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6 Auf Leben und Tod Dezember 2000

Lennox lauert Brabax und Max im Römischen Reich des Jahres 68 nach Christus mit Hilfe einer primitiven Fallgrube auf. Das Auftauchen einer mobilen Casting-Agentur der Römer, welche Kandidaten für Volksbelustigungen sucht, macht Lennox' Plan zunichte. Durch eine Kette  verbaler Missverständnisse werden die beiden einschließlich Lennox von den Römern als Christen identifiziert und in Gewahrsam genommen.

Die römischen Bürger sind momentan auf Christen nicht besonders gut zu sprechen, da ihnen Nero die Brandschatzung Roms in die gleichnamigen Latschen geschoben hatte, um nicht selbst als Pyromane in die Geschichte eingehen zu müssen.
Hatte Kaiser Nero seinerzeit eigentlich den Römerbraten erfunden?
So geraten Brabax, Max und Lennox als potentielle Teilnehmer in die Mühlen der Römischen Spiele.
Das Heft bedient nahezu alle Klischees damaliger Freizeitgestaltung. Man erinnert sich unwillkürlich an Digedags Kampf mit dem "wilden" Löwen Nero und das Wagenrennen zwischen Runkel und Janos im alten Byzanz. Es werden sogar Erinnerungen an seriösere Darstellungen wie Spartacus wach.
Auch gibt es  namentliche Bezüge zu Uderzo und Goscinny, sogar Monty Pythons berühmtes Werk wird bemüht. Leider vermisse ich neben Hypertonus und Vita Interruptus auch solche Leitfiguren wie Inkontinenzia und Schwanzus Longus (Sorry, aber die heißen nun mal so!).

Jedenfalls gehen alle angepriesenen Belustigungen durch Anwendung neuzeitlicher Gerätschaften gründlich in die Hose und das Volk ist mit Recht sauer. 
Am Schluss gelingt Brabax und Max die Rückkehr in die Gegenwart, auch Centurio Marcus tritt mit dem Armband von Lennox ungewollt eine Zeitreise an.
Lennox bleibt vorerst in Rom hängen aber um den braucht man sich sicher keine Sorgen zu machen.


Ich hätte gern die Kiecker-Faxe der ersten vier Hefte zurück. Narcisos Faxe einschließlich der meisten anderen Figuren sehen aus als ob sie mit Theo Waigel verwandt wären. Nichts gegen Theo, aber man muss nicht allen Akteuren Schuhbürsten über die Augen montieren. Lennox hat obendrein ein Gesicht wie ein Totenkopf-Äffchen und kann einem echt leid tun. Da bleibt nicht mehr viel vom Bösewicht übrig.

 

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