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108 Von Räubern verfolgt November 1965


Das Schiff, das die Seeräuber in die Leuchtfeuer-Falle locken wollten, hat dank der prächtigen Illumination der Burg die Küste erreicht. An Bord des Seglers steht der Besitzer des heiß sanierten Gemäuers und ist frustriert, weil er es wegen Abwesenheit versäumt hat, die Prämien der letzten Jahre für die Feuerversicherung zu überweisen. Hoffen wir, dass Janos nie erfährt, wer sein schönes Eigenheim so oxydiert hat.
Bereits der zweite Gedanke gilt seiner Braut Suleika, die er hier wegen diplomatischer Mission zwischenparken musste.
Die Besatzung des Schiffes hat die Hosen gestrichen voll und lässt sich für eine Rettungsmission nicht begeistern. Also muss Ritter Janos alleine ran - sind ja auch schließlich seine eigenen Probleme. Zur Strafe gibt's dafür kein Fahrgeld.
Die Teufelsbrüder verlassen gerade die sinkende Burg.
Bogumils größte Sorge ist der Verbleib seiner Lösegeldbringerin Suleika. Die Flüchtenden können nur auf der Straße nach Peripheria entkommen sein. Also ist jetzt Verfolgung angesagt.
Der Oberscherge versucht, seine Mannen zu motivieren. Im nächsten Dorf wollen sich die blindfüßigen Schandbuben Pferde besorgen. Janos hat alles belauscht, auf einem Schleichweg durchs Gebirge muss er die Dörfler warnen.
Im Kral angekommen, gibt Janos sofort Alarm. Nachdem ihn die Bäuerlein mit einem Pferd versorgt haben, bringen sie sich und ihr Vieh in Sicherheit.
Wenig später finden die Parias der Dardanellen nur ein eilig verlassenes Dorf vor. Lediglich drei störrische Viecher, ein Ochse, eine Ziege und ein Esel, stehen noch zur Verfügung.
Bei dieser Gelegenheit offenbart Bogumil zoologische Defizite bei der Klassifizierung der Gattung Gaul.
Angesichts der sparsamen und unterdimensionierten Transportmittel und der Aussicht auf Blut im Schuh, meutern die Fußkranken der Bande. Sie hatten sich ohnehin nur aus purem Hängematten-Opportunismus zu den Seeräubern gemeldet. Jetzt machen sich aus dem Staube.
Zu fünft nimmt die Creme der Bruderschaft die Verfolgung der Prinzessin auf.
Die vier Flüchtlinge sind dank ihrer zwei Hochleistungspferde schon ein gutes Stück vorangekommen. Allerdings hat sich ein einzelner Verfolger an ihre Hufe geheftet - Ritter Janos, der nun Heimatlose.
Da er sein Pferd mit keinem teilen muss, hat er bald zum Hauptfeld aufgeschlossen.
Die Verfolgten vermuten, es wären die Teufelsbrüder. Runkel hat Verteidigungsposition bezogen, die anderen sind abgetaucht. Beim verbalen Schlagabtausch macht Runkel noch eine gute Figur. Als die Säbel sprechen, ist er schnell mit seinem Latein am Ende. Kurz, bevor es Runkel-Geschnetzeltes gibt, kommt Suleika aus dem Gebüsch, um sich als Pfand anzubieten. Schnell ist das Missverständnis aufgeklärt und die Erleichterung groß. Nachdem man die wichtigsten Statements ausgetauscht hat, brauen Dig und Dag einen lecker Tee aus selbstgesammelten Unkräutern. Diese Labsal lässt die Durstigen ins Nirwana rasseln. Dank des montenegrinischen Traumkrauts haben die Verfolger der zweiten Staffel, dieses Mal wirklich die Teufelsbrüder, eine reelle Chance. Als sie die Schläfer entdecken, frohlocken sie schon, aber die Gier siegt über den Verstand. Auch sie wollen sich damit die staubigen Gurgeln kalfatern und erleiden somit das gleiche Schicksal. Nun entscheiden die Würfel. Oder Nüsse. Ein Eichkatz weckt Dag aus dem Tiefschlaf. Der Blick auf seine neuen Beischläfer lässt ihn ratzeputz munter werden und er weckt hastig Dag auf. Durch ihre  Löffelringe wird den Piraten ein Seil gefädelt und die Bande zwischen zwei Bäumen drapiert. Dig und Dag lassen ihre - sonst mühsam unterdrückten - sadistischen Neigungen raushängen. Die Schmerzensschreie der Gepeinigten wecken den Rest der Gesellschaft.

 

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