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10 Kampf um den Korsarenschatz September 1957

Arakulk, der Erste Vorsitzende des Stammes und Generalsekretär des Dorfsowjets, heißt die Retter seines Sohnes herzlich willkommen, ein wenig zu herzlich, findet der amtierende Medizinmann.
Dem ist nun völlig klar, dass er die Digedags notwendigerweise vergraulen muss, wenn er Macht und Einfluss im Stamm behalten will.
Dieser Medizinmann erinnert bezüglich seiner Ober-Fiesheit stark an Karapana aus "Orinoko". Daher bringt er die Sprache sofort auf den von den Digedags leichtfertig versprochenen Schatz und stänkert auch sonst nur herum.
Arakulk, dem Golde auch nicht abhold, stellt für die Suche nach den Schätzen seine leckersten Perlentaucherinnen zur Verfügung.
Die Digedags machen sich sofort mit den Inselschönheiten auf in Richtung Seemannsgrab.
Die Sonne lacht, der Schatten ist auch zur Stelle. Bald findet man die Kisten auf dem Grund des Meeres. Die drei eigentlich unter die Kisten gehörigen Seeräuber wurden wahrscheinlich schon von den Fischen gefressen. Wäre auch kein schöner Anblick für die zarten Damen gewesen.
Die Seemühle eignet sich hier hervorragend als Seilwinde zum Heben der Schatzkisten.

Bei Öffnung der Truhen ergötzen sich die Eingeborenen am Geschmeide wie stinknormale Abendländische beim Besuch von Tiffany. In einer Kiste findet man obenauf eine Karte der Insel. Die oder andere Korsaren müssen also schon früher hier gewesen sein und irgendetwas versteckt haben (siehe auch YX ungelöst). Die Hintergründe werden uns wohl leider nie mehr erhellt werden. Wie versprochen wird Seine Dickleibigkeit Arakulk mit Gold und Juwelen aufgewogen, womit die Digedags ihre Zusage eingelöst hätten.
Armer Medizinmann! Bei der anschließenden Feierstunde mit Kulturprogramm dürfen die Digedags einen Ehrenplatz zu Füßen Arakulks einnehmen und sich an den hüftschwingenden Gogo's erfreuen. "Bei Arakulk sitzen Sie in der ersten Reihe". Ihrer Kennermiene nach zu urteilen, stehen die Digedags entgegen mancherlei Unterstellungen eindeutig auf Frauen. Zwei Mädchen bringen einen großen Kessel mit Kawa (Vorläufer des Plantagentranks?) angeschleppt.
Der Medizinmann nutzt eine günstige Gelegenheit und versetzt das Labsal mit einem Tranquilizer. Die fröhliche Zecherei währt dadurch nicht lange, denn das Hypnotikum wirkt viel zu schnell. Das ganze Dorf fällt in einen tiefen Schlaf. Das erinnert an die in Fachkreisen beliebten KO-Tropfen: "Erst betäubt - dann ausgeraubt."
Der Medizinmann packt die wertvollsten Dinge aus dem Schatz in seinen Seesack und will verduften. Aber es sind immer noch zwei Korsaren übrig, die Digedags haben nur halbe Sache gemacht. Der Schamane wird von den beiden überwältigt und gleichsam abgezockt.
Die Piraten machen sich mit einem gestohlenen Boot aus dem Staube und verbergen sich in einer Uferhöhle.
Bald erwacht der Stamm wieder zum Leben, das Mittel wirkte zwar schnell aber leider nicht lange genug.
Man stellt schnell fest, dass das Gold weg ist und die Abgeordneten treffen sich im Stammestag, um die Sache auszudiskutieren.
Der Medizinmann soll des Trankes Rätsel lösen, aber der glänzt durch Abwesenheit. Die Suchtrupps finden ihn schließlich gefesselt am Strand liegen. Den zweiten Teil seiner Geschichte, nämlich dass er überfallen wurde, kann er ohne rot zu werden zum Besten geben. Die schnell gebildete Eingreiftruppe schwärmt mit Booten aus, um die Täter zu verfolgen. Da die Räuber von Tarnung absolut nichts verstehen, werden sie alsbald entdeckt und aufgefordert, sich den Behörden zu stellen. Sie verlassen die Höhle aber erst nach Eintritt von schwerer Atemnot, denn die Digedags heizen ihnen mit Fackeln ein.
Bei der hochnotpeinlichen Anhörung vor dem Untersuchungs-Ausschuss kommt natürlich die ganze Wahrheit ans Licht und der Schamane darf am Marterpfahl den dritten Mann geben.
Zur Strafe müssen die drei Delinquenten einen neuen Brunnen fürs Dorf buddeln, geschieht ihnen recht, den Schlawinern!

 

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