuschlagen muß.

Kurfürst Friedrich hat noch immer Hummeln wegen seiner Rüstung, jedoch Spalatin bringt ihm frohe Botschaft.
Die erste Anprobe führt zur Verzückung und Abrax darf zum Lohne wählen zwischen dem Amt des Hofnarren und einer wertvollen Gedenkmedaille des Erzbischofs. Abrax fällt die Entscheidung nicht leicht.
Hanfried, des Kurfürsten Neffe, zeigt als Sammler von Orden und Ehrenzeichen gesteigertes Interesse an der Medaille und bietet Abrax als Tauschobjekt seinen Platz im Turnier nebst notwendiger Rüstung an. Das kann Abrax schlecht abschlagen.
Adrian begeht, zwar inkognito, den Lapsus, dem probelaufenden Kurfürsten als vermeintlichem Abrax die Rüstung abnehmen zu wollen. Das geht in die Hose.
Hanfrieds Rüstung und Schild werden zur Tarnung weiß getüncht, denn Abrax will als der "Weiße Ritter" auf die Bahn gehen.

Unterdessen sitzen Kaiser Maximilian, der Erzbischof und Kardinal Cajetan im Palast des Pfeffersacks Jakob Fugger und erörtern, was zum Wohle des Ablaßhandels zu tun nötig wäre.

In Wittenberg hat Luther sein Pamphlet beendet und er zieht nun per pedes zusammen mit Brabax gen Augsburg.

 

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