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103 Die Spur führt nach China Juni 1965


Der Administrator des Polo-Konzerns hat den drei aus Venedig Verstoßenen den Vorschlag gemacht, mit einem Schiff des Handelshauses in den Orient zu schippern. Unseren Reisenden kommt das zupass, allerdings sollen sie bei dieser Gelegenheit nach Matteo, Nicolò und Marco Polo forschen, die den Großchan besuchen wollten und seitdem in der Vermissten-Kartei stehen. Beim Stöbern im Messie-Fundus der Polos findet doch Runkel prompt wieder einen neuen Hinweis auf Digedag. Welch Zufall - er wird ebenfalls am Hofe Kublai Khans vermutet. Das ist nun für alle drei ein besonderer Anreiz, zumal auch Runkel reiche Schätze winken. Die Verabschiedung der drei fahrenden Blechbüchsen wird vom nachtragenden Carotti beobachtet. Er will verhindern, dass seine Lieblingsfeinde noch Kapital aus ihrer Schande schlagen. Beim folgenden Einchecken auf das Handelsschiff lässt der Fiesling die Rüstungen, Waffen und auch den armen Türkenschreck konfiszieren, denn bei Reisen ins Muselmännergebiet besteht ein Waffenembargo.
Die Sachen werden im Zollamt vorschriftsmäßig unter Verschluss genommen.
Bis zur Abfahrt des Schiffes ist noch etwas Zeit, also will Runkel sein Eigentum auf die eine oder andere Weise wiedererlangen.
Die eine Weise funktioniert nicht, denn Runkel kann nicht mit Bürokraten. Bleibt also nur die Möglichkeit, getreu der schon benutzten Regel: "Wenn's nicht geht, wie man will muß man's tun wie man kann."
Und die sieht vor, bei Nacht und Nebel die Klamotten aus der Asservatenkammer zu besorgen. Dass das Zollhaus nächtens unverschlossen ist, macht Runkel schon mal gar nicht stutzig. Wäre aber besser gewesen, denn auch die ehrenwerten Salzschmuggler sind hier zugange, um sich ihre Sore wiederzuholen. Wenn sie nicht genauso unbedarft agieren würden wie Runkel, hätte dieser schon über eine böse Beule zu klagen. Der zweiten versuchten Attacke entgeht Runkel wiederum durch Türkenschrecks Intelligenz, die tatsächlich höher ist als die des Herrchens. Was Runkel mit der Regel: "Manchmal ist ein gutes Pferd mindestens drei Ritter wert." honoriert. Endlich treffen die beiden Interessengruppen aufeinander. Missverständnisse sind schnell ausgeräumt, dann wird an einem Strang gezogen.
Da die Schmuggler ein eigenes Boot besitzen, helfen Runkel und die Digedags als Sackträger aus und werden dafür ein Stück mitgenommen.
Allerdings haben wohl die venezianischen Nachtwächter doch den Lärm aus dem Lagerhaus mitbekommen oder es handelt sich lediglich um eine Bootspatrouille. Die Schmuggler müssen sich also ins Zeug legen.
Dig und Dag wollen zurückbleiben und die Schergen bei der Verfolgung ein wenig behindern. Das gelingt ihnen anfangs ganz gut, auch wenn sie die Infrastruktur Venedigs etwas lädieren. Am Ende des Festlandes retten sie sich ins Schmugglerboot.
Wie zu befürchten war, werden die Verfolger von Carotti angeleitet. Dieser Pyromane schleudert eine Fackel ins Schmugglerboot und versengt die Segel, denen daraufhin der Wind genommen wird.
Obendrein laufen die Flüchtigen noch auf einer Sandbank auf.
Hier kommt es zum unvermeidbaren Showdown. Während alle wacker aufeinander eindreschen - Dig wirft unfairerweise mit dem kostbaren Salz um sich - schnappt sich Dag den guten Türkenschreck, um den festgefahrenen Kahn aus dem Sande zu treideln.
Die Seeschlacht wird durch lustige Reime kolportiert. Leider endet das Duell zwischen Runkel und Carotti unentschieden, da die Zeit fürs Finale nicht ausreicht. Bestimmt ist das besser so für Runkel.

Und am morgendämmrigen Horizont taucht das auslaufende Schiff des Handelshauses Polo auf.
Aus Dankbarkeit bringen die Schmuggler die drei Reisenden zum Schiff, nachdem sie vorher noch das Salz auf der Sandbank (???) zwischengelagert haben.
 

Runkel ist zum zweiten Male "oben ohne" zu besichtigen, diesmal aber unfreiwillig.

Das Sandbank-Paradoxon tritt in Erscheinung.

Eine Regel für Tierfreunde:
"Manchmal ist ein gutes Pferd mindestens drei Ritter wert."

 

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