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104 Tumult auf der Mirabella Juli 1965


Dank der netten Salzschmuggler befinden sich die Digedags und Runkel endlich an Bord eines Handelsschiffs namens "Mirabella" auf dem Wege in den Orient. Vordergründig geht's erst mal in Richtung Konstantinopel - ja, wenn man Wind zum Segeln hätte.
Aber durch die totalo Flauti ist verschärftes Chillen angesagt.
Kein Wunder bei einem Kapitän, der sich Matto Briso rufen lässt. Langeweile herrscht trotzdem nicht auf Deck, denn allerlei Kleingetier - von den wackeren Matrosen als persönliche Handelsware mitgeführt - sorgt für ausreichend Abwechslung.
Runkel bekommt eine angenagte Rah aufs Kostüm und der Kapitän sieht sich genötigt, auf einer rosa Sau übers Deck zu galoppieren.
Da brauchts wahrhaftig keine Animateure. Der Schweineritt hat  Matto Brisos Fass zum Überlaufen gebracht, jetzt ordnet die er die sofortige Verklappung des lästigen Viehzeugs an.
Beim Einfangen eines schwarzen Teufelshuhns kriegen sich Dig und Dag wieder einmal verbal in die Behaarung. Obendrein müssen sie sich im Anschluss noch von Runkel den Piepmatz zeigen lassen.
Als alle Plagen sicher verstaut  sind, ergrübeln sich die Digedags zur Beendigung der Flaute eine Windmaschine, die der Zimmermann sogleich zusammendrechselt.
Auf dem Achterdeck installiert, müssen die vier kräftigsten Teerjacken am Rad drehen. Leider entsteht nur ein laues Lüftchen. Dabei sollten die Digedags von der Erfinderserie her wissen, dass der Kahn als geschlossenes System funktioniert.
Einen Effekt hat das Ganze, entweder durch den Overdrive der Matrosen oder wegen der lottrigen Arbeit des Holzwurms: das Gerät zerlegt sich durch die Fliehkraft seiner Komponenten. Natürlich bekommt der arme Runkel so ein Trumm ins blecherne Kreuz.
Unter Schmerzen postuliert er eine adäquate Ritterregel.
Das Unglück beschert auch Runkel einen Einfall. Das einzig Wahre ist Paddeln, und das will er sich sogleich beweisen.
Von seiner Außenbord-Ruderbank pullt Runkel los, versinkt aber bis über den Eichstrich in der Adria. Das kommt von der Schlagseite des Potts, denn die Karnickel haben ein Loch in eine Bordwand des Laderaums genagt. Wassereinbruch ist die Folge
Mit einem großen Puschel Werg lässt sich Dig (natürlich in der Rüstung!) abseilen. Nett vom Hai, dass er ihn erst fertig dichten lässt, bevor er den Knappen in Öl verschluckt.
Als dann auch noch der Strick reißt, ist man höchst verzweifelt. Dag bricht in Tränen aus, Runkel behält einen kühlen Kopf. Sein Armbrustbolzen sitzt perfekt, gemeinsam wird er Hai an Bord gehievt.
Noch bevor der Smutje Dig herausschnitzen kann, entsteigt dieser dem Rachen des Suppentieres. Nachdem der Koch die dafür nötigen Flossen abgetrennt hat, fliegt das verstümmelte Tier zurück über die Reling. Dig und Dag haben sich wieder lieb und Runkel wird verdientermaßen als Held gefeiert.
Der Tag neigt sich dem Ende zu.
Da abends gewöhnlich eine matte Brise aufkommen soll, wird das Schiff noch schnell gelenzt.
Dem Capitano ist dieser Wind allerdings gar nicht so recht, denn die Küste hat hier viele Klippen und besonders fürchterliche Seeräuber treiben ihr Unwesen. Allerdings soll es auch hin und wieder Schutzburgen geben, wo man ein sicheres Unterkommen finden kann.
Gerade solch ein Kastell befindet sich in der Nähe. Hinter den Zinnen der Burg agiert eine bunte Truppe, die aufgrund ihrer losen Worte und ihrer verlumperten Bekleidung keinen so guten Eindruck vermitteln kann.
Während die Mirabella diesen Hort der Sicherheit ansteuert, bereitet die Burgbesatzung schon mal ein opulentes Willkommensmahl vor.
Vielleicht geht ja doch alles gut?!
 

Ritterregel:
"Sparren, Spitzen, Spalten, Splitter - davor hüte sich der Ritter!"

 

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